Potsdam (ots) -
Im Workshop "Koloniale militärische Gewalt erinnern", vom 07. bis 08. Oktober 2026 am ZMSBw, richtet sich der Blick auf mittel- und langfristige Nachwirkungen kolonialer militärischer Gewalt.
Transformation und Deutung
Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Transformation und Deutung kolonialer militärischer Gewalt. Dabei soll die im Projekt entwickelte Kontinuums-These kritisch ausgeleuchtet werden: Wie wurden koloniale militärische Einsätze im 20. und 21. Jahrhundert erinnert, legitimiert, marginalisiert oder neu gerahmt? Welche Traditionslinien entstanden, und wo wurden bewusste Abgrenzungen vollzogen? Der Workshop untersucht daher nicht militärische Gewaltpraxis nach 1918 als solche, sondern die Veränderung ihrer Wahrnehmung, ihre institutionelle Einbettung sowie ihre erinnerungskulturelle Verarbeitung bis in die Gegenwart. Die Perspektive bleibt dabei militärhistorisch geführt und öffnet sich postkolonialen Ansätzen analytisch, nicht normativ.
Kontinuum militärischer Gewalt?
Im Zentrum steht die kritische Prüfung der im Projekt entwickelten These eines "Kontinuums militärischer Gewalt". Ist dieses Kontinuum über 1918 hinaus analytisch tragfähig, oder stößt das Konzept bei genauerer Untersuchung an seine Grenzen? Das Kontinuum wird dabei ausdrücklich als heuristisches Prüfmodell verstanden. Ziel ist nicht die Konstruktion linearer Fortsetzungen, sondern die Analyse möglicher Anschlussstellen ebenso wie klarer Brüche. Der dritte Workshop versteht sich damit als argumentative Verdichtungsphase des Gesamtprojekts und als Grundlage für die abschließende konzeptionelle Zuspitzung eines geplanten Sammelbandes. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite (https://zms.bundeswehr.de/de/aktuelles/veranstaltungen/ws-koloniale-militaerische-gewalt-erinnern-6149368).
Mythos "Saubere Schutztruppe - Koloniale Gewalt und ihre Nachwirkungen"
Am 8. Oktober 2016 von 18:00-20:00 Uhr findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und Forschungsperspektive "Deutsches Militär im kolonialen Einsatz 1880-1918. Ein Kontinuum der Gewalt" des ZMSBw eine Podiumsdiskussion Mythos "Saubere Schutztruppe - Koloniale Gewalt und ihre Nachwirkungen" im Miriam Makeba Saal des Berlin Global Village, Am Sudhaus 2 in 12053 Berlin statt. Informationen zum Thema und zur Anmeldung finden Sie hier (https://calendar.boell.de/de/event/mythos-saubere-schutztruppe).
Pressekontakt:
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit des ZMSBw
Telefon: 0331 9714 400
ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org
Original-Content von: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/171701/6352999
Im Workshop "Koloniale militärische Gewalt erinnern", vom 07. bis 08. Oktober 2026 am ZMSBw, richtet sich der Blick auf mittel- und langfristige Nachwirkungen kolonialer militärischer Gewalt.
Transformation und Deutung
Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Transformation und Deutung kolonialer militärischer Gewalt. Dabei soll die im Projekt entwickelte Kontinuums-These kritisch ausgeleuchtet werden: Wie wurden koloniale militärische Einsätze im 20. und 21. Jahrhundert erinnert, legitimiert, marginalisiert oder neu gerahmt? Welche Traditionslinien entstanden, und wo wurden bewusste Abgrenzungen vollzogen? Der Workshop untersucht daher nicht militärische Gewaltpraxis nach 1918 als solche, sondern die Veränderung ihrer Wahrnehmung, ihre institutionelle Einbettung sowie ihre erinnerungskulturelle Verarbeitung bis in die Gegenwart. Die Perspektive bleibt dabei militärhistorisch geführt und öffnet sich postkolonialen Ansätzen analytisch, nicht normativ.
Kontinuum militärischer Gewalt?
Im Zentrum steht die kritische Prüfung der im Projekt entwickelten These eines "Kontinuums militärischer Gewalt". Ist dieses Kontinuum über 1918 hinaus analytisch tragfähig, oder stößt das Konzept bei genauerer Untersuchung an seine Grenzen? Das Kontinuum wird dabei ausdrücklich als heuristisches Prüfmodell verstanden. Ziel ist nicht die Konstruktion linearer Fortsetzungen, sondern die Analyse möglicher Anschlussstellen ebenso wie klarer Brüche. Der dritte Workshop versteht sich damit als argumentative Verdichtungsphase des Gesamtprojekts und als Grundlage für die abschließende konzeptionelle Zuspitzung eines geplanten Sammelbandes. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Webseite (https://zms.bundeswehr.de/de/aktuelles/veranstaltungen/ws-koloniale-militaerische-gewalt-erinnern-6149368).
Mythos "Saubere Schutztruppe - Koloniale Gewalt und ihre Nachwirkungen"
Am 8. Oktober 2016 von 18:00-20:00 Uhr findet in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung und Forschungsperspektive "Deutsches Militär im kolonialen Einsatz 1880-1918. Ein Kontinuum der Gewalt" des ZMSBw eine Podiumsdiskussion Mythos "Saubere Schutztruppe - Koloniale Gewalt und ihre Nachwirkungen" im Miriam Makeba Saal des Berlin Global Village, Am Sudhaus 2 in 12053 Berlin statt. Informationen zum Thema und zur Anmeldung finden Sie hier (https://calendar.boell.de/de/event/mythos-saubere-schutztruppe).
Pressekontakt:
Oberstleutnant Michael Gutzeit
Leiter der Informationsarbeit des ZMSBw
Telefon: 0331 9714 400
ZMSBwPressestelle@bundeswehr.org
Original-Content von: Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/171701/6352999
© 2026 news aktuell
