Berlin (ots) -
Anlässlich der Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Union fordert Save the Children, dass die Kinderrechte bei allen Vorhaben der Europäischen Union konsequent berücksichtigt werden. Der künftige Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) muss entsprechend ausreichende und verbindliche Mittel vorsehen, um die Rechte und Chancen von Kindern nachhaltig zu verbessern, betont die Kinderrechtsorganisation.
Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland, sagt:
"Die Europäische Union steht vor einer wichtigen Weichenstellung: Sie muss in einer Zeit enormer Herausforderungen ihre Prioritäten für die kommenden Jahre festlegen. Die Wirtschaft zu stärken ist ein wichtiges Ziel. Aber eine starke Wirtschaft braucht auch starke Kinder. Soziale Ungleichheit, die Klimakrise sowie Kriege und Konflikte gefährden die Zukunft von Kindern in Europa und weltweit. Das künftige EU-Budget muss diesen Herausforderungen gerecht werden und den künftigen Generationen den Weg in eine gute Zukunft ebnen. Das geht nur mit ausreichenden Mitten für alle Belange, die Kinder betreffen. Mit der Strategie für die Rechte des Kindes und der Grundrechtecharta hat sich die Europäische Union dazu verpflichtet, Kinder in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen.
Der mehrjährige EU-Haushalt wird zeigen, ob Europa seinen politischen Versprechen auch konkrete Taten folgen lässt. Dabei geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union als Wertegemeinschaft und verlässlicher Partner in der Welt. Kinderrechte müssen in allen Politikbereichen der EU konsequent berücksichtigt werden, von der Asyl- und Migrationspolitik über die Sozialpolitik bis hin zur humanitären Hilfe. Dafür braucht es ausreichende und verbindliche finanzielle Mittel. Ebenso wichtig ist, dass EU-Gelder nicht für Maßnahmen eingesetzt werden, die Kinderrechte verletzen oder gefährden. Die aktuelle Asyl- und Migrationspolitik zeigt bereits, dass die EU für politische Ziele bereit ist, Kinderrechte zu opfern. Hier muss dringend umgesteuert werden. Europas Ziel muss es sein, dass Kinder ungeachtet ihrer Herkunft gesund und sicher aufwachsen können und dass sie erleben, dass Demokratie und Menschenrechte das Leben besser machen."
Hinweise für die Redaktion:
Save the Children hat in einem Positionspapier Forderungen für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union dargestellt. Dazu zählen unter anderem die systematische Verankerung von Kinderrechten in Planung, Budgetierung und Umsetzung aller EU-Programme ("Child Mainstreaming"), gesicherte Finanzierungszusagen für Armutsbekämpfung, soziale Inklusion und Ankommensprozesse für Schutzsuchende, die Beibehaltung eines menschenrechtsbasierten Ansatzes in der EU-Außenpolitik, den Schutz humanitärer Prinzipien sowie den Vorrang des Kindeswohls in der Migrations- und Asylpolitik.
Das Positionspapier finden Sie hier (https://www.savethechildren.de/fileadmin/downloads/positionspapier-eu-haushalt.pdf).
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.
Pressekontakt:
Save the Children Deutschland e.V.
Pressestelle
Tel.: +49 (0)30 - 27 59 59 79 - 226
Mail: presse@savethechildren.de
Original-Content von: Save the Children Deutschland e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/106106/6353096
Anlässlich der Rede von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zur Lage der Union fordert Save the Children, dass die Kinderrechte bei allen Vorhaben der Europäischen Union konsequent berücksichtigt werden. Der künftige Mehrjährige Finanzrahmen (MFR) muss entsprechend ausreichende und verbindliche Mittel vorsehen, um die Rechte und Chancen von Kindern nachhaltig zu verbessern, betont die Kinderrechtsorganisation.
Florian Westphal, Geschäftsführer von Save the Children Deutschland, sagt:
"Die Europäische Union steht vor einer wichtigen Weichenstellung: Sie muss in einer Zeit enormer Herausforderungen ihre Prioritäten für die kommenden Jahre festlegen. Die Wirtschaft zu stärken ist ein wichtiges Ziel. Aber eine starke Wirtschaft braucht auch starke Kinder. Soziale Ungleichheit, die Klimakrise sowie Kriege und Konflikte gefährden die Zukunft von Kindern in Europa und weltweit. Das künftige EU-Budget muss diesen Herausforderungen gerecht werden und den künftigen Generationen den Weg in eine gute Zukunft ebnen. Das geht nur mit ausreichenden Mitten für alle Belange, die Kinder betreffen. Mit der Strategie für die Rechte des Kindes und der Grundrechtecharta hat sich die Europäische Union dazu verpflichtet, Kinder in den Mittelpunkt ihrer Politik zu stellen.
Der mehrjährige EU-Haushalt wird zeigen, ob Europa seinen politischen Versprechen auch konkrete Taten folgen lässt. Dabei geht es auch um die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union als Wertegemeinschaft und verlässlicher Partner in der Welt. Kinderrechte müssen in allen Politikbereichen der EU konsequent berücksichtigt werden, von der Asyl- und Migrationspolitik über die Sozialpolitik bis hin zur humanitären Hilfe. Dafür braucht es ausreichende und verbindliche finanzielle Mittel. Ebenso wichtig ist, dass EU-Gelder nicht für Maßnahmen eingesetzt werden, die Kinderrechte verletzen oder gefährden. Die aktuelle Asyl- und Migrationspolitik zeigt bereits, dass die EU für politische Ziele bereit ist, Kinderrechte zu opfern. Hier muss dringend umgesteuert werden. Europas Ziel muss es sein, dass Kinder ungeachtet ihrer Herkunft gesund und sicher aufwachsen können und dass sie erleben, dass Demokratie und Menschenrechte das Leben besser machen."
Hinweise für die Redaktion:
Save the Children hat in einem Positionspapier Forderungen für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) der Europäischen Union dargestellt. Dazu zählen unter anderem die systematische Verankerung von Kinderrechten in Planung, Budgetierung und Umsetzung aller EU-Programme ("Child Mainstreaming"), gesicherte Finanzierungszusagen für Armutsbekämpfung, soziale Inklusion und Ankommensprozesse für Schutzsuchende, die Beibehaltung eines menschenrechtsbasierten Ansatzes in der EU-Außenpolitik, den Schutz humanitärer Prinzipien sowie den Vorrang des Kindeswohls in der Migrations- und Asylpolitik.
Das Positionspapier finden Sie hier (https://www.savethechildren.de/fileadmin/downloads/positionspapier-eu-haushalt.pdf).
Über Save the Children
Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in rund 100 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet, in der alle Kinder gesund und sicher leben sowie frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können - seit über 100 Jahren.
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Save the Children Deutschland e.V.
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