DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Lohndruck im Euroraum nimmt laut EZB-Wage-Tracker ab
Das Bild eines sich verlangsamenden Anstiegs der Löhne im Euroraum bleibt intakt. Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) berechnete Wage Tracker zeigt, dass die Gehälter nach aktueller Schätzung ohne Glättung von Sonderzahlungen 2025 um 3,2 (Juli-Veröffentlichung: 3,2) Prozent gestiegen sein dürften, nachdem sie 2024 um 4,7 (4,6) Prozent zugelegt hatten. Für 2026 werden 2,2 (2,3) Prozent Zuwachs erwartet. Die EZB beobachtet die Lohnentwicklung genau, um zu sehen, ob es zu Zweitrundeneffekten infolge der gestiegenen Energiepreise kommt.
Euroraum-Arbeitskosten im 2. Quartal um 3,1% über Vorjahr
Das Wachstum der Arbeitskosten im Euroraum hat sich im zweiten Quartal 2026 etwas verlangsamt. Wie Eurostat mitteilte, lagen die Arbeitskosten um 3,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresquartals, nachdem sie im ersten Quartal um 3,3 Prozent gestiegen waren. Die Lohnkosten erhöhte sich um 3,0 (erstes Quartal: 4,1) Prozent und die Lohnnebenkosten um 3,2 (4,2) Prozent. Die Arbeitskosten in der Industrie stiegen um 2,9 (3,2) Prozent, darunter die Löhne um 2,8 (3,4) Prozent. Im Dienstleistungssektor legten die Arbeitskosten um 3,0 (3,2) Prozent zu, darunter die Lohnkosten um 2,9 (3,3) Prozent.
Industrieproduktion der Eurozone zu Beginn des dritten Quartals gesunken
Die Industrieproduktion in der Eurozone ist im Juli erneut gesunken. Dies unterstreicht die uneinheitliche Natur der wirtschaftlichen Erholung der Region, da die Hersteller trotz Anzeichen einer sich verbessernden Nachfrage mit höheren Energiekosten zu kämpfen haben. Die Industrieproduktion sank um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem sie bereits im Juni um 0,1 Prozent zurückgegangen war, wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Ein von The Wall Street Journal befragter Konsens von Ökonomen hatte einen stärkeren Rückgang von 0,4 Prozent erwartet.
Saudi-Arabien bietet asiatischen Kunden Öl via Oman an - Agentur
Saudi-Arabien bietet asiatischen Raffinerien vermehrt Rohölladungen über Schiff-zu-Schiff-Transfers vor dem omanischen Hafen Sohar an, nachdem Drohnenangriffe seine wichtige Ölpipeline zum Roten Meer beschädigt haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco habe Terminkäufern in Asien seine Vorzeigesorte Arab Light sowie Arab Medium und Arab Heavy zur Verladung vor Sohar angeboten, so die Quellen. Der Hafen liegt außerhalb der Straße von Hormus. Die Angebote deuten darauf hin, dass Aramco mehr Rohöl aus dem Golf herausverlagert, um es außerhalb der Meerenge weiter zu transportieren. In den vergangenen Wochen hat Aramco asiatischen Käufern mindestens zwei ähnliche Angebote für Arab Medium und Arab Heavy gemacht. Saudi Aramco lehnte eine Stellungnahme ab.
EU-Präsidentin legt Pläne für verbesserte Wirtschaftsbedingungen vor
EU-Präsidentin Ursula von der Leyen hat Pläne für eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und für sichere Zugänge zu kritischen Rohstoffen vorgestellt. "In der aktuellen Wirtschaft ist Geschwindigkeit entscheidend", sagte die EU-Chefin am Mittwoch in einer Rede in Straßburg, in der sie eine breite Palette von Themen ansprach - von Landwirtschaft über Klima bis zu den Beziehungen zu China. Sie erklärte, dass Genehmigungen und Finanzierungen darüber entscheiden könnten, wo Investitionen getätigt werden. Die Europäische Union müsse viel schneller handeln.
EU-Kommissionspräsidentin kündigt Jugendschutz für Social Media an
Die Europäische Union strebt einen wirksamen Jugendschutz für Kinder und Jugendliche in den sozialen Medien an. Sie will Kindern unter 13 Jahren den Zugang zu sozialen Netzwerken verwehren und die Online-Aktivitäten von Teenagern einschränken, wie Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte. Den Plänen zufolge hätten Kinder unter 13 Jahren keinen Zugang zu sozialen Medien, während die 13- bis 15-Jährigen unter elterlicher Aufsicht einen eingeschränkten Zugang erhalten würden. Zudem würden Online-Plattformen dazu verpflichtet, ihre Sicherheit für ältere Jugendliche zu gewährleisten, sagte von der Leyen vor Abgeordneten in Straßburg. Die EU werde einen schrittweisen Ansatz mit maßgeschneiderten Schutzniveaus verfolgen.
Von der Leyen will Kanada als assoziiertes Mitglied
Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat Pläne ins Spiel gebracht, Kanada zu einem assoziierten Mitglied der Europäischen Union zu machen. Der Block müsse seine Partnerschaften dringend überdenken. "Ich möchte mit Ihnen daran arbeiten, Kanada die Tür zu öffnen, um das erste assoziierte Mitglied der EU zu werden", sagte von der Leyen am Mittwoch während einer Rede in Straßburg an den kanadischen Premierminister Mark Carney gewandt. "Wir teilen einen Ozean, dieselben Werte und dieselbe Sicht auf die Welt. Und wir werden nun auch unsere gemeinsame Zukunft aufbauen", sagte sie.
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September 16, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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