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MÄRKTE USA/Leichte Gewinne vor US-Zinsentscheidung erwartet

DJ MÄRKTE USA/Leichte Gewinne vor US-Zinsentscheidung erwartet

DOW JONES--Mit einem kleinen Plus dürfte die Wall Street zur Wochenmitte in den Handel starten. Der Future auf den S&P-500 verbessert sich um 0,3 Prozent. Teilnehmer sprechen allerdings von Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank im Verlauf. Eine Zinserhöhung wird mehrheitlich erwartet. Händler würden jedoch vor allem auf die Kommunikation der Fed und das Engagement der Währungshüter achten, die Inflation in den kommenden Monaten zu bekämpfen, schreibt Patrick Munnelly von der Tickmill Group in einer Research Note. Zudem werden die neuen Konjunktur-, Inflations- und Zinsprojektionen - der sogenannte "Dot Plot" - veröffentlicht.

"Entscheidend ist nicht nur, ob die Fed die Zinsen anhebt, sondern auch, ob der Anleihemarkt diesen Schritt für ausreichend hält", heißt es von der Tickmill Group. "Für Händler ist die Schlüsselfrage, ob der Fed-Vorsitzende Kevin Warsh eine falkenhafte Zinserhöhung durchführen kann, ohne einen ungeordneten Ausverkauf von Anleihen wiederzubeleben oder die Risikobereitschaft zu zerstören." Die Renditen am US-Anleihemarkt zeigen sich vor der US-Zinsentscheidung wenig verändert. Die Rendite zehnjähriger Papiere gibt um 2 Basispunkte auf 4,98 Prozent nach.

Leicht stützend wirken die etwas nachgebenden Ölpreise, die gleichwohl weiter auf einem sehr hohen Niveau bleiben. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 1,5 Prozent auf 107,16 Dollar. Der unerwartete Anstieg der US-Lagerbestände in der vergangenen Woche hilft, einige unmittelbare Versorgungssorgen zu lindern, heißt es. Berichten zufolge könnte außerdem die Wiederherstellung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien, mit der die weiter kaum passierbare Straße von Hormus umgangen werden kann, schneller erfolgen, als zunächst erwartet.

Für den Goldpreis geht es nach oben. Die Feinunze verteuert sich um 1,1 Prozent auf 4.341 Dollar. "Der Ausblick der Fed wird für Gold von entscheidender Bedeutung sein. Ein hawkisheres Signal dürfte den Druck durch höhere Renditen aufrechterhalten, während ein weniger aggressiver Straffungskurs es Gold ermöglichen könnte, wieder Unterstützung durch geopolitische Unsicherheit und die Nachfrage zur Portfolioabsicherung zu erhalten", so Soojin Kim von MUFG.

Der Dollar bewegt sich vor der Zinsentscheidung der Fed kaum von der Stelle. Der Dollar dürfte sich schwer tun zuzulegen, es sei denn, die US-Notenbank zementiert mit ihrer Entscheidung die Erwartungen an einen längeren Zinserhöhungszyklus, so Lee Hardman von der MUFG Bank.

Die vorbörslich veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzen zunächst keine Impulse. Der Einzelhandelsumsatz hat sich im August deutlicher erhöht als erwartet. Hier wurde eine Zunahme um 1,2 Prozent verzeichnet, während Ökonomen lediglich ein Plus von 0,8 Prozent prognostiziert hatten. Auch die Importpreise legten im August stärker zu als erwartet.

Die Intel-Aktie gewinnt vorbörslich 3,6 Prozent. SK Hynix könnte künftig Speicherchips in den USA produzieren. Wie Reuters berichtet, verhandelt der südkoreanische Konzern mit Intel über die Fertigung von Speicherchips in den USA. Jegliche Art von Deal könnte aber auf Widerstand der südkoreanischen Regierung stoßen, da das Chipgeschäft von SK Hynix als von nationaler Bedeutung angesehen werde, heißt es in dem Bericht weiter. Ein Intel-Sprecher sagte, der Konzern kommentiere keine Spekulationen. SK Hynix teilte mit, der Konzern prüfe verschiedene Optionen zur Stärkung seiner globalen Wettbewerbsfähigkeit, es sei aber nichts abschließend vereinbart worden.

Gewinne verzeichnen auch Aktien mit KI-Bezug. OpenAI hat offenbar erste Investorengespräche über eine neue Finanzierungsrunde geführt. Diese könnten das Unternehmen direkt nach der Veröffentlichung seines neuesten Spitzenmodells mit mehr als 1,2 Billionen US-Dollar bewerten, sagten mit der Angelegenheit vertraute Person. Der ChatGPT-Entwickler wurde im März nach dem Abschluss einer Finanzierung von 122 Milliarden Dollar durch Investoren wie Amazon, Nvidia und Softbank mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Sollte die neue Runde zustande kommen, würde sie dem Börsengang des Unternehmens vorausgehen, der nun für nächstes Jahr erwartet wird. Die Aktien von Nvidia gewinnen 0,9 Prozent, Amazon steigen um 0,4 Prozent.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,63 -0,03    4,67      4,63 
5 Jahre           4,80 -0,03    4,84      4,79 
10 Jahre          4,98 -0,02    5,01      4,97 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 
EUR/USD          1,1534  -0,1  -0,0009     1,1543   1,1540 
EUR/JPY          178,96  -0,0  -0,0200     178,98  179,0300 
EUR/CHF          0,9441  -0,1  -0,0006     0,9447   0,9452 
EUR/GBP          0,8573  +0,1   0,0012     0,8561   0,8558 
USD/JPY          155,13  +0,0   0,0500     155,08  155,1300 
GBP/USD          1,3451  -0,2  -0,0023     1,3474   1,3482 
USD/CNY          6,7068  -0,1  -0,0044     6,7112   6,7112 
USD/CNH          6,7075  -0,1  -0,0036     6,7111   6,7133 
AUS/USD          0,713  +0,0   0,0001     0,7129   0,7128 
Bitcoin/USD      75.837,11  -0,1   -61,92    75.899,03 75.994,56 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,74  -2,0   -2,09     105,83 
Brent/ICE         107,16  -1,5   -1,59     108,75 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.341,06  +1,1   48,37    4.292,69 
Silber           64,60  +1,5    0,95      63,65 
Platin         1.784,05  +0,5    8,22    1.775,82 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 16, 2026 08:43 ET (12:43 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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