DJ Aktien Schweiz etwas fester - US-Zinsentscheidung im Blick
DOW JONES--Mit leichten Gewinnen hat der schweizerische Aktienmarkt zur Wochenmitte geschlossen. Jedoch herrschte im Vorfeld der mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung der US-Notenbank am Abend Zurückhaltung, hieß es. Eine Zinserhöhung wird vom Markt mehrheitlich erwartet. Die Voraussetzungen für eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank sind durch einen sich ausweitenden Konflikt im Nahen Osten geschaffen worden, der die Ölpreise in die Höhe getrieben und die Inflationserwartungen verstärkt hat.
Weitaus wichtiger als der eigentliche Zinsschritt sind laut Marktteilnehmern wie ActivTrades-Analyst Frank Sohlleder aber die zeitgleich veröffentlichten neuen Konjunktur-, Inflations- und Zinsprojektionen - der sogenannte "Dot Plot". Dieser Ausblick berge Überraschungspotenzial. Das Problem für die Märkte ist, dass die US-Notenbank unter Warsh ihren bislang üblichen Hinweis auf den geldpolitischen Kurs (Forward Guidance) zurückgefahren hat, also zunehmend darauf verzichtet, künftige Zinsschritte vorab zu signalisieren. Im Blick haben die Akteure daher auch das genaue Abstimmungsverhältnis innerhalb der Fed.
Gestützt wurde das Sentiment auch vom deutlicher nachgebenden Ölpreis. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduzierte sich um 3,3 Prozent auf 105,19 Dollar. Berichten zufolge könnte die Wiederherstellung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien, mit der die weiterhin kaum passierbare Straße von Hormus umgangen werden kann, schneller erfolgen, als zunächst mit einigen Wochen veranschlagt.
Der SMI verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 13.869 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursgewinner und sieben -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 25,42 (zuvor: 26,34) Millionen Aktien.
Bei den Einzelwerten baute die UBS-Aktie ihre Vortagesverluste noch leicht aus und verlor weitere 0,2 Prozent. Marktteilnehmer hatten auf eine Abstimmung über einen abgeschwächten Regulierungsvorschlag mit Blick auf Eigenkapitalanforderungen verwiesen sowie auf Aussagen des Bank-of-America-Chefs zu weitgehend stagnierenden Handelserträgen und Investmentbanking-Gebühren.
Die Index-Schwergewichte zeigten sich mit einer uneinheitlichen Tendenz. Während es für die Roche-Aktie um 0,5 Prozent nach oben ging und Novartis 0,4 Prozent gewannen, verloren die Papiere von Nestle 0,3 Prozent. Auch die Richemont-Aktie erholte sich etwas von den Vortagesabgaben und stieg um 0,5 Prozent. Hier hatten schwache chinesische Einzelhandelsdaten belastetet.
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September 16, 2026 11:51 ET (15:51 GMT)
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