Anzeige
Mehr »
Mittwoch, 16.09.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Kommerzialisierung der "Super-Exosomen"
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
290 Leser
Artikel bewerten:
(1)

MÄRKTE EUROPA/Leicht nach oben vor Zinsentscheid der US-Notenbank

DJ MÄRKTE EUROPA/Leicht nach oben vor Zinsentscheid der US-Notenbank

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben zu Wochenmitte zugelegt. Allerdings sprachen Teilnehmer im Vorfeld der mit Spannung erwarteten US-Zinsentscheidung am Abend von Zurückhaltung. Der DAX erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 25.538 Punkte, der Euro-Stoxx-50 stieg ebenfalls um 0,5 Prozent auf 6.267 Punkte. Von den veröffentlichten EU-Konjunkturdaten ging kein Impuls aus. Die Industrieproduktion ist trotz besserer Stimmung im Juli erneut um 0,1 Prozent gesunken, wobei Ökonomen jedoch einen stärkeren Rückgang vorhergesagt hatten.

Der als Inflationstreiber geltende Ölpreis gab deutlich nach, verharrte aber auf seinem erhöhten Niveau. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent fiel um 3,2 Prozent auf 105,23 Dollar. Berichten zufolge könnte die Wiederherstellung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien, mit der die weiter kaum passierbare Straße von Hormus umgangen werden kann, schneller vonstattengehen, als zunächst mit einigen Wochen veranschlagt.

An den Märkten hat sich nach zuletzt sehr robusten US-Arbeitsmarktdaten und weiter hohen Inflationsdaten und auch mit Blick auf den Ölpreisanstieg die Erwartung durchgesetzt, dass eine US-Zinserhöhung unverzichtbar ist. Die US-Zehnjahresrendite ist nach dem Vortages- und Mehrjahreshoch von 5,04 Prozent leicht auf 4,96 Prozent zurückgekommen. Marktteilnehmer sahen das als eine Art Vorschusslorbeeren für die erwartete Zinsanhebung, weil die US-Notenbank damit zeigen würde, dass sie es auch unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh ernst meint mit der Inflationsbekämpfung.

Weitaus wichtiger als der eigentliche Zinsschritt sind laut Marktteilnehmern wie ActivTrades-Analyst Frank Sohlleder aber die zeitgleich veröffentlichten neuen Konjunktur-, Inflations- und Zinsprojektionen - der sogenannte Dot Plot. Dieser Ausblick berge Überraschungspotenzial. Das Problem für die Märkte ist, dass die US-Notenbank unter Warsh ihren bislang üblichen Hinweis auf den geldpolitischen Kurs (Forward Guidance) zurückgefahren hat, also zunehmend darauf verzichtet, künftige Zinsschritte vorab zu signalisieren. Im Blick haben die Akteure daher auch das genaue Abstimmungsverhältnis innerhalb der Fed.

Die US-Einzelhandelsumsätze setzten keinen Impuls. Diese hatten sich im August deutlicher erhöht als erwartet. Hier wurde eine Zunahme um 1,2 Prozent verzeichnet, während Ökonomen lediglich ein Plus von 0,8 Prozent prognostiziert hatten.

Autoaktien lagen schwach im Markt. Der Stoxx-Subindex büßte 0,4 Prozent ein. Händler verwiesen auf das ungünstige Marktumfeld mit hohen Ölpreisen und dadurch verstärkte Inflations- und Zinssorgen. Das belaste konjunkturabhängige Aktien wie die der Auto-Hersteller besonders.

Die BMW-Aktie verlor nach Anfangsgewinnen 1,2 Prozent, obwohl Berenberg die Aktie auf "Buy" hochgestuft hat. Zugleich senkten die Analysten das Kursziel für Mercedes-Benz und stuften die Aktie von Stellantis auf "Neutral" ab. Berenberg verwies hier auf Gegenwind durch China, geopolitische Risiken und Inflation. Mercedes-Benz fielen um 2,6 Prozent, Stellantis büßten 3,3 Prozent ein. Renault sackten sogar um 4,5 Prozent ab, VW gaben um 2,3 Prozent nach. Mit Blick auf BMW sprachen die Berenberg-Analysten von solideren Erwartungen nach der Gewinnwarnung im Juni und von anhaltender fundamentaler Stärke. Kepler hat unterdessen das VW-Kursziel erhöht und rät weiter zum Kauf der Aktie.

Auf Erholungskurs zeigten sich "KI-Aktien", nachdem sie zu Wochenbeginn wegen Bedenken hinsichtlich der Risiken des KI-Einsatzes stark verkauft wurden. Bei Elmos Semiconductor trieb zusätzlich eine Kaufempfehlung durch Metzler, die Aktie gewann 3,3 Prozent. ASML rückten um 1,3 Prozent vor, und Suss Mirotec stiegen um 4,0 Prozent.

Die Infineon-Aktie gewann 1,2 Prozent. Nur kurzzeitig belastete hier die Nachricht, dass sich der Konzern von einem Teil seines Geschäfts mit Speicher-Chips trennt. Infineon verkauft für 1,12 Milliarden US-Dollar einen Teil seines Geschäfts mit Speicherlösungen an das taiwanische Unternehmen Winbond Electronics. Das Geschäft mit NOR-Flash- und F-RAM-Speichern umfasst ein Produktportfolio für die Automobilbranche, Industrie und Infrastruktur.

In Paris machten Soitec einen Satz um 13,4 Prozent. JP Morgan hat die Aktie des Herstellers von Halbleitermaterialien auf "Overweight" hochgestuft.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.267       +0,5          +7,7 
Stoxx-50        5.313       +0,3          +7,7 
Stoxx-600        637       +0,5          +7,1 
DAX          25.538       +0,5          +3,7 
FTSE-100 London    10.688       +0,4          +7,3 
CAC-40 Paris      8.141       +0,6          -0,7 
AEX Amsterdam     1.096       +0,0         +15,2 
ATHEX-20 Athen     6.920       +0,1         +29,3 
BEL-20 Brüssel     5.733       +0,2         +12,7 
IBEX-35 Madrid    19.636       +0,4         +13,0 
SMI Zürich      13.869       +0,4          +4,1 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:15 
EUR/USD          1,1535  -0,1  -0,0008     1,1543   1,1540 
EUR/JPY          179,02  +0,0  0,0400     178,98  179,0300 
EUR/CHF          0,9448  +0,0  0,0001     0,9447   0,9452 
EUR/GBP          0,8579  +0,2  0,0018     0,8561   0,8558 
USD/JPY          155,21  +0,1  0,1300     155,08  155,1300 
GBP/USD          1,3439  -0,3  -0,0035     1,3474   1,3482 
USD/CNY          6,706  -0,1  -0,0052     6,7112   6,7112 
USD/CNH          6,7056  -0,1  -0,0055     6,7111   6,7133 
AUS/USD          0,7129  0,0  0,0000     0,7129   0,7128 
Bitcoin/USD      75.752,81  -0,2  -146,22    75.899,03 75.994,56 
 
ROHÖL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         102,36  -3,3   -3,47     105,83 
Brent/ICE         105,23  -3,2   -3,52     108,75 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.349,37  +1,3   56,68    4.292,69 
Silber           64,50  +1,3   0,85      63,65 
Platin         1.784,78  +0,5   8,96    1.775,82 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/brb

(END) Dow Jones Newswires

September 16, 2026 12:14 ET (16:14 GMT)

Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.

© 2026 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die besonders stark vom explodierenden Energiehunger der KI profitieren könnten – und bei Anlegern bislang teilweise noch unter dem Radar laufen.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und die nächsten Gewinner des KI-Booms entdecken!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.