BERLIN (dpa-AFX) - Jeder Zweite sieht die schlechte personelle Ausstattung deutscher Schulen als Ursache für die schwachen Ergebnisse in der jüngsten Pisa-Bildungsstudie. In einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nannten 56 Prozent der Befragten diesen Grund. Mit 53 Prozent folgte knapp dahinter das Freizeitverhalten der Kinder, etwa zu viel Zeit am Handy. 45 Prozent sehen die Ursachen in den Lehrplänen, 41 Prozent in der frühkindlichen Bildung.
Die Befragten wurden gebeten, aus einer Liste alle Punkte auszuwählen, die sie als Ursache der Pisa-Ergebnisse ansehen. In der jüngsten Auflage der internationalen Vergleichsstudie schnitten die 15-Jährigen in Deutschland so schlecht ab wie nie zuvor. Etwa jedem vierten Jugendlichen fehlten Basiskompetenzen in den Naturwissenschaften. Beim Lesen und in Mathematik galt das sogar für ein Drittel der Schülerinnen und Schüler.
Auf die Frage, wen sie in der Bildungspolitik nun vor allem in der Verantwortung sehen, nannten 35 Prozent die Landesregierungen, die über die Kultusministerkonferenz Veränderungen zwischen den Ländern koordinieren sollten. 24 Prozent sehen die einzelnen Landesregierungen in der Pflicht, vor Ort zu handeln. 25 Prozent finden, die Bundesregierung müsse mehr Förderprogramme auflegen.
Für die Umfrage wurden zwischen dem 11. und 14. September 2026 2.161 Wahlberechtigte befragt./vsr/DP/zb
