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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

TAGESTHEMA

Die US-Notenbank hat wie erwartet zum ersten Mal seit drei Jahren die Zinsen angehoben- und zwar einstimmig. Die Spanne des Leitzinses liegt nun bei 3,75 bis 4,00 Prozent, 25 Basispunkte höher. Die große Mehrheit der Notenbanker rechnet zudem laut der veröffentlichten Zinsprognosen mit einer weiteren Anhebung in diesem Jahr. "Die heutige geldpolitische Maßnahme wird eine rechtzeitigere Rückkehr zum 2-Prozent-Ziel des Ausschusses unterstützen", teilte der zinsgebende Offenmarktausschuss (FOMC) in seiner Grundsatzerklärung mit. Er verwies auf die erhöhte Unsicherheit, die teilweise auf die Geopolitik zurückzuführen sei. Zudem ließ er frühere Formulierungen weg, die die erhöhte Inflation teilweise auf Angebotsschocks zurückgeführt hatten.

Fed-Chairman Kevin Warsh machte in seinen Erläuterungen wenig Hoffnung, dass die Zinserhöhung ein einmaliges Ereignis sein würde. Unter anderem betonte er die weiter zu hohe Inflation. Auf die Frage, ob die Geldpolitik nach der Anhebung die Wirtschaftsaktivität belaste, sagte Warsh, er "finde es schwierig, die Finanzierungsbedingungen als restriktiv zu bezeichnen", und die meisten seiner Kollegen bei der Fed stimmten dem zu. Warsh sagte, die Anhebung der Zinsen um 0,25 Prozentpunkte habe lediglich "eine Dosis an Lockerheit entfernt". Dies deute darauf hin, dass die Vertreter möglicherweise restriktivere Finanzierungsbedingungen sehen wollten, d.h. einen weniger überhitzten Aktienmarkt und höhere Anleiherenditen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  14:30 Baubeginne/-genehmigungen August 
     Baubeginne 
     PROGNOSE: +4,9% gg Vm 
     zuvor:  -12,4% gg Vm 
     Baugenehmigungen 
     PROGNOSE: -3,0% gg Vm 
     zuvor:  +5,0% gg Vm 
 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 207.000 
     zuvor:  206.000 
 
  14:30 Philadelphia-Fed-Index September 
     PROGNOSE: 34,0 
     zuvor:  47,4 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index                zuletzt   +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.593,75   +0,5 
E-Mini-Future Nasdaq-100      29.109,75   +0,5 
S&P/ASX 200 (Sydney)        8.721,50   +0,3 
Topix-500 (Tokio)          4.085,28   +0,6 
Kospi (Seoul)            6.721,72   +0,1 
Shanghai-Composite         3.881,60   -0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong)     24.490,62   -0,9 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

An den Börsen in Ostasien und Australien zeigt sich am Donnerstag keine einheitliche Tendenz. Während etwa die Aktienmärkte in Tokio, Südkorea und Sydney von dem wieder gesunkenen Ölpreis profitieren, geht es an den chinesischen Börsen mit den Kursen nach unten. Marktteilnehmer verweisen auf die zuletzt überwiegend schwachen chinesischen Konjunkturdaten. Auch höhere Zinsen dämpften die Kauflaune, heißt es: Nachdem die US-Notenbank am späten Mittwoch den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben hatte, zog die Hong Kong Monetary Authority HKMA am Donnerstag direkt nach und erhöhte ebenfalls die Zinsen. Der Hongkong-Dollar ist an den US-Dollar gekoppelt. Nun warten Anleger gespannt auf die Zinsentscheidungen der Bank of England am Donnerstag und der Bank of Japan am Freitag.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.461,90  -1,2  -631,21    52.093,11 
S&P-500    7.551,81  -0,5  -33,92    7.585,73 
NASDAQ Comp 25.978,43  -0,0   -3,15    25.981,57 
NASDAQ 100  28.945,06  +0,0   +7,22    28.937,84 
 
           Mittwoch  Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,37 Mrd  1,17 Mrd 
Gewinner       1.094    911 
Verlierer      1.645   1.845 
Unverändert       98     85 
 

Etwas leichter - US-Aktien gaben nach und die Renditen von US-Staatsanleihen erreichten teils weitere Mehrjahreshochs, nachdem die US-Notenbank die Zinsen zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren angehoben hatte. Dazu signalsierte der sogenannte Dot Plot, dass im laufenden Jahr noch eine weitere Zinserhöhung anstehen könnte. Vor der Pressekonferenz des neuen Notenbankchefs Warsh seien Aktien und Anleihen relativ stabil gewesen, sie seien dann etwas unter Druck geraten, weil Warsh sich weigerte zu sagen, wie viele weitere Zinserhöhungen erforderlich sein könnten, um die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel der Fed zurückzuführen. "Er sendet definitiv keine klaren Botschaften", monierte Allyson Heumann, Professorin an der Freeman School of Business der Tulane University. Der Anleihemarkt wolle aber wissen, wohin die Reise gehe. Starke Wirtschaftsdaten könnten derweil der US-Notenbank Spielraum geben, ihren Kampf gegen die Inflation fortzusetzen. Die Einzelhandelsumsätze stiegen im August mit 1,2 Prozent stärker als erwartet. Aber auch abseits der Tankstellen zeigten die Umsätze eine gewisse Stärke. Technologieaktien zeigten sich relativ unverändert. Intel gewannen 4,0 Prozent, die ADR von SK Hynix bewegten sich kaum nach der Meldung, dass SK Hynix zukünftig in den USA Chips mit Intel fertigen könnte.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre   4,72   +0,06 
10 Jahre   5,00   +0,01 
30 Jahre   5,35   -0,01 
 

Nach der Zinserhöhung der US-Notenbank und einem Dot-Plot, der für das laufende Jahr eine mögliche weitere Zinserhöhung signalisierte, zogen die Renditen der Anleihen an, vor allem am kurzen Ende.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Mi, 9:15 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1464  0,0   1,1464     1,1550  -2,4 
EUR/JPY          178,82  -0,2   179,16     178,94  -2,8 
EUR/GBP          0,8565  +0,0   0,8564     0,8565  -1,7 
USD/JPY          155,94  -0,2   156,27     154,91  -0,5 
USD/KRW         1.382,90  +0,4  1.376,88    1.365,58  -4,0 
USD/CNY          6,7080  +0,0   6,7060     6,7065  -4,1 
USD/CNH          6,7086  -0,1   6,7125     6,7073  -3,8 
USD/HKD          7,8455  +0,0   7,8447     7,8440  +0,8 
AUD/USD          0,7109  +0,3   0,7086     0,7133  +6,6 
NZD/USD          0,5726  +0,3   0,5712     0,5758  -0,5 
BTC/USD        76.350,27  +0,3 76.128,32    75.842,31 -12,9 
 

Der Dollar zog nach der Zinserhöhung und den eher falkenhaften geldpolitischen Signalen der US-Notenbank deutlich an. Der Euro gab um 0,6 Prozent nach auf rund 1,1470 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.296,33  +0,8   34,24    4.262,09 
Silber           63,70  +1,2    0,74      62,96 
Platin         1.778,36  +1,5   26,61    1.751,75 
 

Der Goldpreis bewegte sich unter dem Strich kaum, zuletzt kostete die Feinunze in den USA 4.272 Dollar. Nach den falkenhaften Fed-Signalen war er vom Tageshoch bei 4.360 deutlicher abgesackt, machte dann aber einen Teil des Rücksetzers wieder gut.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,80  -0,6   -0,63     102,43 
Brent/ICE         105,52  -0,3   -0,31     105,83 
 

Die Ölpreise gaben deutlicher nach. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent reduzierte sich um 3,1 Prozent auf 105,51 Dollar. Berichten zufolge könnte die Wiederherstellung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien, mit der die weiter kaum passierbare Straße von Hormus umgangen werden kann, schneller erfolgen als zunächst erwartet.

MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR

EU / KANADA / USA

Die Aufnahme Kanadas als assoziiertes Mitglied der Europäischen Union könnte nach Aussage von US-Präsident Donald Trump ein "feindseliger Akt" sein. Er drohte europäischen Ländern mit zusätzlichen Zöllen. Der Präsident bezeichnete den Vorschlag als "lächerlich" und charakterisierte Kanada als "furchtbaren Handelspartner". Die Äußerungen folgten auf Aussagen von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass sie daran arbeiten wolle, Kanada zum ersten assoziierten Mitglied des Blocks zu machen.

BANCO CENTRAL DO BRASIL (BCB)

Die brasilianische Zentralbank hat den Leitzins SELIC auf 13,75 von 14,00 Prozent gesenkt.

NEUSEELAND / BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)

Das Bruttoinlandsprodukt stieg im Quartal um 0,2 Prozent nach einem Wachstum von 0,9 Prozent im ersten Quartal, wie Stats NZ am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hatten ein Wachstum von 0,1 Prozent in diesem Quartal erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal um 2,6 Prozent.

SINGAPUR / EXPORTE

Die Nicht-Öl-Exporte des südostasiatischen Handelszentrums stiegen im August um 46,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie Enterprise Singapore am Donnerstag mitteilte. Dies übertraf den revidierten Anstieg von 24,1 Prozent im Juli und lag über der in einer Umfrage des Wall Street Journal prognostizierten Wachstumsrate von 35,0 Prozent.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos

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September 17, 2026 01:47 ET (05:47 GMT)

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