Die Staige One AG hat im ersten Halbjahr 2026 den Verlust deutlich reduziert und nach Einschätzung von SMC-Research zugleich einen wichtigen Durchbruch im neuen Geschäftsfeld Staige for Industries erzielt. Mit dem Auftrag einer deutschen Sicherheitsbehörde und einem Pilotbetrieb am Dortmunder Hauptbahnhof verfüge das Unternehmen nun über zwei aussagekräftige Referenzen außerhalb des Sports. SMC-Research-Analyst Adam Jakubowski sieht darin eine erhebliche Signalwirkung für den weiteren Vertrieb. Trotz reduzierter Umsatzschätzungen bestätigt SMC-Research das Kursziel von 3,25 Euro und das Urteil "Speculative Buy".
Im angestammten Sportgeschäft bleibe das Tempo demgegenüber hinter den Planungen zurück. Die Umstellung der Lizenzkunden auf die neue Kamerageneration und der Roll-out im Pferdesport seien zwar angelaufen, kämen aber langsamer voran als erhofft. Dadurch habe sich ein erheblicher Teil der für 2026 erwarteten Erlöse in das zweite Halbjahr verschoben. Entsprechend habe Staige die Umsatzprognose auf 3,0 bis 3,5 Mio. Euro reduziert. SMC-Research greife dies mit einer Schätzung von 3,1 Mio. Euro am unteren Ende der Spanne auf.
Ermutigend sei laut SMC-Research, dass Staige die Kostenbasis inzwischen deutlich verschlankt habe. Der Personalabbau, das Auslaufen der Sale-and-Lease-Back-Verträge und niedrigere Sachkosten hätten den EBITDA-Fehlbetrag im ersten Halbjahr auf -0,47 Mio. Euro mehr als halbiert. Den EBITDA-Breakeven auf Jahresbasis erwartet SMC-Research weiterhin für 2027, dann allerdings nur exakt auf der Nulllinie. Staige selbst strebe bereits für das zweite Halbjahr 2026 den operativen Breakeven an.
Eine Folge der wiederholten Planverfehlungen sei allerdings eine sehr angespannte Bilanz. Das Eigenkapital sei zum 30. Juni vollständig aufgezehrt gewesen, die Liquidität sei knapp und das Unternehmen weise selbst auf bestandsgefährdende Risiken hin, falls die Planungen erneut verfehlt oder die Gesellschafterdarlehen und die Kontokorrentlinie nicht fortgeführt würden. Dass adesso und Malo in diesem Jahr weitere Mittel bereitgestellt hätten, wertet SMC-Research als wichtiges Signal. Auf Dauer ersetze dies aber keine Stärkung der Eigenkapitalbasis, weswegen SMC-Research im Modell weiterhin eine Kapitalerhöhung unterstellt.
Unter dem Strich bestätigt SMC-Research das Kursziel von 3,25 Euro, da die gesenkten Umsatzschätzungen durch den niedrigeren Diskontierungszins ausgeglichen würden. Gegenüber dem aktuellen Kurs entspreche dies einem Potenzial von 34 Prozent, das allerdings weiterhin mit einem hohen Prognoserisiko einhergehe. SMC-Research bestätigt daher das Urteil "Speculative Buy".
(Quelle: Aktien-Global-Researchguide, 17.09.2026 um 8:30 Uhr)
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Die dieser Zusammenfassung zugrundeliegende Finanzanalyse wurde am 17.09.2026 um 6:47 Uhr fertiggestellt und am 17.09.2026 um 8:15 Uhr veröffentlicht.
Sie kann unter der folgenden Adresse eingesehen werden: https://www.smc-research.com/wp-content/uploads/2026/09/2026-09-17-SMC-Update-StaigeOne_frei.pdf
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