DJ MARKT USA/Festere Eröffnung nach US-ZInsentscheidung deutet sich an
An der Wall Street deutet sich zur Eröffnung am Donnerstag ein deutlicheres Plus an. Der Future auf den S&P-500 erhöht sich um 0,8 Prozent, der Nasdaq-Terminkontrakt gewinnt 1,1 Prozent. Die US-Notenbank hatte am Vortag wie mehrheitlich erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Die Fed hob die Zinsen damit zum ersten Mal seit drei Jahren an. Die Aussagen von Fed-Chairman Kevin Warsh werden als Zeichen für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr interpretiert und einige Analysten meinen, dass die Fed das Vertrauen des Marktes in ihr Engagement zur Bekämpfung der erhöhten Inflation gestärkt hat. Zudem erfolgte der Beschluss diesmal einstimmig.
Die entscheidendere Frage nach der Zinserhöhung sei, ob es sich um eine einmalige Sache handele oder ob dies den Beginn eines weiteren Straffungszyklus markiere, meint Steve Rick, Chefvolkswirt bei TruStage. "Höhere Ölpreise infolge des andauernden Konflikts im Nahen Osten könnten die Inflation hoch halten, aber die Geldpolitik wirkt mit langen und variablen Verzögerungen, und zusätzliche Erhöhungen würden Verbraucher und Unternehmen, die bereits mit erhöhten Kreditkosten konfrontiert sind, weiter unter Druck setzen", sagt er. "Es war wichtig, eine geschlossene US-Notenbank zu sehen, die einen Schlussstrich unter alle potenziellen Marktbedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Fed zieht", so Impax Asset Management.
Stützend wirken auch die weiter nachgebenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 1,4 Prozent auf 104,42 Dollar. Hier stützt weiterhin die Aussicht auf eine schneller als gedacht vonstattengehende Instandsetzung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien. Die nachgebenden Ölpreise spiegeln laut Samer Hasn von XS.com den wachsenden Optimismus wider, dass die Unterbrechung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten eingedämmt werden kann.
Für die Renditen am US-Anleihemarkt geht es leicht nach unten. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 1 Basispunkt auf 4,99 Prozent. Der Rückgang spiegelt das gestiegene Vertrauen der Märkte in die Entschlossenheit der Fed wider, die Inflation zeitnah wieder auf den Zielwert zu bringen. "Die einstimmige Abstimmung des Offenmarktausschusses sagt mehr aus als die Anhebung um 25 Basispunkte selbst", sagt Natalia Lojevsky, Geschäftsführerin von CIFC Asset Management. "Dass zwölf Mitglieder der ersten Zinserhöhung der Fed seit 2023 zustimmen und der aktualisierte Dot-Plot eine weitere vor Jahresende signalisiert, bestätigt, was der Anstieg der Realzinsen bereits aussagte: einen höheren neutralen Zinssatz, nicht nur einen höheren Pfad dorthin", so die Teilnehmerin.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/ros/cln
(END) Dow Jones Newswires
September 17, 2026 06:08 ET (10:08 GMT)
Copyright (c) 2026 Dow Jones & Company, Inc.
