DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Bank of England lässt Leitzins wie erwartet unverändert
Die Bank of England (BoE) hat ihre Geldpolitik wie erwartet unverändert gelassen. Wie die BoE mitteilte beließ der geldpolitische Ausschuss (MPC) den Reposatz bei 3,75 Prozent. Für unveränderte Zinsen stimmten sechs MPC-Mitglieder, für eine Zinsanhebung drei. Wie es im geldpolitischen Statement heißt, sehen die MPC-Mitglieder bislang wenig Anzeichen für wesentliche Zweitrundeneffekte bei der Preis- und Lohnfindung. "Das Risiko solcher Effekte, denen die Geldpolitik entgegenwirken muss, ist jedoch umso größer, je länger die höheren Energiepreise anhalten oder je volatiler sie sind", heißt es weiter. Der Ausschuss steht nach eigener Aussage bereit, bei Bedarf zu handeln, um sicherzustellen, dass die Verbraucherpreisinflation auf Kurs bleibt, um mittelfristig das 2-Prozent-Ziel zu erreichen.
Eurostat revidiert Inflationsanstieg im August etwas nach unten
Die Inflation im Euroraum ist im August etwas weniger deutlich als erwartet gestiegen. Wie die Statistiker in zweiter Veröffentlichung mitteilte, erhöhten sich die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 3,2 (Juli: 2,9) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Vorläufig war eine Teuerung von 3,3 Prozent gemeldet worden. Die Kernverbraucherpreise stiegen um 0,2 und 2,4 (2,5) Prozent. Das entsprach den Ergebnissen der Vorabschätzung. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak verteuerten sich mit einer Jahresrate von 1,1 (1,2) Prozent und Energie um 14,3 (10,3) Prozent. Bei Industriegütern ohne Energie stieg die Teuerung auf 1,2 (0,9) Prozent, während sie bei Dienstleistungen auf 3,0 (3,3) Prozent sank.
Auftragsbestand deutscher Industrie steigt im Juli um 1,5%
Der reale Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt um 1,5 Prozent gestiegen. Wie Destatis mitteilte, stieg der Auftragsbestand gegenüber dem Vorjahresmonats kalenderbereinigt um 10,9 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte damit abermals ein neues Allzeithoch. Dies ist nach Angaben der Statistiker überwiegend auf den hohen Auftragsbestand im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge) zurückzuführen, der auf Monatssicht um 3,0 Prozent stiegen, und die wo Fertigungsdauer vergleichsweise lang sind. Die Reichweite des Auftragsbestands stieg erstmals seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2015 auf 9,0 (Juni: 8,9) Monate.
Taiwans Zentralbank hält Zinsen trotz höherer Energiekosten stabil
Taiwans Zentralbank hat die Zinssätze das zehnte Quartal in Folge unverändert gelassen.
Die Entscheidung war als knapp erwartet worden. Die vom Wall Street Journal befragten Ökonomen waren nahezu gleichmäßig geteilter Meinung, ob die Währungshüter die Zinsen anheben oder beibehalten würden. Letztere behielten Recht, da die Zentralbank der Republik China (Taiwan) beschloss, den Leitzins bei 2,000 Prozent zu belassen. Die Zinssätze für besicherte und unbesicherte Kredite wurden bei 2,375 Prozent bzw. 4,250 Prozent belassen.
EU könnte Altersverifizierung für Social-Media-Konten vorschreiben
Soziale Netzwerke könnten dazu verpflichtet werden, Altersverifizierungstools einzusetzen, um Jugendliche im Alter von unter 15 Jahren daran zu hindern, in der EU eigene Konten einzurichten. Dies ist Teil eines vorgeschlagenen Regelwerks, das den Zugang von Minderjährigen zu sozialen Medien einschränken soll. Der sogenannte "Kids Act" der EU, der am Donnerstag formell vorgestellt wurde, würde Kindern unter 13 Jahren den Zugang zu sozialen Medien verbieten und ein EU-weites Mindestalter von 15 Jahren für Minderjährige festlegen, um eigene Konten zu eröffnen. Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren könnten über das Konto ihrer Eltern oder Erziehungsberechtigten eingeschränkte Konten einrichten.
Schweiz Aug Handelsbilanz Überschuss 5,606 Mrd CHF
Schweiz Aug Exporte 23,050 Mrd CHF
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September 17, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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