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MÄRKTE USA/Wall Street mit Gewinnen erwartet - Renditen und Ölpreise fallen

DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit Gewinnen erwartet - Renditen und Ölpreise fallen

DOW JONES--An der Wall Street deuten sich zur Eröffnung am Donnerstag deutliche Gewinne an. Der Future auf den S&P-500 erhöht sich um 1,4 Prozent, der Nasdaq-Terminkontrakt steigt um 1,7 Prozent. Teilnehmer verweisen vor allem auf zurückgehende Renditen am Anleihemarkt und die weiter fallenden Ölpreise. Die US-Notenbank hatte am Vortag wie mehrheitlich erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Die Fed hob die Zinsen damit zum ersten Mal seit drei Jahren an. Die Aussagen von Fed-Chairman Kevin Warsh werden als Zeichen für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr interpretiert, und einige Analysten meinen, dass die Fed das Vertrauen des Marktes in ihr Engagement zur Bekämpfung der erhöhten Inflation gestärkt hat. Zudem erfolgte der Beschluss diesmal einstimmig.

Die entscheidendere Frage nach der Zinserhöhung sei, ob es sich um eine einmalige Sache handele oder ob dies den Beginn eines weiteren Straffungszyklus markiere, meint Steve Rick, Chefvolkswirt bei TruStage. "Höhere Ölpreise infolge des andauernden Konflikts im Nahen Osten könnten die Inflation hoch halten, aber die Geldpolitik wirkt mit langen und variablen Verzögerungen, und zusätzliche Erhöhungen würden Verbraucher und Unternehmen, die bereits mit erhöhten Kreditkosten konfrontiert sind, weiter unter Druck setzen", sagt er. "Es war wichtig, eine geschlossene US-Notenbank zu sehen, die einen Schlussstrich unter alle potenziellen Marktbedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Fed zieht", so Impax Asset Management.

Positiv wirken die weiter nachgebenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 1,4 Prozent auf 104,42 Dollar. Hier stützt weiterhin die Aussicht auf eine schneller als gedacht erfolgende Instandsetzung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien. Die nachgebenden Ölpreise spiegeln laut Samer Hasn von XS.com den wachsenden Optimismus wider, dass die Unterbrechung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten eingedämmt werden kann.

Für die Renditen am US-Anleihemarkt geht es kräftig nach unten. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 6 Basispunkte auf 4,95 Prozent. Der Rückgang spiegelt das gestiegene Vertrauen der Märkte in die Entschlossenheit der Fed wider, die Inflation zeitnah wieder auf den Zielwert zu bringen. "Die einstimmige Abstimmung des Offenmarktausschusses sagt mehr aus als die Anhebung um 25 Basispunkte selbst", sagt Natalia Lojevsky, Geschäftsführerin von CIFC Asset Management. "Dass zwölf Mitglieder der ersten Zinserhöhung der Fed seit 2023 zustimmen und der aktualisierte Dot-Plot eine weitere vor Jahresende signalisiert, bestätigt, was der Anstieg der Realzinsen bereits aussagte: einen höheren neutralen Zinssatz, nicht nur einen höheren Pfad dorthin", so die Teilnehmerin.

Der Goldpreis verbessert sich um 2,5 Prozent auf 4.370 Dollar je Feinunze. Die Preisentwicklung hänge zunehmend vom Tempo der US-Zinserhöhungen ab, erläutert Soojin Kim von MUFG. Die Inflation und die erhöhten Renditen von Staatsanleihen begrenzten das Aufwärtspotenzial von Gold, trotz der Unterstützung durch geopolitische Faktoren und den Status als sicherer Hafen.

Der Dollar gibt einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,2 Prozent. Die Signale der Fed für eine weitere Straffung sollten es den Märkten ermöglichen, eine weitere Zinserhöhung im Oktober vollständig einzupreisen, sofern die Daten und die Ölpreise dies rechtfertigen, so Francesco Pesole von ING. Das Bekenntnis der Fed zur geldpolitischen Disziplin sei ebenso wie die weiterhin hohen Ölpreise stützend für den Dollar.

Die vor der Startglocke veröffentlichten Konjunkturdaten setzen keinen Impuls. Die wöchentlichen Erstanträge fielen niedriger aus als prognostitiert. Der Philadelphia-Fed-Index für den September ging zwar gegenüber dem Vormonat zurück, aber nicht so stark wie erwartet. Die Baubeginne gingen im August dagegen um 2,6 Prozent zurück, während die Ökonomen hier mit einem Anstieg um 4,9 Prozent gerechnet hatten.

Der Ölkonzern Exxonmobil steht kurz vor Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung zur Prüfung von Investitionen in mehrere venezolanische Ölfelder und verhandelt über eine mögliche Rückkehr in das Land fast zwei Jahrzehnte nach seinem Ausstieg. Exxon könnte bereits in diesem Monat eine Absichtserklärung mit dem staatlichen Unternehmen Petróleos de Venezuela unterzeichnen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Aktien geben mit den weiter fallenden Ölpreisen allerdings um 1,0 Prozent nach.

Salesforce strebt bis zum Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von mehr als 63 Milliarden US-Dollar an, was über den Konsensschätzungen der Wall Street liegt. Analysten kalkulieren für das Unternehmen laut Factset im Schnitt mit einem Jahresumsatz von 60,66 Milliarden Dollar. Der Langfristausblick von Salesforce folgt auf die Anhebung der Prognose im August. Damals meldete Salesforce mehr Gewinn und Umsatz im zweiten Quartal und führte dies auf die gestiegene Nachfrage nach Produkten im Bereich der Künstliche Intelligenz (KI) und Daten zurück. Die Salesforce-Aktie verliert dennoch 2,2 Prozent.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,68 -0,05    4,73      4,67 
5 Jahre           4,80 -0,06    4,86      4,79 
10 Jahre          4,95 -0,06    5,01      4,95 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 
EUR/USD          1,1490  +0,2   0,0026     1,1464   1,1539 
EUR/JPY          178,66  -0,3  -0,5000     179,16  178,9400 
EUR/CHF          0,9463  -0,0  -0,0002     0,9465   0,9448 
EUR/GBP          0,8579  +0,2   0,0015     0,8564   0,8575 
USD/JPY          155,46  -0,5  -0,8100     156,27  155,0600 
GBP/USD          1,3391  +0,1   0,0010     1,3381   1,3451 
USD/CNY          6,7074  +0,0   0,0014     6,7060   6,7066 
USD/CNH          6,7031  -0,1  -0,0094     6,7125   6,7061 
AUS/USD          0,7121  +0,5   0,0035     0,7086   0,7130 
Bitcoin/USD      76.962,26  +1,1   833,94    76.128,32 75.661,64 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         99,26  -3,1   -3,17     102,43 
Brent/ICE         101,91  -3,7   -3,92     105,83 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.370,35  +2,5   108,26    4.262,09 
Silber           65,39  +3,9    2,43      62,96 
Platin         1.796,25  +2,5   44,50    1.751,75 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 17, 2026 08:48 ET (12:48 GMT)

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