DJ MÄRKTE USA/Wall Street legt mit niedrigeren Renditen und fallenden Ölpreisen zu
DOW JONES--Mit einem kräftigen Plus ist die Wall Street am Donnerstag in den Handel gestartet. Der Dow-Jones-Index klettert um 0,7 Prozent auf 51.829 Punkte nach oben. Der breiter gefasste S&P-500 verbessert sich um 1,1 Prozent und die technologielastigen Nasdaq-Indizes steigen um bis zu 1,5 Prozent. Teilnehmer verweisen auf zurückgehende Renditen am Anleihemarkt und die weiter fallenden Ölpreise.
Die US-Notenbank hatte am Vortag wie mehrheitlich erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Die Fed hob die Zinsen damit zum ersten Mal seit drei Jahren an. Die Aussagen von Fed-Chairman Kevin Warsh werden als Zeichen für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr interpretiert, und einige Analysten meinen, dass die Fed das Vertrauen des Marktes in ihr Engagement zur Bekämpfung der erhöhten Inflation gestärkt hat. Zudem erfolgte der Beschluss diesmal einstimmig.
Positiv wirken die weiter nachgebenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 3,0 Prozent auf 102,61 Dollar. Hier stützt weiterhin die Aussicht auf eine schneller als gedacht erfolgende Instandsetzung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien. Die nachgebenden Ölpreise spiegeln laut Samer Hasn von XS.com den wachsenden Optimismus wider, dass die Unterbrechung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten eingedämmt werden kann.
Für die Renditen am US-Anleihemarkt geht es kräftig nach unten. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 6 Basispunkte auf 4,95 Prozent. Der Rückgang spiegelt das gestiegene Vertrauen der Märkte in die Entschlossenheit der Fed wider, die Inflation zeitnah wieder auf den Zielwert zu bringen. "Die einstimmige Abstimmung des Offenmarktausschusses sagt mehr aus als die Anhebung um 25 Basispunkte selbst", sagt Natalia Lojevsky, Geschäftsführerin von CIFC Asset Management. "Dass zwölf Mitglieder der ersten Zinserhöhung der Fed seit 2023 zustimmen und der aktualisierte Dot-Plot eine weitere vor Jahresende signalisiert, bestätigt, was der Anstieg der Realzinsen bereits aussagte: einen höheren neutralen Zinssatz, nicht nur einen höheren Pfad dorthin", so die Teilnehmerin.
Der Goldpreis verbessert sich um 2,4 Prozent auf 4.364 Dollar je Feinunze. Die Preisentwicklung hänge zunehmend vom Tempo der US-Zinserhöhungen ab, erläutert Soojin Kim von MUFG. Die Inflation und die erhöhten Renditen von Staatsanleihen begrenzten das Aufwärtspotenzial von Gold, trotz der Unterstützung durch geopolitische Faktoren und den Status als sicherer Hafen.
Der Dollar gibt einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder ab. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,1 Prozent. Die Signale der Fed für eine weitere Straffung sollten es den Märkten ermöglichen, eine weitere Zinserhöhung im Oktober vollständig einzupreisen, sofern die Daten und die Ölpreise dies rechtfertigten, so Francesco Pesole von ING. Das Bekenntnis der Fed zur geldpolitischen Disziplin sei ebenso wie die weiterhin hohen Ölpreise stützend für den Dollar.
Die wöchentlichen Erstanträge fielen niedriger als erwartet aus und deuten damit auf einen weiter robusten Arbeitsmarkt hin. Der Philadelphia-Fed-Index für den September ging zwar gegenüber dem Vormonat zurück, aber nicht so stark wie erwartet. Die Baubeginne gingen im August dagegen um 2,6 Prozent zurück, während Ökonomen hier mit einem Anstieg um 4,9 Prozent gerechnet hatten.
Chip- und Speicheraktien notierten höher. Hier stützen weiterhin Berichte über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen SK Hynix und Intel. Teilnehmer verweisen auch auf eine Erholung von den jüngsten Abgaben. Die Aktien von Advanced Micro Devices, Corning, Intel, Marvell und Sandisk verbessern sich um bis zu 6,2 Prozent.
Der Ölkonzern Exxonmobil steht kurz vor der Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung zur Prüfung von Investitionen in mehrere venezolanische Ölfelder und verhandelt über eine mögliche Rückkehr in das Land fast zwei Jahrzehnte nach seinem Ausstieg. Exxon könnte bereits in diesem Monat eine Absichtserklärung mit dem staatlichen Unternehmen Petróleos de Venezuela unterzeichnen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Aktien geben mit den weiter fallenden Ölpreisen allerdings um 0,6 Prozent nach.
Salesforce strebt bis zum Geschäftsjahr 2030 einen Jahresumsatz von mehr als 63 Milliarden US-Dollar an, was über den Konsensschätzungen der Wall Street liegt. Analysten kalkulieren für das Unternehmen laut Factset im Schnitt mit einem Jahresumsatz von 60,66 Milliarden Dollar. Die Aktie verliert dennoch 3,3 Prozent.
Generac steigen um 24,3 Prozent, nachdem das auf Notstromversorgung spezialisierte Unternehmen einen Deal im Wert von 2,4 Milliarden US-Dollar über die Lieferung von Generatoren für die Rechenzentren von Amazon bekannt gegeben hat. Die Aktien von Amazon erhöhen sich um 2,0 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 51.829,01 +0,7 +367,11 51.461,90 S&P-500 7.633,49 +1,1 +81,68 7.551,81 NASDAQ Comp 26.353,30 +1,4 +374,87 25.978,43 NASDAQ 100 29.376,29 +1,5 +431,23 28.945,06 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,67 -0,05 4,73 4,67 5 Jahre 4,79 -0,06 4,86 4,79 10 Jahre 4,95 -0,06 5,01 4,94 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 EUR/USD 1,1488 +0,2 0,0024 1,1464 1,1539 EUR/JPY 178,96 -0,1 -0,2000 179,16 178,9400 EUR/CHF 0,9464 -0,0 -0,0001 0,9465 0,9448 EUR/GBP 0,859 +0,3 0,0026 0,8564 0,8575 USD/JPY 155,73 -0,4 -0,5400 156,27 155,0600 GBP/USD 1,3372 -0,1 -0,0009 1,3381 1,3451 USD/CNY 6,7074 +0,0 0,0014 6,7060 6,7066 USD/CNH 6,7044 -0,1 -0,0081 6,7125 6,7061 AUS/USD 0,7114 +0,4 0,0028 0,7086 0,7130 Bitcoin/USD 76.431,87 +0,4 303,55 76.128,32 75.661,64 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 100,68 -1,7 -1,75 102,43 Brent/ICE 102,61 -3,0 -3,22 105,83 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.363,77 +2,4 101,68 4.262,09 Silber 65,31 +3,7 2,35 62,96 Platin 1.787,20 +2,0 35,45 1.751,75 (Angaben ohne Gewähr) ===
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September 17, 2026 09:44 ET (13:44 GMT)
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