DJ Aktien Schweiz fester - US-Notenbank mit erwarteter Zinserhöhung
DOW JONES--Mit einem Plus hat der schweizerische Aktienmarkt am Donnerstag den Handel beendet. Die US-Notenbank hatte am Vortag wie mehrheitlich erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Die Fed hob die Zinsen damit zum ersten Mal seit drei Jahren an. Die Aussagen von Fed-Chairman Kevin Warsh wurden als ein Zeichen für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr interpretiert, und einige Analysten meinten, dass die Fed das Vertrauen des Marktes in ihr Engagement zur Bekämpfung der erhöhten Inflation gestärkt hat. Zudem erfolgte der Beschluss diesmal einstimmig.
Positiv wirkten auch die weiter fallenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent notierte nur noch knapp über der Marke von 103 Dollar. Hier stützte weiterhin die Aussicht auf eine schneller als erwartet erfolgende Instandsetzung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien. Zudem kamen am US-Anleihemarkt die Renditen zurück. Die zehnjährige Rendite entfernte sich damit wieder etwas deutlicher von der 5-Prozent-Marke.
Der SMI gewann 0,6 Prozent auf 13.947 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 22,45 (zuvor: 25,42) Millionen Aktien.
Bei den Einzelwerten ging es für die Aktien von Richemont und Swatch um 0,5 bzw. 1,5 Prozent nach oben. Im August erhöhten sich die Exporte von Schweizer Uhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,1 Prozent. Im Juli hatten sie mit einem Plus von 9,6 Prozent aber etwas stärker zugelegt. Trotz des Aufschwungs reduzierten sich die monatlichen Exporte in die USA um 19 Prozent. Die Erholung der Schweizer Uhrenbranche könnte durch anhaltende Risiken gefährdet werden, so die Analysten von Bernstein. Die Nachfrage befinde sich weiter auf Kurs einer allmählichen Erholung, so das Brokerhaus. "Allerdings bestehen makroökonomische Risiken fort. Höhere Ölpreise, Inflationsdruck und das potenzielle Wiederauftreten von zollbedingten Störungen könnten die langsame und langwierige Erholung der Branche nach wie vor gefährden", ergänzten die Analysten.
Novartis gewannen 1,5 Prozent, obwohl der Pharma-Konzern erneut einen Studienmisserfolg hinnehmen musste. Damit steigt die Zahl der klinischen Rückschläge innerhalb der vergangenen drei Wochen auf insgesamt vier. In diesem Zeitraum hat der Kurs bereits rund 10 Prozent eingebüßt.
Für die Aktien von Rieter ging es mit einem negativen Analysten-Kommentar um 16,3 Prozent nach unten. Die UBS hat die Papiere auf "Sell" von "Neutral" abgestuft. Dagegen legten Sonova um 1,1 Prozent zu. Hier hat die Bank of America das Kursziel angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Für Helvetia Baloise ging es nach den Halbjahreszahlen um 5,3 Prozent aufwärts.
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September 17, 2026 11:50 ET (15:50 GMT)
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