DJ MÄRKTE USA/Wall Street legt mit niedrigeren Renditen und fallenden Ölpreisen zu
DOW JONES--Nachgebende Renditen und weiter fallende Ölpreise sorgen am Donnerstagmittag (Ortszeit) an der Wall Street für deutlichere Gewinne. Der Dow-Jones-Index klettert um 0,7 Prozent auf 51.831 Punkte nach oben. Der breiter gefasste S&P-500 steigt um 1,1 Prozent und die technologielastigen Nasdaq-Indizes legen um bis zu 1,7 Prozent zu.
Die US-Notenbank hatte am Vortag wie mehrheitlich erwartet die Zinsen um 25 Basispunkte erhöht. Die Fed hob die Zinsen damit zum ersten Mal seit drei Jahren an. Die Aussagen von Fed-Chairman Kevin Warsh werden als Zeichen für weitere Zinserhöhungen in diesem Jahr interpretiert, und einige Analysten meinen, dass die Fed das Vertrauen des Marktes in ihr Engagement zur Bekämpfung der erhöhten Inflation gestärkt hat. Zudem erfolgte der Beschluss diesmal einstimmig.
Positiv wirken die weiter nachgebenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent reduziert sich um 2,4 Prozent auf 103,26 Dollar. Hier stützt weiterhin die Aussicht auf eine schneller als gedacht erfolgende Instandsetzung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien. Die nachgebenden Ölpreise spiegeln laut Samer Hasn von XS.com den wachsenden Optimismus wider, dass die Unterbrechung der Rohölexporte aus dem Nahen Osten eingedämmt werden kann.
Für die Renditen am US-Anleihemarkt geht es kräftig abwärts. Die Rendite zehnjähriger Papiere fällt um 6 Basispunkte auf 4,94 Prozent. Der Rückgang zeigt das gestiegene Vertrauen der Märkte in die Entschlossenheit der Fed, die Inflation zeitnah wieder auf den Zielwert zu bringen, heißt es. "Die einstimmige Abstimmung des Offenmarktausschusses sagt mehr aus als die Anhebung um 25 Basispunkte selbst", sagt Natalia Lojevsky, Geschäftsführerin von CIFC Asset Management. "Dass zwölf Mitglieder der ersten Zinserhöhung der Fed seit 2023 zustimmen und der aktualisierte Dot-Plot eine weitere vor Jahresende signalisiert, bestätigt, was der Anstieg der Realzinsen bereits aussagte: einen höheren neutralen Zinssatz, nicht nur einen höheren Pfad dorthin", so die Teilnehmerin.
Der Goldpreis verbessert sich um 2,5 Prozent auf 4.369 Dollar je Feinunze. Die Preisentwicklung hänge zunehmend vom Tempo der US-Zinserhöhungen ab, erläutert Soojin Kim von MUFG. Die Inflation und die erhöhten Renditen von Staatsanleihen begrenzten das Aufwärtspotenzial von Gold, trotz der Unterstützung durch geopolitische Faktoren und den Status als sicherer Hafen.
Der Dollar verteidigt seine deutlichen Vortagesgewinne. Die Signale der Fed für eine weitere Straffung sollten es den Märkten ermöglichen, eine weitere Zinserhöhung im Oktober vollständig einzupreisen, sofern die Daten und die Ölpreise dies rechtfertigten, so Francesco Pesole von ING. Das Bekenntnis der Fed zur geldpolitischen Disziplin sei ebenso wie die weiterhin hohen Ölpreise stützend für den Dollar.
Die wöchentlichen Erstanträge fielen niedriger als erwartet aus und deuten auf einen weiter widerstandsfähigen Arbeitsmarkt hin, heißt es. Der Philadelphia-Fed-Index für den September ging zwar gegenüber dem Vormonat zurück, aber nicht so stark wie erwartet. Die Baubeginne fielen im August dagegen um 2,6 Prozent, während Ökonomen hier mit einem Anstieg um 4,9 Prozent gerechnet hatten.
Chip- und Speicheraktien notierten höher. Hier stützen weiterhin Berichte über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen SK Hynix und Intel. Teilnehmer verweisen auch auf eine Erholung von den jüngsten Abgaben. Die Aktien von Advanced Micro Devices, Corning, Intel, Marvell und Sandisk verbessern sich um bis zu 9,6 Prozent.
Der Ölkonzern Exxonmobil steht kurz vor der Unterzeichnung einer vorläufigen Vereinbarung zur Prüfung von Investitionen in mehrere venezolanische Ölfelder und verhandelt über eine mögliche Rückkehr in das Land fast zwei Jahrzehnte nach seinem Ausstieg. Exxon könnte bereits in diesem Monat eine Absichtserklärung mit dem staatlichen Unternehmen Petróleos de Venezuela unterzeichnen, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Aktien geben mit den weiter fallenden Ölpreisen allerdings um 0,8 Prozent nach.
Generac steigen um 20,7 Prozent, nachdem das auf Notstromversorgung spezialisierte Unternehmen einen Deal im Wert von 2,4 Milliarden US-Dollar über die Lieferung von Generatoren für die Rechenzentren von Amazon bekannt gegeben hat. Die Aktien von Amazon erhöhen sich um 2,4 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 51.830,91 +0,7 +369,01 51.461,90 S&P-500 7.635,66 +1,1 +83,85 7.551,81 NASDAQ Comp 26.399,59 +1,6 +421,17 25.978,43 NASDAQ 100 29.435,21 +1,7 +490,15 28.945,06 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,68 -0,05 4,73 4,67 5 Jahre 4,80 -0,06 4,86 4,79 10 Jahre 4,94 -0,06 5,01 4,94 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:00 EUR/USD 1,1475 +0,1 0,0011 1,1464 1,1539 EUR/JPY 178,91 -0,1 -0,2500 179,16 178,9400 EUR/CHF 0,9462 -0,0 -0,0003 0,9465 0,9448 EUR/GBP 0,8601 +0,4 0,0037 0,8564 0,8575 USD/JPY 155,87 -0,3 -0,4000 156,27 155,0600 GBP/USD 1,3336 -0,3 -0,0045 1,3381 1,3451 USD/CNY 6,7074 +0,0 0,0014 6,7060 6,7066 USD/CNH 6,7031 -0,1 -0,0094 6,7125 6,7061 AUS/USD 0,711 +0,3 0,0024 0,7086 0,7130 Bitcoin/USD 76.643,74 +0,7 515,42 76.128,32 75.661,64 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 100,92 -1,5 -1,51 102,43 Brent/ICE 103,26 -2,4 -2,57 105,83 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.368,69 +2,5 106,60 4.262,09 Silber 65,85 +4,6 2,89 62,96 Platin 1.788,54 +2,1 36,79 1.751,75 (Angaben ohne Gewähr) ===
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September 17, 2026 12:29 ET (16:29 GMT)
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