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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

FEIERTAGSHINWEIS

MONTAG: In Japan bleiben die Börsen wegen des Feiertages "Tag der Ehrung der Alten" geschlossen.

TAGESTHEMA

Die Bank of Japan (BoJ) hat ihren Leitzins wie erwartet auf den höchsten Stand seit 30 Jahren angehoben und mögliche weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt. Der Leitzins steigt um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent. Die Entscheidung folgt auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank am Mittwoch sowie auf eine ungewöhnlich öffentliche Kampagne von Finanzminister Scott Bessent, der Japan zu höheren Kreditkosten drängte. Da die Märkte eine Anhebung im September bereits fast vollständig eingepreist haben, hat sich der Fokus bereits darauf verlagert, wie schnell die BoJ als Nächstes handeln wird.

Der Yen fällt nach der Zinserhöhung deutlich zurück. Dazu könnte auch beitragen, dass die Verbraucherpreisinflation in Japan im August im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 1,7 Prozent stieg. Damit verlangsamte sich der Anstieg im Vergleich zu den 1,8 Prozent im Juli leicht. Die Gesamtrate stieg um 1,9 Prozent und blieb damit ebenfalls unter dem 2-Prozent-Ziel der Notenbank. Die Preisdaten sprechen somit eigentlich nicht für weiter steigende Leitzinsen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

Es stehen keine wichtigen Termine auf der Agenda.

AUSBLICK KONJUNKTUR

-US 
  15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung August 
     Industrieproduktion 
     PROGNOSE: +0,3% gg Vm 
     zuvor:  +0,2% gg Vm 
     Kapazitätsauslastung 
     PROGNOSE: 76,4% 
     zuvor:  76,3% 
 
  16:00 Index der Frühindikatoren August 
     PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
     zuvor:  +0,2% gg Vm 
 

ÜBERSICHT INDIZES

Index             zuletzt +/- % 
E-Mini-Future S&P-500    7.727,50  +0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.845,75  +0,4 
S&P/ASX 200 (Sydney)     8.723,70  -0,1 
Topix-500 (Tokio)      4.090,99  -0,1 
Kospi (Seoul)        6.892,60  +2,6 
Shanghai-Composite      3.913,81  +1,0 
Hang-Seng-Index (Hongkong) 24.811,75  +0,8 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Gute Vorgaben der Wall Street heben am Freitag die Stimmung an den Börsen in Ostasien und Australien. In den USA hatten die Aktienkurse kräftig zugelegt, nachdem die Ölpreise gesunken waren und auch weil das entschlossene Vorgehen der US-Notenbank gegen die Inflation gut ankam. Die niedrigeren Ölpreise linderten Inflationsängste zusätzlich, worauf am Anleihemarkt die Renditen deutlich sanken. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steht mit aktuell 4,94 Prozent wieder deutlicher unter der 5-Prozent-Marke. Die Tokioter Börse wird angeführt von Chipaktien. Unter anderem verbessern sich Kioxia um 8, Advantest um 7,3, Lasertec um 9 und Softbank Group um 3,4 Prozent. Die Bank of Japan hat erwartungsgemäß den Leitzins um einen viertel Prozentpunkt auf 1,25 Prozent erhöht. Die japanischen Verbraucherpreise stiegen im August auf Jahressicht etwas weniger stark als von Volkswirten erwartet. Zum Vormonat stagnierten sie. In Japan steht ein langes Feiertagswochenende bevor. Von Montag bis einschließlich Mittwoch bleiben dort die Börsen geschlossen. Am südkoreanischen Aktienmarkt sind ebenfalls Chipaktien gesucht. Die Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix gewinnen 3,4 und 5,9 Prozent. Hanmi Semiconductor legen um 3,8 Prozent zu. Unter den chinesischen Chipwerten notieren Semiconductor Manufacturing International in Hongkong 4,7 Prozent höher, Hua Hong Grace 6,3 Prozent. Die rohstofflastige australische Börse wird von Kursverlusten im Energiesektor gebremst. Im Energiesektor geben Woodside Energy mit den gesunkenen Ölpreisen um 1,1 Prozent nach. Santos verbilligen sich um 0,8 Prozent.

WALL STREET

INDEX     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA     51.778,04  +0,6  +316,14    51.461,90 
S&P-500    7.637,76  +1,1  +85,95    7.551,81 
NASDAQ Comp 26.418,30  +1,7  +439,87    25.978,43 
NASDAQ 100  29.446,98  +1,7  +501,92    28.945,06 
 
           Donnerstag Mittwoch 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,24 Mrd  1,37 Mrd 
Gewinner       1.797    1.094 
Verlierer       968    1.645 
Unverändert       74     98 
 

Fester - Nachgebende Renditen und weiter fallende Ölpreise hellten die Stimmung auf. Daneben wirkte das entschlossene Vorgehen der US-Notenbank gegen die Inflation vom Vortag noch positiv nach. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung deuteten auf einen weiter widerstandsfähigen Arbeitsmarkt hin. Chipaktien und andere Titel mit KI-Fantasie wurden weiter gestützt von einem Bericht über eine mögliche Zusammenarbeit zwischen SK Hynix und Intel. Teilnehmer sprachen auch von einer Erholung von den jüngsten Abgaben, die ausgelöst worden waren durch Forderungen nach einer langsameren KI-Entwicklung. AMD gewannen 6,4, Intel 7,7, Marvell 4,8 und und Sandisk 6,2 Prozent, Nvidia stiegen um 2,5 und die ADR von SK Hynix um 4,6 Prozent. Vorning zogen um 2,5 Prozent an. Generac schossen um knapp 19 Prozent nach oben, nachdem das auf Notstromversorgung spezialisierte Unternehmen einen Deal im Wert von 2,4 Milliarden Dollar über die Lieferung von Generatoren für die Rechenzentren von Amazon bekannt gegeben hat. Amazon erhöhten sich um 2,1 Prozent.

US-ANLEIHEN

Rendite  +/- 
2 Jahre   4,69   -0,04 
10 Jahre   4,95   -0,06 
 

Für die Renditen ging es kräftig abwärts. Der Rückgang zeige das gestiegene Vertrauen der Märkte in die Entschlossenheit der Fed, die Inflation zeitnah wieder auf den Zielwert zu bringen, hieß es. "Die einstimmige Abstimmung des Offenmarktausschusses sagt mehr aus als die Anhebung um 25 Basispunkte selbst", so Natalia Lojevsky, Geschäftsführerin von CIFC Asset Management.

DEVISEN

DEVISEN         zuletzt +/- %   00:00  Do, 9:20 Uhr % YTD 
EUR/USD          1,1480  +0,1   1,1474     1,1476  -2,3 
EUR/JPY          180,43  +0,8   178,97     178,66  -1,9 
EUR/GBP          0,8590  +0,0   0,8587     0,8570  -1,4 
USD/JPY          157,13  +0,8   155,96     155,63  +0,3 
USD/KRW         1.382,68  +0,2  1.380,30    1.381,10  -4,0 
USD/CNY          6,6983  -0,1   6,7074     6,7073  -4,2 
USD/CNH          6,6959  -0,1   6,7038     6,7070  -4,0 
USD/HKD          7,8447  -0,0   7,8456     7,8451  +0,8 
AUD/USD          0,7123  +0,2   0,7109     0,7113  +6,7 
NZD/USD          0,5723  -0,1   0,5730     0,5734  -0,6 
BTC/USD        77.454,27  +1,2 76.514,83    76.487,40 -11,7 
 

Der Dollar verteidigte seine deutlichen Vortagesgewinne weitgehend. Das Bekenntnis der Fed zur geldpolitischen Disziplin und die weiterhin hohen Ölpreise wirkten stützend für den Dollar, hieß es. Der Euro kostete im späten US-Handel 1,1476 Dollar.

Der Yen wertet am Freitag ab, nachdem die Bank of Japan den Leitzins erhöht hat. Der Schritt war allerdings weithin erwartet worden. Zudem sind die japanischen Verbraucherpreise weniger stark gestiegen als erwartet.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.375,08  +0,8   34,99    4.340,09 
Silber           66,45  +1,9    1,26      65,19 
Platin         1.799,30  +1,7   30,27    1.769,03 
 

Der Goldpreis verbesserte sich um 2,4 Prozent auf 4.344 Dollar je Feinunze. Die Preisentwicklung hänge zunehmend vom Tempo der US-Zinserhöhungen ab, erläuterte Soojin Kim von MUFG. Die Inflation und die erhöhten Renditen von Staatsanleihen begrenzten das Aufwärtspotenzial, trotz des Status als sicherer Hafen angesichts der geopolitischen Unwägbarkeiten.

ÖL

ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         101,06  -0,8   -0,85     101,91 
Brent/ICE         103,53  -1,2   -1,29     104,82 
 

Ein Barrel der Sorte Brent reduzierte sich um 1,4 Prozent auf 104,10 Dollar. Laut Marktteilnehmern drückte weiter die Aussicht auf eine schneller als gedacht erfolgende Instandsetzung einer beschädigten Pipeline in Saudi-Arabien.

MELDUNGEN SEIT DONNERSTAG 20.00 UHR

RESERVE BANK OF AUSTRALIA

Die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia, Michele Bullock, hat davor gewarnt, dass sich die Sorgen der Zentralbank hinsichtlich der hartnäckigen Inflation bewahrheiten. Die Inflation sei weiterhin "zu hoch", und die jüngsten Entwicklungen deuteten darauf hin, dass "sich einige Aufwärtsrisiken für die Inflation zu bewahrheiten scheinen", sagte Bullock in einer Anhörung vor dem Parlament. Sie merkte an, dass die meisten globalen Zentralbanken zwar anfangs von einem kurzen Konflikt im Nahen Osten ausgegangen seien, die Situation aber andauere und zu weltweit steigenden Zinsen beitrage.

MALAYSIA / HANDELSBILANZ

Die Exporte stiegen im August im Vergleich zum Vorjahr um 45,5 Prozent auf 191,05 Milliarden Ringgit, was 46,62 Milliarden US-Dollar entspricht. Im Juli hatte der Anstieg 38,0 Prozent betragen. Die Importe erhöhten sich um 41,1 Prozent auf 162,96 Milliarden Ringgit, wie das Ministerium für Investitionen, Handel und Industrie mitteilte. Daraus ergab sich ein Handelsüberschuss von 28,09 Milliarden Ringgit, verglichen mit einem Überschuss von 22,53 Milliarden Ringgit im Juli. Der Median der Prognosen von sechs von The Wall Street Journal befragten Ökonomen hatte einen Anstieg der Exporte um 38,4 Prozent und der Importe um 34,9 Prozent erwartet, was zu einem Handelsüberschuss von 24,0 Milliarden Ringgit geführt hätte.

MALAYSIA / VERBRAUCHERPREISE

Der Verbraucherpreisindex stieg im August um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistikamt mitteilte. Das Tempo war damit geringfügig höher als der im Juli verzeichnete Anstieg von 1,8 Prozent. Dieser Wert entsprach auch dem Median der von The Wall Street Journal befragten Ökonomen.

ALPHABET

Die Tochter Waymo will 2028 mit Robo-Taxi-Diensten in Singapur an den Start gehen.

STELLANTIS

In Kanada droht eine Gewerkschaft mit Streik. Sofern der Autohersteller seine Pläne nicht ändere, eine Fabrik im Großraum Toronto an ein Rüstungsunternehmen zu verkaufen, könne man in den nächsten Wochen streikbereit sein, erklärte die Gewerkschaft Unifor, die mehr als 9.000 Beschäftigte von Stellantis vertritt.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/gos/cln

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September 18, 2026 01:56 ET (05:56 GMT)

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