DJ Deutsche Erzeugerpreise steigen im August stärker als erwartet
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Der Inflationsdruck in Deutschland hat im August auf der Produzentenstufe deutlicher als erwartet zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, stiegen die Erzeugerpreise gegenüber dem Vormonat um 1,1 Prozent und lagen um 4,6 (Juli: 3,0) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten Raten von 0,9 und 4,3 Prozent prognostiziert.
Der Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahresmonat war vor allem auf gestiegene Energiepreise (plus 8,3 Prozent) zurückzuführen. Die Preise von Vorleistungsgütern (plus 6,1 Prozent) stiegen ebenfalls deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat. Auch Investitionsgüter (plus 2,4 Prozent) und Gebrauchsgüter (plus 2,1 Prozent) waren im August teurer als ein Jahr zuvor.
Günstiger waren hingegen Verbrauchsgüter (minus 2,0 Prozent). Ohne Berücksichtigung von Energie stiegen die Erzeugerpreise im August gegenüber August 2025 um 3,1 Prozent, gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 0,2 Prozent.
Energie war um 8,3 Prozent teurer als im Vorjahresmonat. Gegenüber Juli stiegen die Energiepreise um 3,2 Prozent. Bedingt durch die Kriegshandlungen im Iran und Nahen Osten lagen die Preise für Mineralölerzeugnisse 40,5 Prozent über denen von August 2025, gegenüber Juli 2026 stiegen sie um 4,9 Prozent.
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September 18, 2026 02:21 ET (06:21 GMT)
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