Weimar (ots) -
Der diesjährige Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL) ging an die Hamburger Versorgungsforscherin Kerstin Protz. Die Preisträgerin wurde ausgezeichnet für ihren Beitrag zur medizinischen Weiterentwicklung in der interdisziplinären Kompressionstherapie durch die Erstellung einer Übersichtsarbeit mit dem Titel "Mehr Druck aufbauen: Kompressionstherapie in Deutschland". Der von der Firma Julius Zorn GmbH gestiftete Preis wurde Kerstin Protz, stellvertretend für die gesamte beteiligte Autorengruppe, am 11. September 2026 im Rahmen des Festabends der 68. Jahrestagung der DGPL in Weimar überreicht.
Die ausgezeichnete Übersichtsarbeit fasst die Datenlage zur sachgerechten Kompressionstherapie bei Menschen zusammen, die von einem Ulcus cruris venosum (UCV) betroffen sind, dem sogenannten "offenen Bein". Eine solche chronische Beinwunde hat etwa 0,2-0,5 % der deutschen Bevölkerung, wobei die Häufigkeit mit zunehmenden Lebensalter ansteigt und in der Gruppe der Menschen im Alter von 70-79 Jahren bereits bei fast 3 % liegt. Die Kompressionstherapie, bei der mit unterschiedlichen Therapieoptionen Druck auf das betroffene Bein ausgeübt wird, ist zwar gemäß Leitlinien die Grundlage der Behandlung eines jeden Patienten mit UCV, wird aber, so zeigen Erhebungen, in Deutschland derzeit immer noch viel zu selten verordnet. In der Konsequenz verzögert sich die Abheilung der chronischen Beinwunde und der Leidensdruck für die Betroffenen steigt, während die Lebensqualität abnimmt. Zusätzlich entstehen erhebliche Kosten, sowohl für den Patienten selbst, als auch für das Gesundheitssystem insgesamt. Diese zahlreichen negativen Effekte wären durch eine frühzeitig einsetzende und sachgerecht durchgeführte Kompressionstherapie vermeidbar.
Neben der Zusammenfassung und Aufarbeitung der aktuellsten Daten zur Kompressionstherapie in Deutschland zeigt das Autorenteam um Kerstin Protz zusätzlich praxisnahe Ansätze zur Verbesserung der Situation der Patienten mit UCV auf. So enthält die ausgezeichnete Übersichtsarbeit fundierte und praxistaugliche Hilfsmittel, die Pflegefachpersonen und Ärzte bei der Versorgung und der Therapie von Menschen mit UCV unterstützen können. Hierzu gehören ein anschauliches Ablaufschema zur Kompressionstherapie, eine informative Übersicht aller zeitgemäßen Versorgungsoptionen, ihrer Indikationen, Eigenschaften und Anwendung, Hinweise zu Patientenedukation und Selbstmanagement sowie eine Checkliste anhand der sich Ärzte bei der Diagnostik dieser Patienten und der Verordnung entsprechender Materialien orientieren können. Dadurch leistet die ausgezeichnete Übersichtsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die tägliche Praxis.
Pressekontakt:
Jan Timm
jtimm@md-institute.com
Original-Content von: Medical Data Institute GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/79730/6354421
Der diesjährige Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und Lymphologie (DGPL) ging an die Hamburger Versorgungsforscherin Kerstin Protz. Die Preisträgerin wurde ausgezeichnet für ihren Beitrag zur medizinischen Weiterentwicklung in der interdisziplinären Kompressionstherapie durch die Erstellung einer Übersichtsarbeit mit dem Titel "Mehr Druck aufbauen: Kompressionstherapie in Deutschland". Der von der Firma Julius Zorn GmbH gestiftete Preis wurde Kerstin Protz, stellvertretend für die gesamte beteiligte Autorengruppe, am 11. September 2026 im Rahmen des Festabends der 68. Jahrestagung der DGPL in Weimar überreicht.
Die ausgezeichnete Übersichtsarbeit fasst die Datenlage zur sachgerechten Kompressionstherapie bei Menschen zusammen, die von einem Ulcus cruris venosum (UCV) betroffen sind, dem sogenannten "offenen Bein". Eine solche chronische Beinwunde hat etwa 0,2-0,5 % der deutschen Bevölkerung, wobei die Häufigkeit mit zunehmenden Lebensalter ansteigt und in der Gruppe der Menschen im Alter von 70-79 Jahren bereits bei fast 3 % liegt. Die Kompressionstherapie, bei der mit unterschiedlichen Therapieoptionen Druck auf das betroffene Bein ausgeübt wird, ist zwar gemäß Leitlinien die Grundlage der Behandlung eines jeden Patienten mit UCV, wird aber, so zeigen Erhebungen, in Deutschland derzeit immer noch viel zu selten verordnet. In der Konsequenz verzögert sich die Abheilung der chronischen Beinwunde und der Leidensdruck für die Betroffenen steigt, während die Lebensqualität abnimmt. Zusätzlich entstehen erhebliche Kosten, sowohl für den Patienten selbst, als auch für das Gesundheitssystem insgesamt. Diese zahlreichen negativen Effekte wären durch eine frühzeitig einsetzende und sachgerecht durchgeführte Kompressionstherapie vermeidbar.
Neben der Zusammenfassung und Aufarbeitung der aktuellsten Daten zur Kompressionstherapie in Deutschland zeigt das Autorenteam um Kerstin Protz zusätzlich praxisnahe Ansätze zur Verbesserung der Situation der Patienten mit UCV auf. So enthält die ausgezeichnete Übersichtsarbeit fundierte und praxistaugliche Hilfsmittel, die Pflegefachpersonen und Ärzte bei der Versorgung und der Therapie von Menschen mit UCV unterstützen können. Hierzu gehören ein anschauliches Ablaufschema zur Kompressionstherapie, eine informative Übersicht aller zeitgemäßen Versorgungsoptionen, ihrer Indikationen, Eigenschaften und Anwendung, Hinweise zu Patientenedukation und Selbstmanagement sowie eine Checkliste anhand der sich Ärzte bei der Diagnostik dieser Patienten und der Verordnung entsprechender Materialien orientieren können. Dadurch leistet die ausgezeichnete Übersichtsarbeit einen wichtigen Beitrag zum Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die tägliche Praxis.
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