Bonn (ots) -
"Für Kinder bedeutet Flucht oft, innerhalb kürzester Zeit alles Vertraute zu verlieren. Viele erleben Gewalt, Angst und gefährliche Fluchtwege. Sie brauchen Sicherheit und Versorgung, aber auch Unterstützung dabei, Erlebtes zu verarbeiten und wieder Vertrauen zu fassen", sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.
Erneute Vertreibung im Jemen
Wie akut die Situation für Kinder auf der Flucht sein kann, zeigt derzeit der Jemen. Durch die jüngste Eskalation der Kämpfe zwischen Huthi-Kräften und Truppen der international anerkannten Regierung, insbesondere entlang der Westküste, wurden nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mehr als 100.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Viele Familien mussten kurzfristig und mit nur wenigen Habseligkeiten fliehen. Die Entwicklungen zwingen Menschen auch dazu, über das Rote Meer nach Dschibuti zu flüchten. Sie erreichen das Land nach einer schwierigen Überfahrt erschöpft und psychisch belastet, unter den Neuankommenden sind viele Kinder und Jugendliche.
UNHCR hat seine Nothilfe im Jemen ausgeweitet und unterstützt vertriebene Familien unter anderem mit Unterkünften, Hilfsgütern und finanzieller Unterstützung. In Dschibuti begleitet UNHCR die Aufnahme und Registrierung der aus dem Jemen Geflüchteten und versorgt sie gemeinsam mit Partnern mit Unterkünften, Nahrung, Wasser, medizinischer Hilfe und weiteren Schutzangeboten.
Unterstützung in Deutschland
Auch in Deutschland benötigen geflüchtete Kinder und Jugendliche Hilfe, um mit den psychischen Folgen einer Flucht umzugehen. Deshalb fördert die UNO-Flüchtlingshilfe Projekte, die psychosoziale Beratung und psychotherapeutische Angebote für Menschen mit Krieg- und Foltererfahrung ermöglichen. Gefördert werden unter anderem Projekte von Refugio München, dem Caritasverband für die Stadt Köln, der Diakonie Rostocker Stadtmission, dem Bundesverband der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in Berlin und SEGEMI in Hamburg. Die Angebote richten sich auch an Kinder und Jugendliche und helfen ihnen, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und mit psychischen Belastungen umzugehen. Darüber hinaus unterstützt der Sächsische Flüchtlingsrat Kinder und Jugendliche mit unsicherer Aufenthaltsperspektive durch rechtliche Beratung.
Zum Weltkindertag erinnert die UNO-Flüchtlingshilfe daran: Schutz endet für geflüchtete Kinder nicht mit der Ankunft an einem sicheren Ort. Entscheidend ist auch, dass sie Unterstützung erhalten, um wieder Stabilität und Vertrauen zu entwickeln.
Pressekontakt:
Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47,
marius.tuente@uno-fluechtlingshilfe.de
Original-Content von: UNO-Flüchtlingshilfe e.V., übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/63012/6354456
"Für Kinder bedeutet Flucht oft, innerhalb kürzester Zeit alles Vertraute zu verlieren. Viele erleben Gewalt, Angst und gefährliche Fluchtwege. Sie brauchen Sicherheit und Versorgung, aber auch Unterstützung dabei, Erlebtes zu verarbeiten und wieder Vertrauen zu fassen", sagt Mark Ankerstein, Nationaler Direktor der UNO-Flüchtlingshilfe.
Erneute Vertreibung im Jemen
Wie akut die Situation für Kinder auf der Flucht sein kann, zeigt derzeit der Jemen. Durch die jüngste Eskalation der Kämpfe zwischen Huthi-Kräften und Truppen der international anerkannten Regierung, insbesondere entlang der Westküste, wurden nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) mehr als 100.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben. Viele Familien mussten kurzfristig und mit nur wenigen Habseligkeiten fliehen. Die Entwicklungen zwingen Menschen auch dazu, über das Rote Meer nach Dschibuti zu flüchten. Sie erreichen das Land nach einer schwierigen Überfahrt erschöpft und psychisch belastet, unter den Neuankommenden sind viele Kinder und Jugendliche.
UNHCR hat seine Nothilfe im Jemen ausgeweitet und unterstützt vertriebene Familien unter anderem mit Unterkünften, Hilfsgütern und finanzieller Unterstützung. In Dschibuti begleitet UNHCR die Aufnahme und Registrierung der aus dem Jemen Geflüchteten und versorgt sie gemeinsam mit Partnern mit Unterkünften, Nahrung, Wasser, medizinischer Hilfe und weiteren Schutzangeboten.
Unterstützung in Deutschland
Auch in Deutschland benötigen geflüchtete Kinder und Jugendliche Hilfe, um mit den psychischen Folgen einer Flucht umzugehen. Deshalb fördert die UNO-Flüchtlingshilfe Projekte, die psychosoziale Beratung und psychotherapeutische Angebote für Menschen mit Krieg- und Foltererfahrung ermöglichen. Gefördert werden unter anderem Projekte von Refugio München, dem Caritasverband für die Stadt Köln, der Diakonie Rostocker Stadtmission, dem Bundesverband der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer in Berlin und SEGEMI in Hamburg. Die Angebote richten sich auch an Kinder und Jugendliche und helfen ihnen, traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und mit psychischen Belastungen umzugehen. Darüber hinaus unterstützt der Sächsische Flüchtlingsrat Kinder und Jugendliche mit unsicherer Aufenthaltsperspektive durch rechtliche Beratung.
Zum Weltkindertag erinnert die UNO-Flüchtlingshilfe daran: Schutz endet für geflüchtete Kinder nicht mit der Ankunft an einem sicheren Ort. Entscheidend ist auch, dass sie Unterstützung erhalten, um wieder Stabilität und Vertrauen zu entwickeln.
Pressekontakt:
Marius Tünte, Tel. 0228-90 90 86-47,
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