DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
EZB/Vujcic: Blick nicht zu sehr auf Energiepreise verengen
Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Boris Vujcic, hat Marktteilnehmer davor gewarnt, sich bei der Analyse des Zinsausblicks zu stark auf die Energiepreise zu konzentrieren. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters deutete er an, dass die EZB vorerst am bisherigen Zinserhöhungstempo festhalten dürfte. Vujcic ließ außerdem Sympathie für eine Anhebung der Mindestreserveanforderung für Banken erkennen. "In letzter Zeit haben wir eine sehr hohe Sensibilität gegenüber den Energiepreisen beobachtet. Man muss jedoch die breiteren wirtschaftlichen Zusammenhänge bedenken", sagte er. Wenn die Inflation den Herbst über hoch bleibe und sich auf die Haushaltseinkommen und das Konsumverhalten auswirke, werde dies auch eine dämpfende Wirkung auf das BIP haben. Auf die Frage, ob die EZB ihr schrittweises Vorgehen bei der geldpolitischen Straffung - Zinserhöhungen bei Ratssitzungen mit Stabsprojektionen - beibehalten werde antworte er: "Vorerst ja. Aber wir werden sehen, was der morgige Tag bringt."
EZB: Euroraum-Leistungsbilanzüberschuss sinkt im Juli
Der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums hat im Juli abgenommen. Nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) betrug der Aktivsaldo saisonbereinigt 28 (Juni: 35) Milliarden Euro. In der Handelsbilanz ergab sich ein Überschuss von 36 (18) Milliarden Euro, wobei die Exporte auf 264 (256) Milliarden Euro stiegen und die Importe auf 228 (237) Milliarden sanken. Der Saldo der Dienstleistungsbilanz war mit 12 (16) Milliarden Euro positiv. In der Bilanz der Primäreinkommen ergab sich ein negativer Saldo von 2 (plus 17) Milliarden Euro. Der Saldo der Sekundäreinkommen war wie üblich negativ, und zwar mit 18 (16) Milliarden Euro. In der Kapitalbilanz ergab sich für die zwölf Monate bis Juli ein Überschuss von 232 Milliarden Euro. In den zwölf Monaten bis Juli 2025 waren es 354 Milliarden Euro gewesen.
Yen fällt nach Zinsanhebung der Bank of Japan
Die Bank of Japan hat ihren Leitzins auf ein 30-Jahres-Hoch angehoben, was den japanischen Yen stark fallen ließ. Der US-Dollar legte nach dem Schritt der BoJ um mehr als 1 Prozent gegenüber dem Yen zu, eine Reaktion, die im Widerspruch zu den Bestrebungen Tokios und Washingtons nach einem stärkeren Yen steht. Im asiatischen Nachmittagshandel kostete ein Dollar rund 157,8 Yen, verglichen mit dem Monatstief von 153,54 am 11. September. Die Anleger störten sich offenbar an "dovish" Signalen, die Zweifel daran säten, wie schnell die BoJ weitere Zinserhöhungen folgen lassen wird. Zwei Mitglieder des geldpolitischen Boards wollten die Zinsen überhaupt nicht anheben. "Sie könnten zunehmend als Bremse für eine weitere Straffung wirken", sagte Frantisek Taborsky von ING.
Malaysia Verbraucherpreise Aug +1,9% (PROG: +1,8%) gg Vorjahr
Malaysia Verbraucherpreise Aug +0,3% gg Vormonat
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September 18, 2026 07:38 ET (11:38 GMT)
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