Politik/Sachsen-Anhalt/Kultur (ots) -
Halle - Vor einem möglichen Regierungswechsel versucht Sachsen-Anhalts Regierung aus CDU, SPD und FDP, Kultureinrichtungen gegen eine mögliche Einflussnahme der AfD abzusichern. Nach Recherchen der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe) haben unter anderem die Bauhaus-Stiftung in Dessau sowie die für die Aufarbeitung der NS- und DDR-Geschichte zuständige Stiftung Gedenkstätten schon jetzt Finanzierungszusage bis Ende 2030 erhalten. Entsprechende Verträge wurden kurz vor der Landtagswahl unterzeichnet.
"Das ist allerdings nichts, worauf man sich gelassen zurücklehnen kann", sagte Kai Langer von der Stiftung Gedenkstätten der Zeitung. Beispielsweise könnte die AfD versuchen, durch eine Mehrheit im Stiftungsrat die inhaltliche Arbeit der Einrichtung zu verändern. In ihrem Wahlprogramm macht die AfD das Erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten für eine "Identitätsstörung" der Deutschen verantwortlich.
Auch die Stiftung Bauhaus in Dessau hat eine Finanzierungszusage bis 2030 erhalten. "Uns hat das sehr gefreut", sagte Stiftungsdirektorin Barbara Steiner der MZ. "Wie sicher wir damit aber sind, müssen juristisch kundige Menschen beurteilen." Die AfD hatte das Bauhaus als "Irrweg der Moderne" attackiert. Die mehrjährigen Finanzierungszusagen sollen in der kommenden Woche offiziell bekanntgemacht werden.
Pressekontakt:
Mitteldeutsche Zeitung
Marc Rath
Telefon: 0345 565 4200
marc.rath@mz.de
Original-Content von: Mitteldeutsche Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/47409/6355019
Halle - Vor einem möglichen Regierungswechsel versucht Sachsen-Anhalts Regierung aus CDU, SPD und FDP, Kultureinrichtungen gegen eine mögliche Einflussnahme der AfD abzusichern. Nach Recherchen der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Wochenendausgabe) haben unter anderem die Bauhaus-Stiftung in Dessau sowie die für die Aufarbeitung der NS- und DDR-Geschichte zuständige Stiftung Gedenkstätten schon jetzt Finanzierungszusage bis Ende 2030 erhalten. Entsprechende Verträge wurden kurz vor der Landtagswahl unterzeichnet.
"Das ist allerdings nichts, worauf man sich gelassen zurücklehnen kann", sagte Kai Langer von der Stiftung Gedenkstätten der Zeitung. Beispielsweise könnte die AfD versuchen, durch eine Mehrheit im Stiftungsrat die inhaltliche Arbeit der Einrichtung zu verändern. In ihrem Wahlprogramm macht die AfD das Erinnern an die Verbrechen der Nationalsozialisten für eine "Identitätsstörung" der Deutschen verantwortlich.
Auch die Stiftung Bauhaus in Dessau hat eine Finanzierungszusage bis 2030 erhalten. "Uns hat das sehr gefreut", sagte Stiftungsdirektorin Barbara Steiner der MZ. "Wie sicher wir damit aber sind, müssen juristisch kundige Menschen beurteilen." Die AfD hatte das Bauhaus als "Irrweg der Moderne" attackiert. Die mehrjährigen Finanzierungszusagen sollen in der kommenden Woche offiziell bekanntgemacht werden.
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