Forschung und Entwicklung, Planung, Testing, Industrialisierung, Produktion und Reparatur in einer Wertschöpfungskette zu bündeln und Bahnelektronik von der Produktdefinition über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu begleiten: Dieses Modell präsentiert Elemaster auf der InnoTrans 2026. Die Unternehmensgruppe beschäftigt rund 2000 Mitarbeitende in acht Ländern und ist auf komplexe elektronische und mechatronische Lösungen spezialisiert.
Durch die Übernahme von CR&C hat Elemaster im Jahr 2026 Kompetenzen integriert, die das Repair Centre der Gruppe bilden. Damit wird die Wertschöpfungskette um Testing, Fehleranalyse, Reparatur und Regeneration erweitert. Jährlich werden mehr als 25.000 Einheiten zur Reparatur bearbeitet. Das Portfolio umfasst mehrere Tausend Baugruppen- und Gerätetypen; bei Bedarf können Hardware, Software und Prüfstände entwickelt oder angepasst werden.
Diese Kompetenzen ergänzen Forschung und Entwicklung, Hardware- und Softwareentwicklung sowie Testing am italienischen Standort Eletech unweit von Mailand und am deutschen Standort Ulm. Hinzu kommen Leiterplattenfertigung, Elektronikbestückung und -montage, Systemintegration sowie die Fertigung kompletter Geräte.
Railways Transport zählt zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern der Gruppe und erwirtschaftete 2025 28,2 Prozent des Gesamtumsatzes mit Verkäufen auf fünf Kontinenten. Der Bahnsektor gehört seit Langem zu den spezialisierten Kompetenzfeldern von Elemaster. Dazu zählen Steuerungs- und Kommunikationssysteme an Bord, Systeme für Sicherheit und Stabilität, Signaltechnik, die Überwachung und Kontrolle von Schienenfahrzeugen sowie Wartungsdienstleistungen. 2016 war Elemaster einer von elf europäischen Partnern des Projekts Safe4RAIL
"Im Bahnsektor kommen immer mehr elektronische Funktionen zum Einsatz von Sicherheitssystemen bis hin zum Energie- und Datenmanagement", erklärt Valentina Cogliati, CEO und Präsidentin der Elemaster Group. "Mit dem Repair Centre haben wir auch die Bereiche Analyse, Reparatur und Wiederaufbereitung in die Gruppe integriert und damit einen Prozess vervollständigt, der bei der Entwicklung beginnt und bis in die Betriebsphase des Produkts reicht. Diese Organisation greift Anforderungen auf, die für die europäische Bahnindustrie zunehmend an Bedeutung gewinnen von der Betriebskontinuität bis zum Obsoleszenzmanagement bei elektronischen Komponenten."
Besondera eng ist die Verbindung zwischen Testing und Repair: Kompetenzen aus Entwicklung und Produktion dienen später dazu, Fehlerursachen zu identifizieren und nach einer Reparatur die Wiederherstellung der vorgesehenen Funktionen zu überprüfen.
Zu den jüngsten Bahnprojekten zählen ein System zur Unterbrechung der Wasserstoffzufuhr bei ungewöhnlichen Beschleunigungen, ein Steuergerät zur Erkennung von Personen im Gefahrenbereich zwischen Zug und Infrastruktur sowie Elektronik und einen Prüfstand für die Radschlupfüberwachung. Weitere Aktivitäten betreffen Branddetektion und -management, Hochspannungsschutz, Antriebssteuerung und verteilte Datenverarbeitung an Bord.
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