DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Chicago-Fed-Index deutet auf Wachstumsabschwächung im August hin
Laut einem von der Chicago Fed veröffentlichten Index hat sich das Wirtschaftswachstum im August offenbar unter den langfristigen Trend verlangsamt. Der nationale Aktivitätsindex der regionalen Notenbank fiel im August auf minus 0,04, nach revidiert 0,08 im Juli. Ein Wert von unter null deutet darauf hin, dass die Wirtschaft unter ihrer historischen durchschnittlichen Trendrate wächst.
Fed/Goolsbee: Inflationskomponenten genauso wichtig wie -höhe
Die Federal Reserve hat gerade erst begonnen, die Leitzinsen anzuheben, und die große Frage lautet nun: "Wie lange werden die Währungshüter die Geldpolitik noch straffen?. Die Antwort hängt nach Aussagen von Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, nicht nur vom Verlauf der Inflation ab, sondern auch von ihrer Zusammensetzung. Der Geldpolitische Ausschuss der Fed (FOMC) hatte den Zielkorridor für die Federal Funds Rate in der vergangenen Woche auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Die straffere Geldpolitik zielt darauf ab, die Inflation schneller auf das 2-Prozent-Ziel der Fed zurückzuführen.
MS: EZB zieht Mindestreserve einem Tiering vor
Morgan-Stanley-Analysten verweisen auf Meldungen, denen zufolge die Europäische Zentralbank (EZB) bestrebt ist, die sich aus höheren Leitzinsen ergebende Zinsbelastung durch Anleihebestände zu mildern. Für den Fall, dass sich die EZB dazu entschließt, würde sie das nach Einschätzung der Analysten über eine schon länger diskutierte Anhebung der Mindestreserve für Banken von 1 auf 2 Prozent tun. Dagegen wäre eine gestaffelte Verzinsung von Guthaben bei der EZB ("Tiering") ein komplexeres Vorhaben. Die Analysten sehen allerdings auch keine Notwendigkeit, die Verluste der EZB über eine höhere Mindestreserve zu verringern.
Rabobank hebt Prognosen für Euroraum-Inflation an
Analysten der Rabobank haben ihre Prognosen für die Entwicklung der Verbraucherpreise des Euroraums im laufenden und kommenden Jahr angehoben. Sie rechnen nun für 2026 mit einer Inflationsrate von 3,1 Prozent und für 2027 mit 3,5 Prozent. "Der unmittelbare Wiederanstieg ist energiegetrieben, aber das Hauptrisiko besteht darin, dass höhere Energie- und Vertriebskosten über die Lieferketten, Löhne und Margen auf die Kerninflation durchschlagen. Wir erwarten für 2026 eine durchschnittliche Kerninflation von 2,4 Prozent und für 2027 von 2,6 Prozent", heißt es weiter.
Bessent auf CNBC - Zinsen dürften nach Iran-Konflikt sinken
Finanzminister Scott Bessent sagte, die Ölmärkte würden besser versorgt sein als zuvor, sobald die USA den Konflikt im Nahen Osten hinter sich gelassen hätten. In einem Interview mit CNBC am Montag sagte Bessent, die USA hätten eine der höchsten Korrelationen, die es je zwischen 10- und 30-jährigen Staatsanleihen, Rohölpreisen und Crack-Spreads gegeben habe. "Sobald wir diesen Konflikt hinter uns haben, was wir schaffen werden, denke ich, dass die Ölmärkte besser versorgt sein werden als zuvor, und die Zinsen sollten sinken", sagte Bessent.
Bank of Canada ringt laut Macklem angesichts konkurrierender Kräfte mit Zinspolitik
-Die Zinspolitik der Bank of Canada werde sich danach richten, wie Unternehmen und Haushalte auf die Kombination aus erhöhten Energiepreisen und einer Rückkehr zu größerer Handelsunsicherheit reagieren, sagte der Gouverneur der Zentralbank, Tiff Macklem. Die Vertreter der Zentralbank seien bereit, die Politik anzupassen, je nachdem, wie sich diese beiden dominanten Risiken entwickeln, so Macklem. "Wir wollen unseren Leitzins nicht anheben und das Wachstum bremsen, wenn der Inflationsdruck eingedämmt ist. Aber wir wollen auch nicht zu langsam reagieren, wenn der Inflationsdruck hartnäckiger wird", sagte Macklem laut vorbereiteten Redeanmerkungen für eine Rede in Halifax, Nova Scotia.
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September 21, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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