BERLIN (dpa-AFX) - Die Enquete-Kommission des Bundestags zur Corona-Pandemie soll nach Worten ihres neuen Vorsitzenden Michael Hose mit der weiteren Aufarbeitung zu konkreten Lehren für künftige Krisen kommen. Die Pandemie habe tiefe Spuren hinterlassen, erklärte der Thüringer CDU-Abgeordnete in einer gemeinsamen Mitteilung mit der bisherigen Vorsitzenden Franziska Hoppermann (CDU). Die Kommission habe die wichtige Aufgabe, Brücken zu bauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder zu stärken.
Hoppermann hatte den Vorsitz des Gremiums wegen ihrer neuen Aufgabe als CDU-Generalsekretärin abgegeben. In einem persönlichen Zwischenfazit hob sie hervor, eine Pandemie sei hierzulande nie geübt worden, und im Krisenfall gebe es keine festen Mechanismen einer bundesländerübergreifenden Zusammenarbeit. "Eine positive Entwicklung der Corona-Zeit war sicher ein Schub bei der Digitalisierung." Gewürdigt werden könne, dass die Gesellschaft sich solidarisch, kreativ, anpassungsfähig und hilfsbereit gezeigt habe.
Abschlussbericht bis Sommer 2027
Die Kommission, die vor einem Jahr die Arbeit aufgenommen hatte, plant noch bis Mitte April 2027 öffentliche Anhörungen und soll im Sommer 2027 einen Abschlussbericht mit Empfehlungen für künftige Gesundheitskrisen vorlegen. Neben 14 Abgeordneten gehören ihr auch 14 Sachverständige an.
Die akute Corona-Krise hatte 2020 begonnen, die letzten bundesweiten Alltagsauflagen endeten zu Ostern 2023. In der vergangenen Wahlperiode war eine große Analyse und Auswertung der Schutzmaßnahmen mit Masken, Tests und vielen Beschränkungen auf Bundesebene nicht zustande gekommen./sam/DP/jha
