DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EU und Philippinen erzielen Durchbruch bei Freihandelsgesprächen
Die Europäische Union und die Philippinen haben eine "substanzielle" Einigung über ein Freihandelsabkommen erzielt. Anhaltende geopolitische Schocks und Zölle unterstreichen dabei die Notwendigkeit einer Diversifizierung. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, sie habe die Einigung mit dem philippinischen Präsidenten Ferdinand R. Marcos Jr. am Dienstag erzielt. Dies sei ein Meilenstein, der auf ihren Besuch in dem südostasiatischen Land drei Jahre zuvor zur Wiederaufnahme der Verhandlungen folge.
RBA-Chefvolkswirtin bekräftigt Warnung vor Zinserhöhung
Die Chefvolkswirtin der Reserve Bank of Australia (RBA), Sarah Hunter, hat in einem Podcast-Interview die Warnungen der Zentralbank vor der Inflation bekräftigt. "Wir sind der Meinung, dass die Inflationsrisiken eher nach oben gerichtet sind", sagt sie und fügt hinzu, das Board der RBA habe klargestellt, dass es definitiv prüfen werde, ob der Leitzins angehoben werden müsse, sollte sich dieses Risiko bewahrheiten. Die Kommentare folgen auf eine wochenlange Positionierung von Vertretern der RBA, die die Märkte dazu veranlasst hat, bis zum Jahresende zwei weitere Zinserhöhungen zu erwarten.
RBNZ-Chefin Breman sieht Risiko - Inflation könnte Prognosen übertreffen
Die Gouverneurin der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ), Anna Breman, warnt, dass die Inflation die aktuellen Prognosen der Zentralbank übertreffen werde, sollten die Ölpreise hoch bleiben. Auf einer Reise nach Dunedin mit anderen Entscheidungsträgern der RBNZ merkte sie an, die wirtschaftliche Erholung setze sich fort, bleibe aber "uneinheitlich". Die Erholung werde sich voraussichtlich verstärken und ausweiten, was einen widerstandsfähigen Exportsektor und einen allmählichen Anstieg der Haushaltsausgaben widerspiegele, fügt sie hinzu.
Erholung der Außenbilanz Indonesiens durch Wetter und Ölpreise gefährdet
Wetterbedingte Störungen bei Palmöl und im Bergbau könnten, gepaart mit höheren Ölpreisen, die Erholung der indonesischen Außenbilanz verlangsamen, schreiben die CIMB-Volkswirte Joel Cheung und Michelle Chia in einem Kommentar. Die Palmölproduktion könnte durch trockenes Wetter und Waldbrände unter Druck bleiben, während niedrige Wasserstände kurzfristig den Kohletransport und die Nickelproduktion stören könnten, meinen sie. Höhere Ölpreise dürften das Defizit zudem ausweiten, indem sie die Importkosten erhöhen, sagen sie. Sie erwarten, dass sich das Leistungsbilanzdefizit von seinem Höchststand im zweiten Quartal von 3,3 Prozent des BIP verringern wird.
Treffen von Trump und Xi dürfte mehr Schein als Sein werden
Bei dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Xi werde es voraussichtlich mehr um die Optik als um die Substanz gehen, ohne dass es zu makroökonomisch bewegenden Entwicklungen komme, schreibt Barclays Research in einer Research Note. China werde voraussichtlich auf weitere Zollerleichterungen drängen und gegen den Zoll wegen "Überkapazitäten" argumentieren, heißt es weiter. China könne zudem auf eine Lockerung der US-Technologiebeschränkungen dringen. Gleichzeitig werde China wahrscheinlich einige Zugeständnisse bei Seltenen Erden und eine konstruktive Rolle in Fragen wie dem Konflikt zwischen den USA und dem Iran anbieten, fügt die Research Note hinzu.
US-Regierung schlägt Wiederaufbau-Fonds für Energieanlagen im Golf vor - Kreise
Die Trump-Regierung hat vorgeschlagen, 5 Milliarden US-Dollar in einen neuen Fonds zu investieren, der Ländern im Nahen Osten dabei helfen soll, die im Iran-Krieg beschädigte Energieinfrastruktur wiederaufzubauen. Zudem solle er deren Abhängigkeit von der Straße von Hormus für den Transport von Öl und Gas verringern. Dies geht aus Angaben von US-amerikanischen und nahöstlichen Regierungsvertretern sowie aus Dokumenten hervor, in die das Wall Street Journal Einblick hatte.
Globale Ölreserven in 5 bis 10 Wochen erschöpft - Laut CBA
Die CBA schätzt nun, dass die globalen Ölmärkte noch 5 bis 10 Wochen Zeit haben, bevor die Lagerbestände an Öl und raffinierten Produkten zur Neige gehen. Zum Vergleich: Noch vor zwei Wochen lagen die Schätzungen bei eher 15 bis 20 Wochen. Eine Erschöpfung der Lagerbestände erhöhe das Risiko, dass die Brent-Öl-Futures auf 150 US-Dollar pro Barrel steigen, fügt sie hinzu. Der Druck, den der Iran und seine Stellvertreter durch ihre Kontrolle wichtiger Meerengen und ihren Angriff auf die Pipeline-Infrastruktur Saudi-Arabiens ausgeübt hätten, habe die Preise für Öl und raffinierte Produkte in die Höhe getrieben und den Zeitrahmen für die Erschöpfung der Lagerbestände verkürzt, so Vivek Dhar, Ökonom bei der CBA. Dhar sei nun zuversichtlicher, dass die USA versuchen werden, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen.
Ölpreis legt leicht zu - Fokus auf diplomatische Signale im Nahost-Konflikt
Der Ölpreis legt im asiatischen Handel leicht zu, wobei der Frontmonats-Future für Brent über der psychologisch wichtigen Marke von 100 US-Dollar pro Barrel notiert. Die Aufmerksamkeit an den Ölmärkten werde sich wahrscheinlich auf die diplomatischen Entwicklungen konzentrieren, schreibt Lukman Otunuga von FXTM in einem Kommentar. Der Iran habe gewarnt, dass eine erneute Eskalation des Nahost-Konflikts eine deutliche Reaktion auslösen würde, was die Rohölpreise in die Höhe treiben könnte, so der Leiter der Marktforschung. Eine Bestätigung direkter Gespräche zwischen den USA und dem Iran auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen in dieser Woche könnte die Preise jedoch unter Verkaufsdruck setzen, da dies die Erwartungen an das Angebot aus dem Nahen Osten erhöhen würde, fügt er hinzu.
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September 22, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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