FRANKFURT AM MAIN/MAINZ (dpa-AFX) - Bei der Nutzung von KI-Onlinetools gibt es einer neuen Untersuchung zufolge ein deutliches Altersgefälle. Während gut zwei Drittel der 14- bis 29-Jährigen sie regelmäßig - mindestens wöchentlich - verwenden, sind es in der Altersgruppe ab 70 Jahren lediglich 8 Prozent, wie aus der neuen ARD/ZDF-Medienstudie hervorgeht.
Über alle Altersgruppen hinweg geben 37 Prozent an, regelmäßig Tools wie ChatGPT, Google Gemini, Perplexity & Co. nutzen. Damit nimmt der Studie zufolge die KI-Nutzung deutlich zu, noch vor einem Jahr hatte dieser Wert bei 22 Prozent gelegen.
Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) steht den KI-Tools kritisch gegenüber und hält deren Informationen für weniger oder nicht vertrauenswürdig. Nur drei Prozent über alle Altersgruppen hinweg halten sie für sehr vertrauenswürdig.
"KI wird die Mediennutzung massiv verändern, und wir sehen in der Studie schon, dass vor allem jüngere Menschen durch diese Tools anders an Informationen kommen", sagte der Intendant des Hessischen Rundfunks, Florian Hager. Auch die öffentlich-rechtlichen Medien müssten sich darauf einstellen, indem sie etwa verantwortungsvoll KI nutzten oder Deepfakes einordneten.
YouTube bleibt meistgenutzte Streamingplattform
Den Ergebnissen der Studie zufolge schauen 71 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche das laufende Fernsehprogramm, knapp die Hälfte (46 Prozent) Streamingdienste. Meistgenutzter Streaminganbieter bei Videos ist laut Studie wie im Vorjahr die Plattform YouTube, die rund 71 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren insgesamt erreicht. Die Streaming-Netzwerke von ARD und ZDF kommen auf 56 beziehungsweise 51 Prozent.
Das Marktforschungsinstitut G.I.M. befragte im Auftrag von ARD und ZDF vom 27. Januar bis 19. April knapp 2.500 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren. 70 Prozent beantworteten Fragen per Telefon auf Basis einer repräsentativen Stichprobe, 30 Prozent antworteten online. Die ARD/ZDF-Medienstudie erscheint jährlich./hus/DP/jha
