NEW YORK (dpa-AFX) - Die Renditen am Markt für US-Staatsanleihen sind am Dienstag gefallen. Der fünfte Handelstag in Folge mit einem Rückgang der Ölpreise dämpfte am Markt Inflationssorgen, was die Nachfrage nach Staatspapieren verstärkte. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) stieg um 0,24 Prozent auf 106,30 Punkte; die Rendite der zehnjährigen Anleihe fiel im Gegenzug auf 4,93 Prozent.
Vor einer Woche hatte die Rendite in der zehnjährigen Laufzeit noch über der Marke von fünf Prozent gelegen. Seitdem hat ein Rückgang der Ölpreise die Inflationssorgen verringert und die Spekulation auf weiter steigende Leitzinsen gedämpft. Die US-Notenbank hatte erst Mitte vergangener Woche den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben.
Aktuell fallen die Ölpreise wegen der wachsenden Hoffnung auf eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs. So stellt die iranische Führung im Konflikt mit den USA abermals Verhandlungen in Aussicht gestellt. "Diplomatie bedeutet keine Kapitulation, sondern die Umwandlung der Stärke auf dem Feld in politische Errungenschaften", sagte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf laut iranischen Medienberichten in Teheran.
Zudem berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo, dass der Iran angeboten habe, die Straße von Hormus innerhalb von sieben Tagen wieder zu öffnen, sofern die amerikanische Blockade aufgehoben werde.
Darüber hinaus wird erwartet, dass sich US-Präsident Donald Trump im Verlauf des Tages am Rande der UN-Vollversammlung mit den Golfstaaten über das weitere Vorgehen gegenüber Iran beraten will. Außerdem hatte sich Trump zuletzt offen für ein Treffen mit Irans Präsident Massud Peseschkian am Rande der UN-Generaldebatte gezeigt. Ob es dazu kommt, ist aber offen./jkr/mis
