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XETRA-SCHLUSS/Neue Trump-Drohung gegen Iran bremst Erholung aus

DJ XETRA-SCHLUSS/Neue Trump-Drohung gegen Iran bremst Erholung aus

DOW JONES--Ein neuerlicher Rückgang des Ölpreises und der Marktzinsen hat den deutschen Aktienmarkt am Dienstag gestützt. Neue Drohungen des US-Präsidenten gegen den Iran bremsten jedoch die Erholung und ließen die Aktienkurse von ihren Tageshochs zurückkommen. Der DAX schloss kaum verändert bei 25.579 Punkten.

Der Preis für das Barrel Brentöl sank zeitweise unter 98 Dollar, nachdem Kyodo News gemeldet hatte, der Iran habe vorgeschlagen, die Straße von Hormus in den kommenden Tagen zu öffnen, wenn die USA im Gegenzug die Blockade der iranischen Häfen lockerten. Der Preis erholte sich jedoch deutlich von seinen Tagestiefs, nachdem US-Präsident Donald Trump während seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York mit der Auslöschung des Irans gedroht hatte. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen, die zeitweise nachgegeben hatte, stand im späten europäischen Handel 1 Basispunkt höher bei 4,97 Prozent. Die Rendite gleichlaufender Bundesanleihen stieg um 1 Basispunkt auf 3,46 Prozent.

Die Blicke richteten sich zudem auf das Gipfeltreffen zwischen Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping am Donnerstag. Börsianer hoffen auf positive Impulse für die Märkte.

Der DAX wurde angeführt von Zalando (+3,7%). Adidas legten um 2,6 Prozent zu. Der Einzelhandelssektor verbuchte auch europaweit die stärksten Gewinne.

Kein Licht am Ende des Tunnels machte man im Handel für Immobilienaktien aus. Der Abschlag zum Net Asset Value werde zwar immer größer, hieß es, die hohen Renditen an den Anleihemärkten seien für den hochverschuldeten Sektor aber ein Problem, genauso wie die wieder geführte Debatte über Enteignungen nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin. Vonovia verloren 0,6 Prozent, LEG Immobilien 1,2 Prozent und Aroundtown 0,4 Prozent.

Für Evonik ging es 4,3 Prozent nach oben. Im Handel wurde auf Medienberichte verwiesen, denen zufolge BASF Interesse an dem Spezialchemiekonzern haben soll. Gespräche über eine mögliche Transaktion sollen Anfang des Jahres geführt worden sein. Im Handel gab man sich skeptisch. BASF kletterten um 0,8 Prozent.

Tui hat die Prognosespanne für das laufende Jahr eingeengt. Für das Geschäftsjahr per Ende September erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBIT zu konstanten Wechselkursen von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro. Bislang hatte die Spanne auf 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gelautet nach einem Vorjahresergebnis von 1,41 Milliarden. Die Umsatzprognose bleibt weiterhin ausgesetzt. Der Mittelwert der neuen EBIT-Spanne entspricht mit 1,25 Milliarden Euro praktisch exakt dem Konsens. Das Tui-Papier rückte um 0,1 Prozent vor.

Index     zuletzt* +/- % +/- % YTD 
DAX       25.579  +0,0    4,5 
DAX-Future    25.745  -0,3    4,4 
XDAX       25.563  -0,3    4,0 
MDAX       31.530  +0,9    3,1 
TecDAX      4.031  +0,5    11,4 
SDAX       18.411  +1,0    7,3 
zuletzt    +/- Ticks 
Bund-Future   120,97 -14,0 
*gerundet 
 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/mgo

(END) Dow Jones Newswires

September 22, 2026 11:57 ET (15:57 GMT)

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