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MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Trump-Drohung gegen Iran bremst Aktien

DJ MÄRKTE EUROPA/Behauptet - Trump-Drohung gegen Iran bremst Aktien

DOW JONES--Ein zeitweise deutlicherer Rückgang von Ölpreis und Anleiherenditen hat die europäischen Börsen am Dienstag gestützt. Neue Drohungen des US-Präsidenten gegen den Iran führten zu einer Erholung von Öl und Renditen und holten die Aktienkurse von ihren Hochs zurück.

Der DAX schloss kaum verändert bei 25.579 Punkten, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,1 Prozent auf 6.325 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt notierte der Euro etwas leichter bei rund 1,1430 Dollar. Gold tendierte ebenfalls etwas leichter.

Der Brentölpreis fiel zeitweise unter 98 Dollar je Barrel nach einem Bericht von Kyodo News, dem zufolge der Iran vorgeschlagen haben soll, die Straße von Hormus in den kommenden Tagen zu öffnen, wenn die USA im Gegenzug die Blockade der iranischen Häfen lockerten. Brent machte seine Verluste fast vollständig wett und kostete zuletzt um die 100 Dollar, nachdem US-Präsident Donald Trump während seiner Rede vor der UN-Generalversammlung in New York mit der Auslöschung des Irans gedroht hatte.

Die Blicke richteten sich zudem auf das Gipfeltreffen zwischen Trump und seinem chinesischen Gegenpart Xi Jinping am Donnerstag. Börsianer hoffen auf positive Impulse für die Märkte. "Aus unserer Sicht sind gegenseitige Zollsenkungen das konkreteste potenzielle Ergebnis des Gipfels", hieß es bei Standard Chartered. US-Technologiekontrollen und Chinas Beschränkungen für Seltene Erden blieben die entscheidenden Druckmittel auf beiden Seiten. Vereinbarungen über künftige Treffen könnten indes signalisieren, dass beide Seiten weiterhin gemeinsam versuchten, eine neuerliche Eskalation zu verhindern.

Den stärksten Sektor in Europa stellten die Einzelhandelswerte mit einem Plus von durchschnittlich 3,1 Prozent. Die Aktien der britischen Baumarktkette Kingfisher verteuerten sich um 12,4 Prozent, nachdem das Unternehmen überzeugende Zahlen vorgelegt und seinen Ausblick angehoben hatte.

Kein Licht am Ende des Tunnels machte man im Handel für Immobilienaktien aus. Der Abschlag zum Net Asset Value werde zwar immer größer, hieß es, die hohen Renditen an den Anleihemärkten seien für den hochverschuldeten Sektor aber ein Problem, genauso wie die wieder geführte Debatte über Enteignungen nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin. Vonovia verloren 0,6 Prozent, LEG Immobilien 1,2 Prozent und Aroundtown 0,4 Prozent.

Für Evonik ging es 4,3 Prozent nach oben. Im Handel wurde auf Medienberichte verwiesen, denen zufolge BASF Interesse an dem Spezialchemiekonzern haben soll. Gespräche über eine mögliche Transaktion sollen Anfang des Jahres geführt worden sein. Im Handel gab man sich skeptisch. BASF kletterten um 0,8 Prozent.

Tui hat die Prognosespanne für das laufende Jahr eingeengt. Für das Geschäftsjahr per Ende September erwartet der Konzern nun ein bereinigtes EBIT zu konstanten Wechselkursen von 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro. Bislang hatte die Spanne auf 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro gelautet nach einem Vorjahresergebnis von 1,41 Milliarden. Die Umsatzprognose bleibt weiterhin ausgesetzt. Der Mittelwert der neuen EBIT-Spanne entspricht mit 1,25 Milliarden Euro praktisch exakt dem Konsens. Das Tui-Papier rückte um 0,1 Prozent vor.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.325       +0,1          +9,1 
Stoxx-50        5.361       -0,1          +9,1 
Stoxx-600        643       +0,1          +8,4 
DAX          25.579       +0,0          +4,4 
FTSE-100 London    10.739       -0,3          +8,1 
CAC-40 Paris      8.139       +0,2          -0,1 
AEX Amsterdam     1.102       +0,8         +15,9 
ATHEX-20 Athen     6.867       -0,3         +28,3 
BEL-20 Brüssel     5.763       -0,1         +13,5 
BUX Budapest     152.997       -1,1         +37,8 
OMXH-25 Helsinki    6.585       +0,9         +15,5 
OMXC-20 Kopenhagen   1.547       -0,0          -3,8 
PSI 20 Lissabon    9.617       +0,4         +16,4 
IBEX-35 Madrid    19.724       +0,2         +14,0 
FTSE-MIB Mailand   52.372       -0,5         +16,5 
OBX Oslo        2.024       -0,5         +26,6 
PX Prag        2.750       -0,3          +2,4 
OMXS-30 Stockholm   3.307       +0,9         +14,7 
WIG-20 Warschau   158.651       +0,2         +35,1 
ATX Wien        6.901       +0,3         +29,6 
SMI Zürich      13.957       -0,0          +5,2 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1430  -0,3  -0,0032     1,1462     1,1470 
EUR/JPY          180,13  -0,2  -0,2700      180,4    180,6000 
EUR/CHF          0,9396  -0,2  -0,0016     0,9412     0,9416 
EUR/GBP          0,8578  +0,1  0,0006     0,8572     0,8576 
USD/JPY          157,56  +0,1  0,2000     157,36    157,4300 
GBP/USD          1,3324  -0,3  -0,0039     1,3363     1,3372 
USD/CNY          6,6996  +0,1  0,0043     6,6953     6,6953 
USD/CNH          6,6999  +0,1  0,0074     6,6925     6,6923 
AUS/USD          0,7098  -0,2  -0,0017     0,7115     0,7121 
Bitcoin/USD      86.385,46  -0,7  -589,06    86.974,52   86.298,50 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         96,17  +0,4   0,39      95,78 
Brent/ICE         100,27  -0,1   -0,07     100,34 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.325,69  -0,4  -17,47    4.343,16 
Silber           65,68  -0,5   -0,34      66,03 
Platin         1.809,95  +0,7   12,39    1.797,56 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/cln/mgo

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September 22, 2026 12:12 ET (16:12 GMT)

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