Berlin (ots) -
Grewenig: "Medienvielfalt ist eine demokratische Aufgabe -'Aktionsplan Medienvielfalt' bis 2028'"
- Rund 300 Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft beim jährlichen VAUNET Get-together in Berlin
- Staatssekretär Torsten Welling, Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, Sport, Ehrenamt und Medien, als Gastredner
Rund 300 Vertreter:innen aus Medien, Politik und Wirtschaft sind am gestrigen Abend der Mitgliederversammlung des VAUNET - Verband Privater Medien zum jährlichen Get-together des Verbandes im Berliner Axica zusammengekommen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft einer vielfältigen demokratischen Öffentlichkeit und die dafür notwendigen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen privater Medien.
Gastredner des Abends war Staatssekretär Torsten Welling, Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, Sport, Ehrenamt und Medien.
Torsten Welling: "Big-Tech-Plattformen, Künstliche Intelligenz und neue Nutzungsgewohnheiten verändern unsere Medienwelt grundlegend. Auf diese Herausforderungen gibt die Ländergemeinschaft eine klare Antwort: Mit dem Digitale Medien-Staatsvertrag schaffen wir Spielregeln und stärken die digitale Souveränität von Medien und Nutzern. Journalistisch verantwortete Medien schützen wir vor algorithmischer Verdrängung und verbessern ihre Refinanzierung. Auch die Medienvielfalt vor Ort wollen wir stärken und die Medienaufsicht modernisieren. Denn klar ist: Eine starke Demokratie braucht starke und vielfältige Medien."
Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET und Chief Corporate Affairs Officer von RTL Deutschland, stellte in seiner Rede die wachsenden Herausforderungen für die Refinanzierung privater Medien in den Mittelpunkt. Die Nachfrage nach ihren Angeboten sei ungebrochen, zugleich verschöben sich die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse immer stärker zugunsten globaler Big-Tech-Plattformen. Nach VAUNET-Prognose werden 2026 wenige dieser Plattformen 72 Prozent der gesamten Werbeumsätze im Bereich der Instream-Videowerbung in Deutschland auf sich vereinen.
Dabei gehe es aus Sicht des VAUNET um weit mehr als eine Verschiebung von Marktanteilen. Journalistische Medien investierten in Inhalte und Journalismus, recherchierten, prüften und ordneten Informationen ein und übernähmen Verantwortung für ihre Veröffentlichungen. Plattformen organisierten dagegen in erster Linie algorithmisch Aufmerksamkeit und monetarisierten sie.
Claus Grewenig: "Die Sicherung von Medienvielfalt ist eine demokratische Aufgabe. Private Medien sind Träger und Ermöglicher demokratischer Öffentlichkeit - dafür müssen sie auch unter den Bedingungen von Plattformökonomie und Künstlicher Intelligenz wirtschaftlich bestehen können. Die politischen Herausforderungen sind im Wesentlichen erkannt. Jetzt brauchen wir mehr Tempo und Konsequenz, damit aus den richtigen Zielen auch die richtigen Entscheidungen in Gesetzgebung und Regulierung werden. Dafür brauchen wir einen gemeinsamen 'Aktionsplan Medienvielfalt bis 2028', in dem die Aktivitäten von Bund, Ländern und Europa zusammengeführt werden."
Als zentrale aktuelle Handlungsfelder benannte Grewenig unter anderem die Filmförderung, das Wettbewerbsrecht, die europäische Digitalregulierung sowie den Digitale Medien-Staatsvertrag der Länder. Dieser greife mit der Refinanzierung privater Medien, faireren Wettbewerbsbedingungen gegenüber marktmächtigen Plattformen sowie Regelungen zu Public Value und Auffindbarkeit zentrale Zukunftsfragen auf.
Im anschließenden Gespräch diskutierten Klein und Grewenig über die Rolle privater Medien in einer demokratischen Öffentlichkeit und die daraus resultierenden medienpolitischen Weichenstellungen. Moderiert wurde der Talk von Sarah Oswald, Journalistin und Moderatorin des werktäglichen Nachrichtenmagazins "Deutschland am Morgen" bei ntv und RTL sowie Moderatorin bei RTL Radio.
Ziel des von Grewenig vorgeschlagenen "Aktionsplans Medienvielfalt bis 2028" ist es, die bereits formulierten politischen Ziele von Ländern, Bund und Europa zusammenzuführen und bis 2028 die Voraussetzungen für eine finanzierbare, wettbewerbsfähige und vielfältige Medienlandschaft zu schaffen.
Über VAUNET:
VAUNET ist der Spitzenverband der privaten Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland und vertritt die Interessen von rund 160 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen TV, Radio, Web und Streaming. Der Wirtschaftsverband setzt sich national und international für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der Branche sowie die Vermittlung ihrer besonderen gesellschaftspolitischen und kulturellen Bedeutung ein.
Pressekontakt:
Für Rückfragen:
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | hs@schultz-kommunikation.com
VAUNET - Verband Privater Medien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles - Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vau.net
www.vau.net
Original-Content von: VAUNET - Verband Privater Medien, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6895/6357228
Grewenig: "Medienvielfalt ist eine demokratische Aufgabe -'Aktionsplan Medienvielfalt' bis 2028'"
- Rund 300 Gäste aus Medien, Politik und Wirtschaft beim jährlichen VAUNET Get-together in Berlin
- Staatssekretär Torsten Welling, Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, Sport, Ehrenamt und Medien, als Gastredner
Rund 300 Vertreter:innen aus Medien, Politik und Wirtschaft sind am gestrigen Abend der Mitgliederversammlung des VAUNET - Verband Privater Medien zum jährlichen Get-together des Verbandes im Berliner Axica zusammengekommen. Im Mittelpunkt standen die Zukunft einer vielfältigen demokratischen Öffentlichkeit und die dafür notwendigen wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen privater Medien.
Gastredner des Abends war Staatssekretär Torsten Welling, Bevollmächtigter des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa, Sport, Ehrenamt und Medien.
Torsten Welling: "Big-Tech-Plattformen, Künstliche Intelligenz und neue Nutzungsgewohnheiten verändern unsere Medienwelt grundlegend. Auf diese Herausforderungen gibt die Ländergemeinschaft eine klare Antwort: Mit dem Digitale Medien-Staatsvertrag schaffen wir Spielregeln und stärken die digitale Souveränität von Medien und Nutzern. Journalistisch verantwortete Medien schützen wir vor algorithmischer Verdrängung und verbessern ihre Refinanzierung. Auch die Medienvielfalt vor Ort wollen wir stärken und die Medienaufsicht modernisieren. Denn klar ist: Eine starke Demokratie braucht starke und vielfältige Medien."
Claus Grewenig, Vorstandsvorsitzender des VAUNET und Chief Corporate Affairs Officer von RTL Deutschland, stellte in seiner Rede die wachsenden Herausforderungen für die Refinanzierung privater Medien in den Mittelpunkt. Die Nachfrage nach ihren Angeboten sei ungebrochen, zugleich verschöben sich die wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse immer stärker zugunsten globaler Big-Tech-Plattformen. Nach VAUNET-Prognose werden 2026 wenige dieser Plattformen 72 Prozent der gesamten Werbeumsätze im Bereich der Instream-Videowerbung in Deutschland auf sich vereinen.
Dabei gehe es aus Sicht des VAUNET um weit mehr als eine Verschiebung von Marktanteilen. Journalistische Medien investierten in Inhalte und Journalismus, recherchierten, prüften und ordneten Informationen ein und übernähmen Verantwortung für ihre Veröffentlichungen. Plattformen organisierten dagegen in erster Linie algorithmisch Aufmerksamkeit und monetarisierten sie.
Claus Grewenig: "Die Sicherung von Medienvielfalt ist eine demokratische Aufgabe. Private Medien sind Träger und Ermöglicher demokratischer Öffentlichkeit - dafür müssen sie auch unter den Bedingungen von Plattformökonomie und Künstlicher Intelligenz wirtschaftlich bestehen können. Die politischen Herausforderungen sind im Wesentlichen erkannt. Jetzt brauchen wir mehr Tempo und Konsequenz, damit aus den richtigen Zielen auch die richtigen Entscheidungen in Gesetzgebung und Regulierung werden. Dafür brauchen wir einen gemeinsamen 'Aktionsplan Medienvielfalt bis 2028', in dem die Aktivitäten von Bund, Ländern und Europa zusammengeführt werden."
Als zentrale aktuelle Handlungsfelder benannte Grewenig unter anderem die Filmförderung, das Wettbewerbsrecht, die europäische Digitalregulierung sowie den Digitale Medien-Staatsvertrag der Länder. Dieser greife mit der Refinanzierung privater Medien, faireren Wettbewerbsbedingungen gegenüber marktmächtigen Plattformen sowie Regelungen zu Public Value und Auffindbarkeit zentrale Zukunftsfragen auf.
Im anschließenden Gespräch diskutierten Klein und Grewenig über die Rolle privater Medien in einer demokratischen Öffentlichkeit und die daraus resultierenden medienpolitischen Weichenstellungen. Moderiert wurde der Talk von Sarah Oswald, Journalistin und Moderatorin des werktäglichen Nachrichtenmagazins "Deutschland am Morgen" bei ntv und RTL sowie Moderatorin bei RTL Radio.
Ziel des von Grewenig vorgeschlagenen "Aktionsplans Medienvielfalt bis 2028" ist es, die bereits formulierten politischen Ziele von Ländern, Bund und Europa zusammenzuführen und bis 2028 die Voraussetzungen für eine finanzierbare, wettbewerbsfähige und vielfältige Medienlandschaft zu schaffen.
Über VAUNET:
VAUNET ist der Spitzenverband der privaten Audio- und audiovisuellen Medien in Deutschland und vertritt die Interessen von rund 160 Mitgliedsunternehmen aus den Bereichen TV, Radio, Web und Streaming. Der Wirtschaftsverband setzt sich national und international für die politischen und wirtschaftlichen Anliegen der Branche sowie die Vermittlung ihrer besonderen gesellschaftspolitischen und kulturellen Bedeutung ein.
Pressekontakt:
Für Rückfragen:
Pressesprecher Hartmut Schultz, Hartmut Schultz Kommunikation GmbH
T | +49 30 3 98 80-101, E | hs@schultz-kommunikation.com
VAUNET - Verband Privater Medien e.V.
Stromstraße 1, 10555 Berlin
Rue des Deux Eglises 26, B-1000 Bruxelles - Büro Brüssel
T | +49 30 3 98 80-0, F | +49 30 3 98 80-148
E | info@vau.net
www.vau.net
Original-Content von: VAUNET - Verband Privater Medien, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/6895/6357228
© 2026 news aktuell
