Frankfurt am Main (ots) -
- 60,4 Prozent der Beschäftigten würden für mehr oder unbegrenzten Urlaub auf einen Teil ihres Gehalts verzichten.
- 40,9 Prozent arbeiten regelmäßig sonntags, unter Führungskräften sind es sogar 54,3 Prozent.
- Fast jeder Fünfte hat einen Nebenjob (19,9 Prozent), für mehr als ein Drittel (33,8 Prozent) ist das zusätzliche Einkommen nötig, um die Lebenshaltungskosten zu bestreiten.
Seit zehn Jahren erhebt Owl Labs mit der "State of Hybrid Work" den Status quo der hybriden Zusammenarbeit von Beschäftigten auf der ganzen Welt. In diesem Jubiläumsjahr zeigt sich: Nachdem lange der Arbeitsort im Mittelpunkt der Debatte stand, rückt nun eine weitere Dimension der Autonomie in den Fokus - die Frage, wie viel Flexibilität Beschäftigte bei ihrer Arbeitszeit einfordern. Deutschland könnte dabei einen Ausblick darauf geben, wohin sich diese Entwicklung bewegt. Hybrides Arbeiten ist hierzulande mit 52,7 Prozent bereits stärker etabliert als in Großbritannien mit 45 Prozent, den USA mit 25 Prozent und Frankreich mit 32 Prozent.
Die inzwischen zehnte Ausgabe der "State of Hybrid Work (https://owllabs.de/state-of-hybrid-work/2026)"-Studie macht deutlich, wie weit sich die Frage nach Autonomie inzwischen verschoben hat. Zeit wird zu einem eigenen Verhandlungswert in der Arbeitswelt. Für die nächste Phase der hybriden Arbeit ist demnach entscheidend, wie viel Freiheit Beschäftigte gewinnen und wie viel Kontrolle Unternehmen behalten wollen.
Arbeitszeit hat einen neuen Wert
Wie hoch dieser Gegenwert ist, zeigt sich dort, wo Beschäftigte Zeit und Gehalt direkt gegeneinander abwiegen können. 58,1 Prozent der befragten Beschäftigten würden bei einem Jobwechsel einen Teil ihres Gehalts für eine Vier-Tage-Woche eintauschen. Für mehr oder unbegrenzten Urlaub wären sogar 60,4 Prozent dazu bereit.
Besonders deutlich fällt diese Neubewertung bei jüngeren Beschäftigten aus. 74,2 Prozent der Generation Z wären bereit, für mehr Freizeit ein geringeres Gehalt zu akzeptieren, bei den Babyboomern gilt das für 30,7 Prozent. Ein Teil der Jüngeren würde dabei sogar noch weitergehen: Rund jede zehnte Person der Generation Z würde für eine Vier-Tage-Woche (9,4 Prozent) oder flexible Arbeitszeiten (10,1 Prozent) auf mehr als 20 Prozent ihres Bruttojahresgehalts verzichten.
Der Wunsch nach mehr Kontrolle über die eigene Zeit geht dabei über zusätzliche freie Tage hinaus. Mehr als die Hälfte der Befragten (53,1 Prozent) interessiert sich für "Micro-Shifting" - ein Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeitende ihre Arbeitszeit über den Tag hinweg in kürzere, nicht zusammenhängende Zeitblöcke aufteilen. Dadurch können Beschäftigte ihre Arbeitszeiten beispielsweise an Kinderbetreuung, gesundheitliche Bedürfnisse, das persönliche Energielevel oder Phasen besonders hoher Produktivität anpassen. Das Interesse an diesem Konzept zeigt, dass Flexibilität zunehmend nicht nur in Form von zusätzlicher Freizeit geschätzt wird, sondern auch als größere Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Arbeitstages.
Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass mehr Freiheit bei der Gestaltung der eigenen Arbeitszeit dazu führen kann, dass Arbeit zunehmend außerhalb der klassischen Arbeitszeiten stattfindet. 40,9 Prozent der Beschäftigten arbeiten regelmäßig sonntags, unter Führungskräften steigt dieser Anteil auf 54,3 Prozent. Fast jeder fünfte Beschäftigte (19,7 Prozent) praktiziert bereits sogenanntes "Ghost Working" und verlagert seine Arbeit bewusst in die späten Abendstunden, um tagsüber mehr Freiraum zu schaffen. Dies ermöglicht zwar eine flexiblere Gestaltung des Arbeitstages, führt jedoch gleichzeitig dazu, dass Arbeit zunehmend in Zeiten hineinreicht, die traditionell dem Privatleben vorbehalten sind.
Wie viel Zeit kostet Sicherheit?
Der Wunsch nach mehr Zeitsouveränität trifft auf einen Arbeitsmarkt, in dem Unsicherheit zunehmend zum Dauerzustand wird. Stellenabbau ist für immer mehr der befragten Beschäftigten Teil der eigenen Arbeitsrealität. Seit 2024 steigt der Anteil der Befragten, die angeben, Entlassungen im eigenen Unternehmen erlebt zu haben, kontinuierlich und liegt im Jahr 2026 bei 39,5 Prozent. Weitere 36,9 Prozent haben die Information über einen möglichen Stellenabbau bereits bekommen. Die Folgen reichen längst in den Arbeitsalltag hinein: Rund ein Drittel berichtet von mehr Stress als im Vorjahr (33,8 Prozent), 29 Prozent sorgen sich um die Stabilität ihres Arbeitsplatzes.
Unter diesen Bedingungen verändert sich auch der Umgang mit der eigenen Zeit. Für manche wird sie zur Ressource, um sich zusätzlich abzusichern. Fast jede fünfte befragte Person hat bereits einen Nebenjob (19,9 Prozent), in der Generation Z ist es mehr als jede vierte (28,2 Prozent).
Für viele ist dieser zusätzliche Nebenerwerb finanziell notwendig: 33,8 Prozent geben an, das zusätzliche Einkommen zu brauchen, um ihre Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Besonders hoch liegt dieser Anteil bei Frauen (41,5 Prozent). Für einen Teil der Beschäftigten kostet wirtschaftliche Sicherheit damit konkret zusätzliche Arbeitszeit.
Wenn Meetings zur Zeitfrage werden
Je bewusster Beschäftigte mit ihrer Zeit umgehen, desto stärker fällt auf, wo sie im Arbeitsalltag verloren geht. Meetings sind dafür eines der sichtbarsten Beispiele: Jeder dritte Befragte (32,1 Prozent) leidet unter Meeting-Fatigue. Fast die Hälfte (47,2 Prozent) nennt zu lange Besprechungen als Ursache.
Dabei geht es um mehr als Effizienz. 53,1 Prozent der Beschäftigten haben sich in Online- oder Hybrid-Meetings schon einmal unbeteiligt oder innerlich abgekoppelt gefühlt. 47,6 Prozent berichten davon, ausgeschlossen oder übersehen worden zu sein. Gemeinsame Meetingzeit schafft damit längst nicht automatisch tatsächliche Teilhabe.
"Wir messen seit einigen Jahren die sogenannte Meeting Tax - die Zeit, die Beschäftigte durch technische Hürden und ineffiziente Abläufe in Besprechungen verlieren. Und wir sehen: Sie hält sich hartnäckig. Im Schnitt gehen noch immer rund fünf Minuten pro Meeting verloren. Trotz neuer Tools und eingespielterer hybrider Zusammenarbeit hat sich dieser Wert bislang nur geringfügig verbessert", sagt Frank Weishaupt, CEO von Owl Labs. "Meeting Fatigue ist dabei nur das sichtbarste Symptom. Entscheidend ist, ob Menschen ihre Zeit sinnvoll nutzen können und sich wirklich beteiligt fühlen. Wer die Kosten von Zeit ernst nimmt, muss deshalb die Infrastruktur so gestalten, dass sie Reibungsverluste reduziert und Beschäftigten mehr Flexibilität zurückgibt."
Dass Beschäftigte sich diese verlorene Zeit teilweise selbst zurückholen, zeigt das Phänomen der sogenannten "Phantom Meeting Attendance". Statt live an Meetings teilzunehmen, lassen sie den Termin im Kalender bestehen und verschaffen sich im Nachgang einen Überblick, indem sie Notizen überfliegen, Aufzeichnungen ansehen oder KI-generierte Zusammenfassungen nutzen. 18,6 Prozent der Befragten geben an, dies bereits getan zu haben. Unter Führungskräften steigt der Anteil auf 25,8 Prozent.
Zwischen Zeitsouveränität und Kontrolle
Je selbstbestimmter Beschäftigte ihre Arbeit und ihre Zeit organisieren, desto stärker stellt sich die Frage, wie Unternehmen mit dieser Autonomie umgehen. Für viele bleibt Präsenz im Büro ein Mittel, um Führung und Sichtbarkeit zu sichern: Mehr als die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass RTO-Regelungen vor allem dazu dienen, Führungskräften mehr Überblick und Sichtbarkeit zu ermöglichen (57,2 Prozent). Gleichzeitig stößt dieses klassische Verständnis von Sichtbarkeit in hybriden Arbeitsmodellen zunehmend an Grenzen.
Digitale Monitoring-Tools versprechen Unternehmen mehr Transparenz darüber, wann und wie ihre Belegschaft arbeitet. Für Beschäftigte berührt ihr Einsatz jedoch unmittelbar die Frage, wie weit die Kontrolle über die eigene Arbeitszeit tatsächlich reicht. Die Haltung dazu ist deutlich: 82,7 Prozent der Befragten sprechen sich für eine gesetzliche Pflicht aus, nach der Unternehmen offenlegen müssen, wenn sie Monitoring-Tools am Arbeitsplatz einsetzen. Transparenz wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für die Akzeptanz digitaler Kontrolle.
"Seit zehn Jahren begleitet unsere Studie die Entwicklung hybrider Arbeit. Heute geht es nicht mehr allein um die Frage, wo gearbeitet wird, sondern auch um den wachsenden Wunsch nach zeitlicher Autonomie im Arbeitsalltag", so Frank Weishaupt, CEO von Owl Labs. "Für Unternehmen verändert sich damit auch die Frage der Kontrolle: Statt Anwesenheit in den Mittelpunkt zu stellen, müssen sie Transparenz, Verlässlichkeit und Führung in flexiblen Strukturen neu ausbalancieren."
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Methodik
Für die "State of Hybrid Work 2026" hat Owl Labs (https://owllabs.de/) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Vitreous World im Juli 2026 eine Online-Befragung unter 2.006 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt. Die Stichprobe umfasst Beschäftigte verschiedener Geschlechter und Generationen sowie aus unterschiedlichen Unternehmensgrößen, Wirtschaftssektoren und Arbeitsmodellen.
Über Owl Labs
Owl Labs ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in Boston, das KI-gestützte 360-Grad-Videokonferenzlösungen für hybrid arbeitende Organisationen entwickelt.
Die Produktreihe von Owl Labs und die Owl Intelligence System-Software machen Meetings inklusiver und kollaborativer, indem sie das Distanzgefühl zwischen Teilnehmenden aus der Ferne und aus dem Raum ausgleicht. Die Meeting Owl 5 Pro ist die neueste Generation der ersten WiFi-fähigen 360-Grad-Kamera mit integriertem Mikrofon und Lautsprecher, die automatisch an den Sprecher heranzoomt.
Owl Labs hat eine Finanzierung in Höhe von 47 Millionen Dollar erreicht und sich das Ziel gesetzt, digitale Zusammenarbeit zu revolutionieren. Daran arbeiten Mitarbeitende auf der ganzen Welt, sowohl remote als auch hybrid.
Mehr über Owl Labs erfahren Sie unter www.owllabs.de
Pressekontakt:
Katharina Guschtschin
Oseon
owllabs@oseon.com
T: +49-151-52565064
Original-Content von: Owl Labs, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/146788/6357230
- 60,4 Prozent der Beschäftigten würden für mehr oder unbegrenzten Urlaub auf einen Teil ihres Gehalts verzichten.
- 40,9 Prozent arbeiten regelmäßig sonntags, unter Führungskräften sind es sogar 54,3 Prozent.
- Fast jeder Fünfte hat einen Nebenjob (19,9 Prozent), für mehr als ein Drittel (33,8 Prozent) ist das zusätzliche Einkommen nötig, um die Lebenshaltungskosten zu bestreiten.
Seit zehn Jahren erhebt Owl Labs mit der "State of Hybrid Work" den Status quo der hybriden Zusammenarbeit von Beschäftigten auf der ganzen Welt. In diesem Jubiläumsjahr zeigt sich: Nachdem lange der Arbeitsort im Mittelpunkt der Debatte stand, rückt nun eine weitere Dimension der Autonomie in den Fokus - die Frage, wie viel Flexibilität Beschäftigte bei ihrer Arbeitszeit einfordern. Deutschland könnte dabei einen Ausblick darauf geben, wohin sich diese Entwicklung bewegt. Hybrides Arbeiten ist hierzulande mit 52,7 Prozent bereits stärker etabliert als in Großbritannien mit 45 Prozent, den USA mit 25 Prozent und Frankreich mit 32 Prozent.
Die inzwischen zehnte Ausgabe der "State of Hybrid Work (https://owllabs.de/state-of-hybrid-work/2026)"-Studie macht deutlich, wie weit sich die Frage nach Autonomie inzwischen verschoben hat. Zeit wird zu einem eigenen Verhandlungswert in der Arbeitswelt. Für die nächste Phase der hybriden Arbeit ist demnach entscheidend, wie viel Freiheit Beschäftigte gewinnen und wie viel Kontrolle Unternehmen behalten wollen.
Arbeitszeit hat einen neuen Wert
Wie hoch dieser Gegenwert ist, zeigt sich dort, wo Beschäftigte Zeit und Gehalt direkt gegeneinander abwiegen können. 58,1 Prozent der befragten Beschäftigten würden bei einem Jobwechsel einen Teil ihres Gehalts für eine Vier-Tage-Woche eintauschen. Für mehr oder unbegrenzten Urlaub wären sogar 60,4 Prozent dazu bereit.
Besonders deutlich fällt diese Neubewertung bei jüngeren Beschäftigten aus. 74,2 Prozent der Generation Z wären bereit, für mehr Freizeit ein geringeres Gehalt zu akzeptieren, bei den Babyboomern gilt das für 30,7 Prozent. Ein Teil der Jüngeren würde dabei sogar noch weitergehen: Rund jede zehnte Person der Generation Z würde für eine Vier-Tage-Woche (9,4 Prozent) oder flexible Arbeitszeiten (10,1 Prozent) auf mehr als 20 Prozent ihres Bruttojahresgehalts verzichten.
Der Wunsch nach mehr Kontrolle über die eigene Zeit geht dabei über zusätzliche freie Tage hinaus. Mehr als die Hälfte der Befragten (53,1 Prozent) interessiert sich für "Micro-Shifting" - ein Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeitende ihre Arbeitszeit über den Tag hinweg in kürzere, nicht zusammenhängende Zeitblöcke aufteilen. Dadurch können Beschäftigte ihre Arbeitszeiten beispielsweise an Kinderbetreuung, gesundheitliche Bedürfnisse, das persönliche Energielevel oder Phasen besonders hoher Produktivität anpassen. Das Interesse an diesem Konzept zeigt, dass Flexibilität zunehmend nicht nur in Form von zusätzlicher Freizeit geschätzt wird, sondern auch als größere Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Arbeitstages.
Die Ergebnisse deuten zudem darauf hin, dass mehr Freiheit bei der Gestaltung der eigenen Arbeitszeit dazu führen kann, dass Arbeit zunehmend außerhalb der klassischen Arbeitszeiten stattfindet. 40,9 Prozent der Beschäftigten arbeiten regelmäßig sonntags, unter Führungskräften steigt dieser Anteil auf 54,3 Prozent. Fast jeder fünfte Beschäftigte (19,7 Prozent) praktiziert bereits sogenanntes "Ghost Working" und verlagert seine Arbeit bewusst in die späten Abendstunden, um tagsüber mehr Freiraum zu schaffen. Dies ermöglicht zwar eine flexiblere Gestaltung des Arbeitstages, führt jedoch gleichzeitig dazu, dass Arbeit zunehmend in Zeiten hineinreicht, die traditionell dem Privatleben vorbehalten sind.
Wie viel Zeit kostet Sicherheit?
Der Wunsch nach mehr Zeitsouveränität trifft auf einen Arbeitsmarkt, in dem Unsicherheit zunehmend zum Dauerzustand wird. Stellenabbau ist für immer mehr der befragten Beschäftigten Teil der eigenen Arbeitsrealität. Seit 2024 steigt der Anteil der Befragten, die angeben, Entlassungen im eigenen Unternehmen erlebt zu haben, kontinuierlich und liegt im Jahr 2026 bei 39,5 Prozent. Weitere 36,9 Prozent haben die Information über einen möglichen Stellenabbau bereits bekommen. Die Folgen reichen längst in den Arbeitsalltag hinein: Rund ein Drittel berichtet von mehr Stress als im Vorjahr (33,8 Prozent), 29 Prozent sorgen sich um die Stabilität ihres Arbeitsplatzes.
Unter diesen Bedingungen verändert sich auch der Umgang mit der eigenen Zeit. Für manche wird sie zur Ressource, um sich zusätzlich abzusichern. Fast jede fünfte befragte Person hat bereits einen Nebenjob (19,9 Prozent), in der Generation Z ist es mehr als jede vierte (28,2 Prozent).
Für viele ist dieser zusätzliche Nebenerwerb finanziell notwendig: 33,8 Prozent geben an, das zusätzliche Einkommen zu brauchen, um ihre Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Besonders hoch liegt dieser Anteil bei Frauen (41,5 Prozent). Für einen Teil der Beschäftigten kostet wirtschaftliche Sicherheit damit konkret zusätzliche Arbeitszeit.
Wenn Meetings zur Zeitfrage werden
Je bewusster Beschäftigte mit ihrer Zeit umgehen, desto stärker fällt auf, wo sie im Arbeitsalltag verloren geht. Meetings sind dafür eines der sichtbarsten Beispiele: Jeder dritte Befragte (32,1 Prozent) leidet unter Meeting-Fatigue. Fast die Hälfte (47,2 Prozent) nennt zu lange Besprechungen als Ursache.
Dabei geht es um mehr als Effizienz. 53,1 Prozent der Beschäftigten haben sich in Online- oder Hybrid-Meetings schon einmal unbeteiligt oder innerlich abgekoppelt gefühlt. 47,6 Prozent berichten davon, ausgeschlossen oder übersehen worden zu sein. Gemeinsame Meetingzeit schafft damit längst nicht automatisch tatsächliche Teilhabe.
"Wir messen seit einigen Jahren die sogenannte Meeting Tax - die Zeit, die Beschäftigte durch technische Hürden und ineffiziente Abläufe in Besprechungen verlieren. Und wir sehen: Sie hält sich hartnäckig. Im Schnitt gehen noch immer rund fünf Minuten pro Meeting verloren. Trotz neuer Tools und eingespielterer hybrider Zusammenarbeit hat sich dieser Wert bislang nur geringfügig verbessert", sagt Frank Weishaupt, CEO von Owl Labs. "Meeting Fatigue ist dabei nur das sichtbarste Symptom. Entscheidend ist, ob Menschen ihre Zeit sinnvoll nutzen können und sich wirklich beteiligt fühlen. Wer die Kosten von Zeit ernst nimmt, muss deshalb die Infrastruktur so gestalten, dass sie Reibungsverluste reduziert und Beschäftigten mehr Flexibilität zurückgibt."
Dass Beschäftigte sich diese verlorene Zeit teilweise selbst zurückholen, zeigt das Phänomen der sogenannten "Phantom Meeting Attendance". Statt live an Meetings teilzunehmen, lassen sie den Termin im Kalender bestehen und verschaffen sich im Nachgang einen Überblick, indem sie Notizen überfliegen, Aufzeichnungen ansehen oder KI-generierte Zusammenfassungen nutzen. 18,6 Prozent der Befragten geben an, dies bereits getan zu haben. Unter Führungskräften steigt der Anteil auf 25,8 Prozent.
Zwischen Zeitsouveränität und Kontrolle
Je selbstbestimmter Beschäftigte ihre Arbeit und ihre Zeit organisieren, desto stärker stellt sich die Frage, wie Unternehmen mit dieser Autonomie umgehen. Für viele bleibt Präsenz im Büro ein Mittel, um Führung und Sichtbarkeit zu sichern: Mehr als die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass RTO-Regelungen vor allem dazu dienen, Führungskräften mehr Überblick und Sichtbarkeit zu ermöglichen (57,2 Prozent). Gleichzeitig stößt dieses klassische Verständnis von Sichtbarkeit in hybriden Arbeitsmodellen zunehmend an Grenzen.
Digitale Monitoring-Tools versprechen Unternehmen mehr Transparenz darüber, wann und wie ihre Belegschaft arbeitet. Für Beschäftigte berührt ihr Einsatz jedoch unmittelbar die Frage, wie weit die Kontrolle über die eigene Arbeitszeit tatsächlich reicht. Die Haltung dazu ist deutlich: 82,7 Prozent der Befragten sprechen sich für eine gesetzliche Pflicht aus, nach der Unternehmen offenlegen müssen, wenn sie Monitoring-Tools am Arbeitsplatz einsetzen. Transparenz wird damit zu einer zentralen Voraussetzung für die Akzeptanz digitaler Kontrolle.
"Seit zehn Jahren begleitet unsere Studie die Entwicklung hybrider Arbeit. Heute geht es nicht mehr allein um die Frage, wo gearbeitet wird, sondern auch um den wachsenden Wunsch nach zeitlicher Autonomie im Arbeitsalltag", so Frank Weishaupt, CEO von Owl Labs. "Für Unternehmen verändert sich damit auch die Frage der Kontrolle: Statt Anwesenheit in den Mittelpunkt zu stellen, müssen sie Transparenz, Verlässlichkeit und Führung in flexiblen Strukturen neu ausbalancieren."
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Methodik
Für die "State of Hybrid Work 2026" hat Owl Labs (https://owllabs.de/) gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Vitreous World im Juli 2026 eine Online-Befragung unter 2.006 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt. Die Stichprobe umfasst Beschäftigte verschiedener Geschlechter und Generationen sowie aus unterschiedlichen Unternehmensgrößen, Wirtschaftssektoren und Arbeitsmodellen.
Über Owl Labs
Owl Labs ist ein Technologieunternehmen mit Sitz in Boston, das KI-gestützte 360-Grad-Videokonferenzlösungen für hybrid arbeitende Organisationen entwickelt.
Die Produktreihe von Owl Labs und die Owl Intelligence System-Software machen Meetings inklusiver und kollaborativer, indem sie das Distanzgefühl zwischen Teilnehmenden aus der Ferne und aus dem Raum ausgleicht. Die Meeting Owl 5 Pro ist die neueste Generation der ersten WiFi-fähigen 360-Grad-Kamera mit integriertem Mikrofon und Lautsprecher, die automatisch an den Sprecher heranzoomt.
Owl Labs hat eine Finanzierung in Höhe von 47 Millionen Dollar erreicht und sich das Ziel gesetzt, digitale Zusammenarbeit zu revolutionieren. Daran arbeiten Mitarbeitende auf der ganzen Welt, sowohl remote als auch hybrid.
Mehr über Owl Labs erfahren Sie unter www.owllabs.de
Pressekontakt:
Katharina Guschtschin
Oseon
owllabs@oseon.com
T: +49-151-52565064
Original-Content von: Owl Labs, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/146788/6357230
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