DJ Aktien Schweiz knapp behauptet - UBS unter Druck
DOW JONES--Mit einem kleinen Minus hat der schweizerische Aktienmarkt den Handel am Mittwoch beendet. Im frühen Handel wurde der SMI zunächst gestützt von neuen Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg, wieder steigende Ölpreise und Anleiherenditen ließen die Kurse später jedoch bröckeln.
Der SMI verlor 0,2 Prozent auf 13.922 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich zwölf Kursverlierer und acht -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 24,3 (zuvor: 25,31) Millionen Aktien.
Der Ölmarkt stand weiter unter dem Eindruck der Drohung des US-Präsidenten vom Vortag, den Iran auszulöschen, falls kein "Deal" zustande komme. Trumps Äußerungen während seiner Rede vor der UN-Vollversammlung dämpften die Hoffnung auf diplomatische Fortschritte im Nahost-Konflikt, auch wenn der Präsident später sagte, ein Treffen von US-Vertretern und iranischen Delegierten, die zu der Generaldebatte nach New York gereist waren, sei gut verlaufen. Der neuerliche Anstieg der Ölpreise schürte Inflations- und Zinserhöhungssorgen, die am Anleihemarkt die Renditen steigen ließen. Überraschend gut ausgefallene US-Einkaufsmanagerindizes gaben den Marktzinsen einen zusätzlichen Schub.
UBS verloren 1,7 Prozent, nachdem der Ständerat für eine 90-prozentige Eigenkapitalunterlegung ausländischer Tochtergesellschaften gestimmt hatte. Die Entscheidung stelle zwar einen Dämpfer für die Bank dar, sei aber verkraftbar, urteilten die Analysten der DZ Bank. Die UBS hatte indessen auf eine deutlichere Abfederung der ursprünglich vorgeschlagenen 100-Prozent-Regel gehofft. Die Analysten merkten jedoch an, dass das Gesetzgebungsverfahren erst am Anfang stehe. Bevor die Neuregelung final verabschiedet werde, müssten noch die Wirtschaftskommission des Nationalrats sowie der Nationalrat selbst beraten; zudem bleibe eine spätere Volksabstimmung möglich. Die Analysten rechnen daher mit weiterer intensiver Lobbyarbeit der UBS.
Gestützt wurde der SMI vom Schwergewicht Novartis, dessen Kurs um 1 Prozent stieg. Nestle schlossen kaum verändert. Roche (-0,3%) profitierten nicht von ermutigenden Daten einer Phase-3-Studie. Das Mittel Sefaxersen zeigte in der Studie eine positive Wirkung bei einer spezifischen Nierenerkrankung.
Bei den am Dienstag gut gelaufenen Aktien des Bausektors nahmen Anleger Gewinne mit. Sika verbilligten sich um 2,1 Prozent, Amrize um 1,3, Holcim um 0,5 und Geberit um 1,1 Prozent.
In der zweiten Reihe verloren Docmorris 5,9 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die Klage der Wettbewerbszentrale in Deutschland gegen die Online-Apotheke der Drogeriekette DM, mit der sich das Landgericht Karlsruhe seit dem heutigen Mittwoch befasst. Der vorsitzende Richter habe jedoch direkt betont, dass es sich um einen "hart umkämpften Markt" und das "ganze Geschäftsmodell" drehe. Ein Urteil wird erst für Dezember erwartet.
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September 23, 2026 11:42 ET (15:42 GMT)
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