NEW YORK (dpa-AFX) - Der slowakische Präsident Peter Pellegrini hat Russland in einer Rede vor den Vereinten Nationen vorgeworfen, absichtlich zivile Ziele in der Ukraine anzugreifen. Die meisten russischen Angriffe der letzten Zeit hätten "nichts mehr mit militärischen Zwecken zu tun", sondern würden nur Leid für die Zivilbevölkerung bringen, sagte er in seiner auf Englisch gehaltenen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.
Die Slowakei kandidiert derzeit für eine nicht ständige Mitgliedschaft im mächtigsten UN-Gremium. Eine so ungewohnt scharfe Russland-Kritik des slowakischen Staatsoberhaupts steht im Kontrast dazu, dass die derzeitige politische Führung der Slowakei innerhalb der Europäischen Union oft als prorussisch kritisiert wird.
Der linkspopulistische Ministerpräsident Robert Fico hat wiederholt EU-Sanktionen gegen Russland kritisiert, weil sie seinem von russischen Energielieferungen abhängigen Land mehr schaden würden als Russland selbst. Der Sozialdemokrat Pellegrini vertrat zwar in Details eine eher Ukraine-freundlichere Linie als Fico, war sich aber mit diesem stets einig, dass der Ukraine-Krieg auf dem Weg von Verhandlungen mit Russland zu beenden sei./ct/DP/nas
