Düsseldorf (ots) -
Eine neue Marktstudie zur Gigabitförderung 2026 wertet 42 Förderanträge mit 622 Mio. EUR aus, rund 31 Prozent der bundesweit verfügbaren Fördermittel. Der Anteil förderbedürftiger Adressen steigt das zweite Jahr in Folge auf 18 Prozent. Die Förderkosten je Anschluss sinken um 18 Prozent auf 7.800 EUR. Der künftige Förderbedarf in Deutschland liegt bei 15 bis 20 Milliarden EUR.
Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau verliert an Reichweite. Im Durchschnitt ist für 18 Prozent der Adressen eines Projektgebiets eine Förderung erforderlich. Für diese Adressen sagt kein privatwirtschaftlicher Netzbetreiber einen Ausbau zu; im Vorjahr waren das noch 16 Prozent. Zugleich fallen die beantragten Förderkosten je Anschluss auf 7.800 EUR. Im Vorjahr lagen sie bei 9.500 EUR. Das ist ein Rückgang um 18 Prozent und der niedrigste Wert seit 2023.
Beide Bewegungen haben dieselbe Ursache. Der Markt zieht sich aus den mittleren Lagen zurück. Bis 2024 sagten die Netzbetreiber in den Markterkundungen breit zu, die Förderquote fiel auf 15 Prozent. Seit 2025 fehlen Kapital und Vorvermarktungsquoten, die Zusagen fallen geringer aus. Die neu förderbedürftigen Adressen liegen näher am bestehenden Netz und sind günstiger zu erschließen als die klassischen geförderten Streulagen der Vorjahre.
Die Grenze des eigenwirtschaftlichen Ausbaus ist ökonomisch, nicht technisch. Sie folgt den Kapitalkosten und der Vermarktung. 2025 lag sie bei 84 Prozent der Adressen, 2026 bei 82 Prozent. Diese zwei zusätzlichen Prozentpunkte entsprechen bundesweit rund 220.000 zusätzlich zu fördernden Anschlüssen.
Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Projektgebiet reicht von 2.900 bis 85.000 EUR je Anschluss: Die teuersten Projekte kosten rund das 30fache der günstigsten. Der Spitzenwert stammt aus einem Lückenschluss für sieben Adressen in einem Projektgebiet von rund 1.500 Adressen.
Nach der BREKO-Marktanalyse 2026 zählt Deutschland 46,2 Millionen Haushalte und Unternehmen, 28,7 Millionen davon liegen an einer Glasfasertrasse. Für die verbleibenden rund 17,5 Millionen Einheiten ergeben sich bei 1,5 bis 1,8 Einheiten je Anschluss rund 10 bis 12 Millionen Anschlüsse. Bei einer Förderquote von 18 Prozent sind davon rund 2 Millionen förderbedürftig. Bei 8.000 EUR je Anschluss ergibt das einen künftigen Förderbedarf von 15 bis 20 Milliarden EUR.
Der Bund stellte im Förderaufruf 2026 gut 1 Milliarde EUR bereit, zusammen mit Landes- und Kommunalmitteln sind das 2 Milliarden EUR. Der ermittelte Förderbedarf übersteigt diese Mittel um das Zehnfache.
Grundlage der Auswertung sind 42 von MICUS betreute Förderanträge aus sechs Bundesländern. Ihr Volumen beträgt 622 Mio. EUR, im Schnitt rund 15 Mio. EUR je Antrag. Das entspricht rund 31 Prozent der bundesweit verfügbaren Fördermittel von 2 Mrd. EUR. Die Projektgebiete umfassen 450.000 Adressen, für 80.000 dieser Adressen wurde Förderung beantragt.
Sebastian Fornefeld, Geschäftsführer von MICUS, ordnet die Ergebnisse ein: "Der Markt gibt Gebiete zurück, die er bis 2025 noch selbst ausgebaut hätte. Diese Adressen liegen nah am bestehenden Netz und sind vergleichsweise günstig zu erschließen. Kommunen und Kreise sollten sie jetzt in die Förderung bringen. Die letzten Jahre zeigen, dass Warten sich nie ausgezahlt hat - die Baupreise sind gestiegen und viele eigenwirtschaftliche Zusagen nicht gehalten worden."
Zur Perspektive des weiteren Ausbaus ergänzt er: "Der Mittelbedarf ist weiter sehr hoch; es ist nicht zu erwarten, dass der Förderbedarf sinkt. Das heißt aber auch, dass wir bei dem aktuellen Fördervolumen von 2 Milliarden EUR pro Jahr noch 10 Jahre brauchen, bis wir die Vollerschließung erreichen. Das kann nicht unser Anspruch sein. Digitale Infrastruktur ist unabdingbar, um bei KI, Automatisierung oder Industrie 4.0 vorne mitzuspielen."
Die Studie "Gigabitförderung 2.0 in 2026: Mehr Förderbedarf, sinkende Ausbaukosten" kann unter https://www.micus.de/publikationen abgerufen werden.
Über MICUS
MICUS Strategieberatung GmbH ist eines der deutschlandweit führenden Beratungsunternehmen für digitale Infrastruktur, von der strategischen Entwicklung bis zur Planung und Baubegleitung, mit über 5 Mrd. EUR begleitetem Ausbauvolumen und mehr als 300 realisierten Projekten. 2026 wurden rund 622 Mio. EUR des deutschlandweiten Fördervolumens begleitet, rund 31 Prozent.
Pressekontakt:
Herr Sebastian Fornefeld
Geschäftsführer
MICUS Strategieberatung GmbH
Pempelforter Str. 50
40211 Düsseldorf
Tel.: +49(0)211 49769111
E-Mail: info@micus.de
Original-Content von: MICUS Strategieberatung GmbH, übermittelt durch news aktuell
Originalmeldung: https://www.presseportal.de/pm/126959/6357984
Eine neue Marktstudie zur Gigabitförderung 2026 wertet 42 Förderanträge mit 622 Mio. EUR aus, rund 31 Prozent der bundesweit verfügbaren Fördermittel. Der Anteil förderbedürftiger Adressen steigt das zweite Jahr in Folge auf 18 Prozent. Die Förderkosten je Anschluss sinken um 18 Prozent auf 7.800 EUR. Der künftige Förderbedarf in Deutschland liegt bei 15 bis 20 Milliarden EUR.
Der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau verliert an Reichweite. Im Durchschnitt ist für 18 Prozent der Adressen eines Projektgebiets eine Förderung erforderlich. Für diese Adressen sagt kein privatwirtschaftlicher Netzbetreiber einen Ausbau zu; im Vorjahr waren das noch 16 Prozent. Zugleich fallen die beantragten Förderkosten je Anschluss auf 7.800 EUR. Im Vorjahr lagen sie bei 9.500 EUR. Das ist ein Rückgang um 18 Prozent und der niedrigste Wert seit 2023.
Beide Bewegungen haben dieselbe Ursache. Der Markt zieht sich aus den mittleren Lagen zurück. Bis 2024 sagten die Netzbetreiber in den Markterkundungen breit zu, die Förderquote fiel auf 15 Prozent. Seit 2025 fehlen Kapital und Vorvermarktungsquoten, die Zusagen fallen geringer aus. Die neu förderbedürftigen Adressen liegen näher am bestehenden Netz und sind günstiger zu erschließen als die klassischen geförderten Streulagen der Vorjahre.
Die Grenze des eigenwirtschaftlichen Ausbaus ist ökonomisch, nicht technisch. Sie folgt den Kapitalkosten und der Vermarktung. 2025 lag sie bei 84 Prozent der Adressen, 2026 bei 82 Prozent. Diese zwei zusätzlichen Prozentpunkte entsprechen bundesweit rund 220.000 zusätzlich zu fördernden Anschlüssen.
Die Spanne zwischen dem günstigsten und dem teuersten Projektgebiet reicht von 2.900 bis 85.000 EUR je Anschluss: Die teuersten Projekte kosten rund das 30fache der günstigsten. Der Spitzenwert stammt aus einem Lückenschluss für sieben Adressen in einem Projektgebiet von rund 1.500 Adressen.
Nach der BREKO-Marktanalyse 2026 zählt Deutschland 46,2 Millionen Haushalte und Unternehmen, 28,7 Millionen davon liegen an einer Glasfasertrasse. Für die verbleibenden rund 17,5 Millionen Einheiten ergeben sich bei 1,5 bis 1,8 Einheiten je Anschluss rund 10 bis 12 Millionen Anschlüsse. Bei einer Förderquote von 18 Prozent sind davon rund 2 Millionen förderbedürftig. Bei 8.000 EUR je Anschluss ergibt das einen künftigen Förderbedarf von 15 bis 20 Milliarden EUR.
Der Bund stellte im Förderaufruf 2026 gut 1 Milliarde EUR bereit, zusammen mit Landes- und Kommunalmitteln sind das 2 Milliarden EUR. Der ermittelte Förderbedarf übersteigt diese Mittel um das Zehnfache.
Grundlage der Auswertung sind 42 von MICUS betreute Förderanträge aus sechs Bundesländern. Ihr Volumen beträgt 622 Mio. EUR, im Schnitt rund 15 Mio. EUR je Antrag. Das entspricht rund 31 Prozent der bundesweit verfügbaren Fördermittel von 2 Mrd. EUR. Die Projektgebiete umfassen 450.000 Adressen, für 80.000 dieser Adressen wurde Förderung beantragt.
Sebastian Fornefeld, Geschäftsführer von MICUS, ordnet die Ergebnisse ein: "Der Markt gibt Gebiete zurück, die er bis 2025 noch selbst ausgebaut hätte. Diese Adressen liegen nah am bestehenden Netz und sind vergleichsweise günstig zu erschließen. Kommunen und Kreise sollten sie jetzt in die Förderung bringen. Die letzten Jahre zeigen, dass Warten sich nie ausgezahlt hat - die Baupreise sind gestiegen und viele eigenwirtschaftliche Zusagen nicht gehalten worden."
Zur Perspektive des weiteren Ausbaus ergänzt er: "Der Mittelbedarf ist weiter sehr hoch; es ist nicht zu erwarten, dass der Förderbedarf sinkt. Das heißt aber auch, dass wir bei dem aktuellen Fördervolumen von 2 Milliarden EUR pro Jahr noch 10 Jahre brauchen, bis wir die Vollerschließung erreichen. Das kann nicht unser Anspruch sein. Digitale Infrastruktur ist unabdingbar, um bei KI, Automatisierung oder Industrie 4.0 vorne mitzuspielen."
Die Studie "Gigabitförderung 2.0 in 2026: Mehr Förderbedarf, sinkende Ausbaukosten" kann unter https://www.micus.de/publikationen abgerufen werden.
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MICUS Strategieberatung GmbH ist eines der deutschlandweit führenden Beratungsunternehmen für digitale Infrastruktur, von der strategischen Entwicklung bis zur Planung und Baubegleitung, mit über 5 Mrd. EUR begleitetem Ausbauvolumen und mehr als 300 realisierten Projekten. 2026 wurden rund 622 Mio. EUR des deutschlandweiten Fördervolumens begleitet, rund 31 Prozent.
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Herr Sebastian Fornefeld
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MICUS Strategieberatung GmbH
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