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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

DONNERSTAG: In Seoul ruht der Börsenhandel wegen der Feiertage zum Erntedankfest Chuseok.

FREITAG: In Seoul ruht der Börsenhandel wegen der Feiertage zum Erntedankfest Chuseok. In Shanghai findet wegen des Mondfests kein Börsenhandel statt.

TAGESTHEMA

Die USA und China werden ihren bilateralen Handelswaffenstillstand bis Mitte Januar verlängern, wie Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch mitteilte. Damit werden höhere Zölle vermieden, die im November hätten verhängt werden sollen, falls keine Einigung erzielt worden wäre. "Wir haben heute vereinbart, dass wir das sogenannte Busan-Abkommen, die wirtschaftliche Entspannung zwischen den beiden Ländern, die am 10. November auslaufen sollte, bis zum 10. Januar verlängern werden. Dies gibt uns mehr Zeit, um zu sehen, was wir an der Wirtschaftsfront erreichen können", sagte Bessent auf Fox News. Die USA und China hatten sich im vergangenen Oktober nach monatelangen gegenseitigen Vergeltungsmaßnahmen, bei denen die Zölle auf viele chinesische Produkte auf fast 150 Prozent gestiegen waren, darauf geeinigt, die Zölle gegenseitig zu senken und andere Handelsbeschränkungen aufzuheben. Seitdem haben die USA weitgehend auf Maßnahmen verzichtet, die den bilateralen Handel zwischen den Nationen stören würden. Die Zölle hätten jedoch wieder auf rund 50 Prozent ansteigen können, wenn die Entspannung nicht verlängert worden wäre. Die Ankündigung erfolgte wenige Stunden, nachdem der chinesische Staatschef Xi Jinping zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in den USA gelandet war. Abgesehen von der Verlängerung des Waffenstillstands sind die wirtschaftlichen Erwartungen an die Treffen gering, und die chinesische Seite verzichtete nach wochenlangen Überlegungen darauf, eine Wirtschaftsdelegation mit Xi zu entsenden.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

08:00 SE/Hennes & Mauritz AB, Ergebnis 9 Monate

08:00 DE/Verbio SE, ausführliches Jahresergebnis

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

BNP Paribas:   3,23 EUR 
 

AUSBLICK KONJUNKTUR

- FR 
  08:45 Geschäftsklimaindex September 
     PROGNOSE: 97 
     zuvor:  98 
 
  08:45 Geschäftsklimaindex verarbeitendes Gewerbe September 
     PROGNOSE: 102 
     zuvor:  103 
 
  08:45 Verbrauchervertrauen September 
     PROGNOSE: 85 
     zuvor:  86 
 
- CH 
  09:30 Schweizerische Nationalbank (SNB), Ergebnis der Sitzung 
     des geldpolitischen Rats 
     Leitzins 
     PROGNOSE: 0,00% 
     zuvor:  0,00% 
 
- DE 
  10:00 Ifo-Geschäftsklimaindex September 
     PROGNOSE: 89,0 
     zuvor:  88,8 
     Lagebeurteilung 
     PROGNOSE: 88,7 
     zuvor:  88,5 
     Geschäftserwartungen 
     PROGNOSE: 89,2 
     zuvor:  89,1 
 
- US 
  14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche) 
     PROGNOSE: 201.000 
     zuvor:  196.000 
 
  14:30 Leistungsbilanz 2Q 
     PROGNOSE:  -255,0 Mrd US-Dollar 
     1. Quartal: -226,8 Mrd US-Dollar 
 
  14:30 Neubauverkäufe August 
     PROGNOSE: +1,8% gg Vm 
     zuvor:  -10,5% gg Vm 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.522,00  -0,3 
E-Mini-Future S&P-500   7.753,25  -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100 30.687,00  -0,3 
Topix (Tokio)       4.093,84  +0,1 
Hang-Seng (Hongk.)    24.720,91  -0,5 
Shanghai-Comp.       3.906,49  -0,8 
 
Mittwoch: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.410,63  -0,7 
DAX-Future    25.549,00  -0,9 
MDAX       31.215,77  -1,0 
TecDAX       4.011,82  -0,5 
SDAX       18.345,72  -0,4 
Euro-Stoxx-50   6.299,82  -0,4 
Stoxx-50      5.352,67  -0,2 
XDAX       25.356,20  -0,2 
Dow-Jones     51.511,59  -0,7 
S&P-500      7.706,03  -0,8 
Nasdaq Composite 26.936,04  +0,5 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Abschlägen in den Handel am Donnerstag starten. Das Umfeld für die Gesamtmärkte hat sich wieder eingetrübt mit einem Brent-Ölpreis bei über 102 Dollar das Fass und einer Rendite der 10-jährigen Treasurys von 5,11 Prozent. Die Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte bezüglich einer Lösung im Nahen Osten haben einen Dämpfer erhalten. Zugleich haben starke Einkaufsmanagerindizes in den USA die Wahrscheinlichkeit von Fed-Zinsschritten wieder nach oben getrieben. Eine Zinserhöhung im Oktober wird nun an den Märkten zu fast 70 Prozent eingepreist. Die Blicke richten sich nun auf das Gipfeltreffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping. Es dürfte um den Konkflikt im Nahen Osten, Handelsfragen sowie KI-Regulierung gehen. US-Finanzminister Scott Bessent teilte bereits im Vorfeld mit, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden. An Konjunkturdaten steht die Veröffentlichung des Ifo-Geschäftsklimaindex für den September am Vormittag auf der Agenda. Nach den starken Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA wäre eine bessere Lesung für die Märkte keine große Überraschung.

Rückblick: Wieder gestiegene Ölpreise und Marktzinsen haben Europas Börsen zur Wochenmitte belastet. Unter den Einzelwerten verloren die Aktien der schweizerischen Großbank UBS 1,7 Prozent. Der Ständerat in der Schweiz hat einen Vorschlag unterstützt, die neuen Eigenkapitalanforderungen für die UBS abzumildern, und gleichzeitig eine strengere Anforderung in einem Gesetzentwurf der Landesregierung abgelehnt. Die Entscheidung stelle zwar einen Dämpfer für die Bank dar, sei aber verkraftbar, urteilten die Analysten der DZ Bank. Die UBS hatte indessen auf eine deutlichere Abfederung der ursprünglich vorgeschlagenen 100-Prozent-Regel gehofft. Für Raiffeisen Bank ging es an der Wiener Börse um 1,5 Prozent nach oben. Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien hat auf Antrag der Bank und ihrer russischen Tochter AO Raiffeisenbank ein Versäumungsurteil gegen Rasperia Trading Limited erlassen und diese zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von etwa 3,15 Milliarden Euro verpflichtet. Im Pharmasektor verloren Roche 0,3 Prozent und damit profitierten nicht von ermutigenden Daten einer Phase-3-Studie. Das Mittel Sefaxersen zeigte in der Studie eine positive Wirkung bei einer spezifischen Nierenerkrankung. JD Sports büßten nach durchwachsenen Halbjahrszahlen 5,7 Prozent ein. Adidas gaben um 1,6 Prozent nach und Puma schlossen 2 Prozent schwächer. Die Aktien der Online-Apothekenbetreiber Docmorris und Redcare Pharmacy verbilligten sich um 5,9 und 6,4 Prozent. Marktteilnehmer verwiesen auf die Klage der Wettbewerbszentrale gegen die Online-Apotheke der Drogeriekette DM, mit der sich das Landgericht Karlsruhe seit dem heutigen Mittwoch befasst.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Größter Verlierer im DAX waren Scout24 mit einem Minus von 5,2 Prozent. Teilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen. Die Gewinner wurden von Rheinmetall (+3,4%) angeführt. Fresenius Medical Care (+0,8%) zeigten sich unbeeindruckt von einem Cyber-Angriff. Der Vorfall habe keine Auswirkungen auf Medizinprodukte, Patientenversorgung, Produktion oder den laufenden Geschäftsbetrieb gehabt, versicherte das Unternehmen. Nach einer neuerlichen Platzierung durch Wacker Chemie (+1,9%) verloren Siltronic 7 Prozent auf 76,95 Euro. Nach Vorlage schwacher Zahlen fielen KWS um 9 Prozent. Während der Umsatz die Markterwartung nur knapp verfehlt habe, liege die Ergebnisseite deutlich unter den Prognosen, hieß es.

XETRA-NACHBÖRSE

Der nachbörsliche Handel am Mittwoch verlief in recht ruhigen Bahnen. Wichtige Unternehmensmeldungen gab es nicht.

USA - AKTIEN

Schwächer - Belastend wirkten wieder gestiegene Ölpreise und Anleiherenditen. Die zehnjährige Rendite kletterte deutlich über die Marke von 5 Prozent. Die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes fielen zudem wesentlich besser aus als angenommen. Weiteres Thema war der Krieg der USA gegen den Iran. Diplomaten beider Länder trafen während der UN-Vollversammlung zusammen. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verliefen die Gespräche "sehr gut". Zuvor hatte er allerdings in seiner Rede vor der Generalversammlung gesagt, ein "Deal" werde erst nach den Midterm-Wahlen in den USA im November zustandekommen. Im Blick stand ferner der Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi in den USA, der am Mittwoch begann. Unter den Einzelwerten wurden Broadcom (-2,6%) von Medienberichten belastet, denen zufolge China derzeit den Einsatz von Broadcom-Switches in staatlichen Rechenzentren überprüft. Die Untersuchung könnte eine informelle Empfehlung zur Folge haben, die Nutzung von Broadcom-Produkten zu reduzieren. KB Home verloren nach einer Gewinnwarnung 3 Prozent. Die Aktie des Themenparkbetreibers Six Flags Entertainment stieg um 1,1 Prozent. Der aktivistische Investor Jana Partners dränge auf einen Verkauf des Unternehmens, berichtete das Wall Street Journal. General Mills (+1%) hat im ersten Geschäftsquartal zwar mehr verdient als erwartet, doch ging der Umsatz zurück. Der Nahrungsmittelkonzern will nun mit neuen Produkten und Marketingstrategien gegensteuern. Auch die Kosten sollen sinken.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries Rendite  +/- Tageshoch Tagestief 
2 Jahre      4,89 +0,11    4,89    4,75 
10 Jahre     5,11 +0,15    5,09    4,93 
 

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

September 24, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)

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