DJ ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal gestiegen
Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im zweiten Quartal 2026 um durchschnittlich 0,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025 gestiegen. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 erhöhten sich die Preise um 0,3 Prozent. Im zweiten Quartal 2026 zeigten sich bei den Immobilienpreisen je nach Region und Gebäudetyp unterschiedliche Entwicklungen. Während sich Ein- und Zweifamilienhäuser in den meisten Regionen verteuerten, gaben die Preise für Eigentumswohnungen vor allem in den Metropolen sowie in ländlichen Regionen nach.
Japans vorläufiger PMI signalisiert Widerstandsfähigkeit trotz Kostendruck
Das Wachstum des japanischen Privatsektors habe im September einen Gang zurückgeschaltet, aber das Geschäftsklima und die Beschäftigung sähen weiterhin ermutigend aus, sagt Annabel Fiddes von S&P Global Market Intelligence. Der vorläufige Composite-PMI für die Produktion habe die schwächste Expansionsrate seit Mai gezeigt, aber den 18. Wachstumsmonat in Folge. Der Inflationsdruck bleibe angesichts von Kostensteigerungen im Zusammenhang mit einem schwachen Yen und dem Nahost-Konflikt hoch. Dennoch sei der Personalbestand so stark wie seit sieben Monaten nicht mehr gestiegen, da die Unternehmen angesichts der anhaltenden Umsatzsteigerungen ihre Kapazitäten ausbauen wollten, so Fiddes.
BoJ dürfte Leitzins alle vier bis fünf Monate anheben
Die Bank of Japan (BoJ) dürfte ihren Leitzins alle vier bis fünf Monate anheben, schreibt Yoshimasa Maruyama von SMBC Nikko Securities in einer Research Note. Die japanische Zentralbank hat den Zinssatz am vergangenen Freitag auf 1,25 Prozent angehoben, nur drei Monate nach ihrer vorherigen Zinserhöhung. Eine übermäßig schnelle Straffung könne Abwärtsrisiken für die Wirtschaft bergen, sagt er und fügt hinzu, dass die BoJ den Zeitraum auf drei Monate verkürzen könne, falls die Aufwärtsrisiken bei der Inflation erheblich zunehmen. SMBC Nikko erwartet, dass die Zentralbank den Zinssatz im Januar und Juni nächsten Jahres auf einen Endzins von 1,75 Prozent anheben wird.
US-Notenbank erwartet wohl keinen nachhaltigen Zinserhöhungszyklus
Goldman Sachs Asset Management erwarte weiterhin keinen nachhaltigen Zinserhöhungszyklus der US-Notenbank, schreibt das Unternehmen in einer Research Note. "Wir glauben, dass der zoll- und energiebedingte Preisdruck nachlassen dürfte, die Wirtschaft kaum Anzeichen einer Überhitzung zeigt und die Inflationserwartungen verankert bleiben", heißt es. Der Dot-Plot - die Zinsprognosen der Währungshüter - auf der Sitzung der US-Notenbank in der vergangenen Woche deutet auf eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr hin. Die Geldmärkte preisen laut LSEG für die verbleibenden zwei Sitzungen des Jahres Zinserhöhungen der US-Notenbank im Umfang von 37 Basispunkten ein.
Zinsentscheidung der RBA könnte uneinheitlich ausfallen
Für eine Zentralbank, die eine Forward Guidance um jeden Preis vermeidet, hat die Reserve Bank of Australia (RBA) im vergangenen Monat bemerkenswerte Arbeit geleistet, indem sie die Finanzmärkte auf eine mögliche Zinserhöhung in der kommenden Woche vorbereitet hat. Wichtig ist, dass die Flut von Kommentaren hochrangiger RBA-Mitarbeiter auch darauf abzielen könnte, Stimmen im Board zu gewinnen. Im Geiste einer offenen Debatte im Board sagt RBA-Gouverneurin Michele Bullock, sie sei nur "eine Stimme". Das nicht-exekutive Board-Mitglied Iain Ross sagte diese Woche, es gebe keine Anzeichen für eine Lohn-Preis-Spirale. Seine zurückhaltende Haltung könnte darauf hindeuten, dass eine geteilte Abstimmung in der kommenden Woche möglich ist.
Bank Indonesia könnte Leitzins bis November auf 6,25% anheben
Die Bank Indonesia könnte ihren Leitzins auf ihren Sitzungen im Oktober und November um jeweils weitere 25 Basispunkte auf dann 6,25 Prozent anheben, schreiben die Nomura-Ökonomen Euben Paracuelles und Nabila Amani in einer Research Note. Die Prognose spiegele die Erwartungen eines anhaltenden Drucks auf die indonesische Außenbilanz und die Rupiah wider, schreiben sie. Dies lasse der Bank Indonesia nur begrenzten Spielraum, um eine weitere Straffung aufzuschieben. Sie rechneten damit, dass sich das Leistungsbilanzdefizit angesichts höherer Ölpreise und gedämpfter Exporte von 0,1 Prozent des BIP im Jahr 2025 auf 2,1 Prozent im Jahr 2026 ausweiten werde.
Bessent: USA und China verlängern Zoll-Waffenstillstand bis Januar
Die USA und China werden einen bilateralen Handelswaffenstillstand bis Mitte Januar verlängern, wie Finanzminister Scott Bessent am Mittwoch mitteilte. Damit werden höhere Zölle vermieden, die im November hätten verhängt werden sollen, falls keine Einigung erzielt worden wäre. "Wir haben heute vereinbart, dass wir das sogenannte Busan-Abkommen, die wirtschaftliche Entspannung zwischen den beiden Ländern, die am 10. November auslaufen sollte, bis zum 10. Januar verlängern werden. Dies gibt uns mehr Zeit, um zu sehen, was wir an der Wirtschaftsfront erreichen können", sagte Bessent auf Fox News.
Trump lädt Putin zu G20-Gipfel nach Florida ein
Der russische Präsident Wladimir Putin soll nach dem Willen der US-Regierung am nächsten G20-Gipfel teilnehmen. Die Regierung habe Putin für diesen Dezember auf das Anwesen von US-Präsident Donald Trump in Florida eingeladen, um am Treffen der Staats- und Regierungschefs der Gruppe der 20 (G20) teilzunehmen, sagte US-Außenminister Marco Rubio nach einem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow.
KI-Führungskräfte fordern vor UN-Sicherheitsrat Zusammenarbeit bei Sicherheit
Die Vorstandsvorsitzenden von OpenAI und Anthropic haben am Mittwoch vor den Vereinten Nationen vor den Sicherheitsrisiken von KI gewarnt und zu internationaler Zusammenarbeit aufgerufen, um diese zu bewältigen. "Es spielt keine Rolle, ob die Menschen das Katastrophenrisiko auf 10 Prozent, 1 Prozent, 12 Prozent oder 0,1 Prozent beziffern", sagte der Vorstandsvorsitzende von OpenAI, Sam Altman. "Keines dieser Niveaus ist auch nur annähernd akzeptabel."
DJG/DJN/apo
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September 24, 2026 03:00 ET (07:00 GMT)
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