DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - Renditen im Blick
DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte bleiben bis Donnerstagmittag unter Druck. Das Umfeld für die Gesamtmärkte hat sich wieder eingetrübt mit einem Brent-Ölpreis bei rund 105 Dollar das Fass und einer Rendite der 10-jährigen Treasurys von 5,12 Prozent. Die Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte bezüglich einer Lösung im Nahen Osten haben einen Dämpfer erhalten. Zugleich haben starke Einkaufsmanagerindizes in den USA die Wahrscheinlichkeit von Fed-Zinsschritten wieder nach oben getrieben. Eine Zinserhöhung im Oktober wird nun an den Märkten zu 75 Prozent eingepreist.
Der DAX verliert 0,3 Prozent auf 25.334 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,2 Prozent auf 6.288 Punkte nach unten. Am Devisenmarkt notiert der Euro nach der Korrektur am Vortag auf niedrigerem Niveau mit 1,1374 zum Dollar. Keine Rolle spielt ein besserer Ifo-Geschäftsklimaindex für September. Nach den besseren europäischen Einkaufsmanagerindizes vom Vortag sei das keine Überraschung, heißt es im Handel.
Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr verdoppelt und die für 2027 leicht angehoben. Wie sie im Rahmen ihrer Herbstprognose mittteilten, rechnen sie nun mit einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,3 (Frühjahrsprognose: 0,6) Prozent. Die Prognose für 2027 wurde auf 1,1 (0,9) Prozent erhöht. Für 2028 erwarten die Institute ein Wirtschaftswachstum von 0,4 Prozent.
"Die Zinsen steigen wieder. Der Ausverkauf bei Renten geht weiter. Die Angst ist zurück." QC Partners macht mehrere Faktoren für den neuen Zinsanstieg aus. Zum einen zeigten neue Wirtschaftsdaten, dass die Volkswirtschaften weltweit bislang gut mit dem höheren Zinsniveau zurechtkommen. Zum anderen hätten die US-Überlegungen zu einem Exportstopp von Diesel global betrachtet neue Inflationssorgen hervorgerufen.
Die Blicke richten sich zudem auf das Gipfeltreffen der Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping. Es dürfte um den Konflikt im Nahen Osten, Handelsfragen sowie KI-Regulierung gehen. US-Finanzminister Scott Bessent teilte bereits mit, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden. Damit werden höhere Zölle vermieden, die im November hätten verhängt werden sollen, falls keine Einigung erzielt worden wäre. "Dies gibt uns mehr Zeit, um zu sehen, was wir an der Wirtschaftsfront erreichen können", sagte Bessent.
H&M zeigen sich mit Abschlägen von 1,5 Prozent. Die Ergebnisse für das dritte Quartal sind zwar über den Erwartungen ausgefallen. Bernstein weist allerdings darauf hin, dass dies auf Einmaleffekte zurückzuführen sei. Die bereinigte Marge habe dem Konsens entsprochen. "Der Ausblick für das vierte Quartal fällt vorsichtiger aus", so die Analysten weiter. Inditex steigen dagegen um 0,9 Prozent.
Nach dem Zwischenbericht geht es für Asos um 10 Prozent nach oben. Während das Bruttowarenvolumen (GMV) den Konsenserwartungen entspricht, wird beim bereinigten EBITDA nun ein Wert über dem Konsens erwartet. Beim bereinigten EBITDA wird nun prognostiziert, dass dieses in der oberen Hälfte der erwarteten Spanne von 150 bis 180 Millionen Pfund liegen wird. Der Konsens geht laut RBC von 159 Millionen aus. Im Gefolge ziehen Zalando um 0,8 Prozent an.
Henkel entziehen sich ebenfalls dem Minus am Gesamtmarkt und gewinnen 1 Prozent. Stützend wirken starke Drittquartalszahlen von HB Fuller. Die UBS sieht nun Aufwärtspotenzial gegenüber den Konsensschätzungen für Henkel beim organischen Umsatzwachstum. Für das dritte Quartal prognostizieren die Analysten nun ein organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent, was deutlich über dem aktuellen Visible-Alpha-Konsens von 2,5 Prozent liegt.
=== Index zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD Euro-Stoxx-50 6.288,06 -0,2 -11,76 6.299,82 8,6 Stoxx-50 5.349,04 -0,1 -3,63 5.352,67 8,8 DAX 25.333,59 -0,3 -77,04 25.410,63 3,4 MDAX 30.928,32 -0,9 -287,45 27.039,42 1,0 TecDAX 3.959,90 -1,3 -51,92 3.091,28 9,3 SDAX 18.175,99 -0,9 -169,73 13.062,07 5,8 FTSE 10.714,42 +0,1 9,16 10.705,26 7,9 CAC 8.103,65 -0,2 -19,76 8.123,41 -0,6 SMI 13.912,73 -0,1 -8,99 13.921,72 4,9 ATX 6.929,96 +0,3 21,68 6.908,28 30,1 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:10 Uhr EUR/USD 1,1375 -0,0 -0,0005 1,1380 1,1399 EUR/JPY 180,63 +0,2 0,4000 180,23 180,3800 EUR/CHF 0,9408 +0,2 0,0017 0,9391 0,9394 EUR/GBP 0,8597 +0,1 0,0004 0,8593 0,8592 USD/JPY 158,79 +0,3 0,5000 158,29 158,2300 GBP/USD 1,3229 -0,1 -0,0008 1,3237 1,3264 USD/CNY 6,7112 0,0 0,0001 6,7111 6,7108 USD/CNH 6,7141 +0,1 0,0034 6,7107 6,7119 AUS/USD 0,7028 -0,1 -0,0008 0,7036 0,7044 Bitcoin/USD 83.504,23 -0,9 -726,15 84.230,38 84.615,20 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 93,44 +1,4 1,28 92,16 Brent/ICE 104,97 +1,8 1,89 103,08 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.264,74 -0,5 -22,15 4.286,89 Silber 63,63 -1,3 -0,84 64,47 Platin 1.750,83 +0,0 0,81 1.750,02 (Angaben ohne Gewähr) ===
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September 24, 2026 07:32 ET (11:32 GMT)
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