DJ ÜBERBLICK am Abend/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
EZB: Isabel Schnabel verlässt Direktorium am 3. Januar 2027
Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums und des Rats der Europäischen Zentralbank (EZB), hat Präsidentin Christine Lagarde darüber informiert, dass sie am 3. Januar 2027 von ihrem Amt zurücktreten wird. Wie die EZB mitteilte, wird Schnabel IWF-Finanzberaterin und Direktorin der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des Internationalen Währungsfonds (IWF). Darüber habe IWF-Chefin Kristalina Georgieva am Donnerstag informiert.
El Niño könnte Weltwirtschaft 2027 laut Allianz 451 Mrd USD kosten
Das Klimaphänomen El Niño könnte die Weltwirtschaft 2027 schätzungsweise 451 Milliarden US-Dollar kosten. Dies prognostizierte die Forschungsabteilung der Allianz und wies darauf hin, dass erhöhte Risiken durch Dürren, Überschwemmungen und Hurrikane in dieser Summe noch gar nicht enthalten seien. Die Auswirkungen entsprechen 0,24 Prozent des prognostizierten Bruttoinlandsprodukts von 144 Volkswirtschaften. Auf China, die USA und Indien entfallen dabei fast 60 Prozent der Bruttoverluste, wie die Allianz am Donnerstag in ihrem Climate Economics Report mitteilte.
USA Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sanken vergangene Woche weiter
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sind in der vergangenen Woche noch weiter zurückgegangen, da der Arbeitsmarkt weiterhin robust ist. In der Woche bis zum 19. September lag die Zahl der Personen, die Arbeitslosenunterstützung beantragten, bei 197.000. Das waren 1.000 weniger als die revidierten 198.000 der Vorwoche, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Von The Wall Street Journal befragte Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf 201.000 gerechnet.
Defizit in der US-Leistungsbilanz im zweiten Quartal gestiegen
Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im zweiten Quartal 2026 gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen betrug das Defizit 246,0 Milliarden US-Dollar. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 255,0 Milliarden Dollar gerechnet. Wie das US-Handelsministerium berichtete, wurde das Defizit im ersten Quartal auf 212,6 Milliarden Dollar revidiert, nachdem zunächst ein Minus von 226,8 Milliarden Dollar genannt worden war.
Geschäftsoptimismus in Kanada sinkt - Sorgen um Kraftstoffpreise belasten
Der Optimismus kleiner Unternehmen in Kanada ist sowohl kurz- als auch längerfristig stark gesunken, wie das jüngste Geschäftsbarometer des kanadischen Verbands unabhängiger Unternehmen (Canadian Federation of Independent Business) zeigt. Der Ausblick auf Drei- und Zwölfmonatssicht liegt nun unter der neutralen Marke von 50 und ist um 9,6 Punkte auf 43,3 bzw. um 9,8 Punkte auf 47,9 zurückgegangen. Wirtschaftsdirektorin Andreea Bourgeois stellt fest, dass die Unternehmen die Kraftstoffkosten als das größte Wachstumshemmnis bezeichnen. Darüber hinaus geht aus der Umfrage hervor, dass Unternehmen, die nur auf den kanadischen Märkten tätig sind, optimistischer sind als jene, die außerhalb des Landes handeln, exportieren oder importieren.
Fed-Vertreterin Paulson Inflationsdaten im September gaben den Ausschlag für Zinserhöhung
Die Präsidentin der Fed von Philadelphia, Anna Paulson, war hinsichtlich einer Zinserhöhung unentschlossen, bis in diesem Monat Berichte über einen steigenden Preisdruck und minimale Fortschritte bei der Inflation eingingen. Paulson, ein stimmberechtigtes Mitglied des Offenmarktausschusses, sagte am Donnerstag auf einer Konferenz, sie habe sich früher im Sommer noch offen gezeigt, ob die Geldpolitik bereits restriktiv genug sei, um die Inflation wieder auf das 2-Prozent-Ziel der Fed zu bringen.
Fed-Vertreter Barkin: Zinserhöhung folgte auf Anzeichen für anhaltenden Preisdruck
Der Präsident der Richmond Fed, Tom Barkin, sagte, seine Unterstützung für die Zinserhöhung der vergangenen Woche spiegele die Schlussfolgerung wider, dass die jüngsten Treiber des Preisdrucks länger anhalten könnten als bisher angenommen.
+++ Konjunkturdaten +++
*US/Neubauverkäufe Aug +6,4% auf 684.000 (PROG: 618.000)DowJones
*US/Neubauverkäufe Juli revidiert auf 643.000 (vorl: 607.000)DowJones
*US/Neubauverkäufe Aug Bestand 8,5 Monate
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September 24, 2026 13:00 ET (17:00 GMT)
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