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MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

DJ MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In Seoul bleiben die Börsen wegen des Erntedankfests Chuseok geschlossen. In Shanghai findet wegen des Mondfests kein Börsenhandel statt.

TAGESTHEMA

Hellofresh muss Abstriche bei seinen Zielen für das Gesamtjahr machen. Der Kochboxenversender hat die Jahresprognose gesenkt, nachdem das vorläufige Ergebnis im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. In der jüngsten wichtigen Saison seien nicht so viele Neukunden gewonnen worden, wie es für die bisherige Prognose erforderlich gewesen wäre. Hellofresh verweist auf die Reduzierung der Marketingausgaben im dritten Quartal. Für das laufende Jahr erwartet Hellofresh einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 9 bis 11 Prozent. Bislang war das Unternehmen nur von einem Rückgang am unteren Ende der Spanne von 3 bis 6 Prozent ausgegangen, während Analysten ein Minus von 6,9 Prozent erwartet hatten. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wird nun auf währungsbereinigter Basis bei 350 bis 370 Millionen und damit unter dem Analystenkonsens von 375,6 Millionen Euro gesehen. Bisher hatte Hellofresh 375 bis 425 Millionen Euro angepeilt. Im dritten Quartal dürfte der Umsatz währungsbereinigt um 11 bis 12 Prozent gesunken sein nach einem Minus von 9,3 Prozent im Vorjahreszeitraum. Hier hatten Analysten mit einem Rückgang von 6,8 Prozent gerechnet. Das bereinigte EBITDA dürfte auf währungsbereinigt 45 bis 55 Millionen Euro von 40 Millionen Euro im Vorjahr zugelegt haben. Der Analystenkonsens lautet auf 57,2 Millionen Euro. Die ausführlichen Zahlen für das dritte Quartal wird Hellofresh am 5. November veröffentlichen.

AUSBLICK UNTERNEHMEN

Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.

AUSBLICK KONJUNKTUR

- DE 
  08:00 NIM-Konsumklimaindikator Oktober 
     PROGNOSE: -27,2 
     zuvor:   -26,6 
 
- EU 
  10:00 EZB, Geldmenge M3 und Kreditvergabe August 
     Geldmenge M3 
     PROGNOSE: +3,5% gg Vj 
     zuvor:   +3,4% gg Vj 
 
- US 
  14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter August 
     PROGNOSE: -0,3% gg Vm 
     zuvor:   +1,1% gg Vm 
 
  16:00 Index Verbraucherstimmung Uni Michigan (2. Umfrage) September 
     PROGNOSE: 47,8 
     vorläufig: 1. Umfrage: 47,8 
     zuvor:   51,7 
 

ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES

Aktuell: 
Index            zuletzt +/- % 
DAX Futures        25.574,00  +0,6 
E-Mini-Future S&P-500   7.762,75  -0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100 30.804,00  +0,1 
Topix (Tokio)       4.125,61  +1,2 
Hang-Seng (Hongk.)    24.365,76  -1,6 
Shanghai-Comp.      Feiertag 
 
Donnerstag: 
INDEX        Schluss +/- % 
DAX        25.266,53  -0,6 
DAX-Future    25.593,00  -0,1 
MDAX       30.782,60  -1,4 
TecDAX       3.957,63  -1,4 
SDAX       18.065,71  -1,5 
Euro-Stoxx-50   6.272,50  -0,4 
Stoxx-50      5.341,58  -0,2 
XDAX       25.384,89  +0,5 
Dow-Jones     51.349,98  -0,3 
S&P-500      7.704,13  -0,0 
Nasdaq Composite 26.939,37  +0,0 
 

FINANZMÄRKTE

EUROPA

Ausblick: Europas Börsen dürften mit Aufschlägen in den Handel am Freitag starten. Etwas Unterstützung erhält der Markt durch Medien-Berichte über neue diplomatische Bemühungen für eine Lösung des Konkflikts im Nahen Osten. Danach soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt haben, dass sein Land dem Weißen Haus einen neuen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus innerhalb einer Woche vorgelegt habe. Der Vorschlag orientiere sich an dem Memorandum of Understanding, dass der Iran und die USA im Juni beschlossen hatten. Brent gibt daraufhin leicht nach, notiert aber weiter auf einem für die Börsen sehr hohen Niveau. Die vielbeachtete Rendite der 10-jährigen Treasurys steigt sogar um weitere 2 Basispunkte auf 5,18 Prozent. Die Erholung an den Börsen steht mithin auf tönernen Füßen. Das Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping hat aus Marktsicht keine neuen Erkenntnisse gebracht. Bereits im Vorfeld hatte US-Finanzminister Scott Bessent mitgeteilt, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden.

Rückblick: Mit dem neuerlichen Anstieg von Ölpreis und Anleiherenditen hat sich das Umfeld für die Börsen weiter eingetrübt. Ein über den Erwartungen ausgefallener ifo Index stützte die Märkte ebensowenig wie die Anhebung der Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft durch die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute. H&M zeigten sich mit Abschlägen von 2 Prozent. Die Ergebnisse für das dritte Quartal waren zwar über den Erwartungen ausgefallen. Bernstein wies allerdings darauf hin, dass dies auf Einmaleffekte zurückzuführen sei. Die bereinigte Marge habe dem Konsens entsprochen. "Der Ausblick für das vierte Quartal fällt vorsichtiger aus", so die Analysten weiter. Inditex sanken um 0,2 Prozent. Nach dem Zwischenbericht und überzeugenden neuen Unternehmensprognosen ging es für Asos um 13,7 Prozent nach oben. Zalando profitierten nicht von den starken Vorgaben und schlossen 1 Prozent niedriger.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Leichter - Im DAX waren besonders Beiersdorf gefragt, die nachrichtenlos um 3 Prozent zulegten. Die Aktien der Versicherer Allianz, Hannover Rück und Munich Re rückten um bis zu 2,2 Prozent vor. Henkel verloren 0,2 Prozent. Gute Zahlen des US-Wettbewerbers HB Fuller stützten nicht nachhaltig. Gleiches galt für einen positiven Kommentar der UBS. Deren Analysten sehen nun Aufwärtspotenzial gegenüber den Konsensschätzungen für Henkel beim organischen Umsatzwachstum. Für das dritte Quartal prognostizieren die UBS-Analysten ein organisches Umsatzwachstum von 4,2 Prozent, was deutlich über dem aktuellen Visible-Alpha-Konsens von 2,5 Prozent liegt. BMW verbilligten sich nach der Abstufung auf "Hold" von "Buy" durch HSBC um 2,5 Prozent. Mercedes-Benz und Volkswagen verloren 2 und 2,9 Prozent. Hier hatte HSBC die Kursziele gesenkt. Die Analysten verwiesen auf den Verlust von Marktanteilen in China. Ihrer Ansicht nach müssen sich die europäischen Hersteller verschlanken und weniger komplex aufstellen, um überleben zu können.

XETRA-NACHBÖRSE

Brockhaus Technologies wurden am Abend knapp 7 Prozent höher getaxt. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, dass es am Montag sein öffentliches Aktienrückkaufangebot im Volumen von rund 90 Millionen Euro starte.

USA - AKTIEN

Wenig verändert - Inflations- und Zinserhöhungssorgen infolge des weiter gestiegenen Ölpreises haben die US-Börsen auch am Donnerstag eingebremst. Die Risikobereitschaft der Anleger schwindet, da die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen durch die Fed in diesem Jahr steigt, hieß es. Die Präsidentin der Philadelphia Fed, Anna Paulson, sagte, die Zentralbank habe noch keine Daten gesehen, die darauf hindeuteten, dass die Inflation unter Kontrolle komme. Die Konjunkturdaten des Tages - Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus der Vorwoche, die Leistungsbilanz des zweiten Quartals und die Neubauverkäufe aus dem August - lagen im Rahmen der Erwartungen oder fielen sogar besser aus. Oracle verloren 3,5 Prozent. Einem Bericht von Bloomberg zufolge will das Unternehmen Zahlungen an den Entwickler eines Datenzentrenprojekts in New Mexico unter Berufung auf höhere Gewalt verschieben, falls dieses scheitert oder nicht wie geplant 2028 in Betrieb genommen werden kann. Damit wolle Oracle verhindern, dass die Kosten für das Projekt Jupiter aus dem Ruder liefen, so Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Blackberry gewannen 4,2 Prozent, nachdem das Unternehmen nach einem überraschend guten Abschneiden im zweiten Geschäftsquartal die Jahresziele erhöht hatte. MGM Resorts brachen um 11 Prozent ein. Wie das Wall Street Journal berichtete, hat Investor Barry Diller seine Übernahmeofferte für MGM zurückgezogen. Stitch Fix sackten um 21,6 Prozent ab. Das Unternehmen rechnet mit einem niedrigeren Umsatz im laufenden ersten Geschäftsquartal und einem insgesamt schwierigen Geschäftsjahr.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries  Rendite  +/- 
2 Jahre       4,90  unv. 
10 Jahre      5,16 +0,05 
 

Die Renditen haben ihren Anstieg trotz der Bemühungen des Finanzministeriums fortgesetzt, sie durch den Rückkauf eigener Staatsanleihen einzudämmen. Das Finanzministerium kaufte langfristige Schuldtitel im Wert von 4,08 Milliarden Dollar zurück, was unter dem Maximum von 6 Milliarden Dollar lag. Die Zehnjahresrendite stieg um 5 Basispunkte auf 5,16 Prozent.

DEVISENMARKT

DEVISEN    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr 
EUR/USD     1,1372  -0,1  -0,0007     1,1379     1,1365 
EUR/JPY     179,87  -0,5  -0,8700    180,7400    180,6800 
EUR/CHF     0,9427  +0,1  0,0009     0,9418     0,9426 
EUR/GBP     0,8603  -0,1  -0,0004     0,8607     0,8601 
USD/JPY     158,14  -0,4  -0,6900    158,8300    158,9800 
GBP/USD     1,3214  -0,0  -0,0001     1,3215     1,3211 
USD/CNY     6,7128  +0,0  0,0017     6,7128     6,7125 
USD/CNH     6,719  +0,1  0,0033     6,7157     6,7166 
AUS/USD     0,7015  +0,1  0,0005     0,7010     0,7011 
Bitcoin/USD 84.163,05  -0,2  -185,98    84.349,03   83.863,73 
 

Die höheren Marktzinsen gaben dem Dollar Rückenwind. Der Dollar-Index stieg um 0,2 Prozent. Der Euro stand bei rund 1,1380 Dollar.

ROHSTOFFE

METALLE

Metalle    zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold     4.263,87  -0,3  -14,11    4.277,98 
Silber      63,48  -0,7   -0,43      63,91 
Platin    1.745,35  -0,2   -3,15    1.748,50 
 

Der Anstieg der Marktzinsen und die Aufwertung des Dollar lasteten auf dem Goldpreis. Die Feinunze ermäßigte sich um 0,4 Prozent auf 4.263 Dollar.

ÖL

ROHÖL     zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex    92,89  -1,8   -1,72      94,61 
Brent/ICE    105,72  -0,8   -0,88     106,60 
 

Ausbleibende Fortschritte bei den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran trieben die Ölpreise weiter nach oben. Überdies hatte Saudi-Arabien nach eigenen Angaben sechs Raketen abgefangen, die von den vom Iran unterstützten jemenitischen Huthi-Rebellen auf saudi-arabische Ziele abgefeuert worden seien. Der Preis für das Barrel Brentöl stieg zeitweise auf rund 108 Dollar. Später kam er wieder etwas zurück mit einem Medienbericht, dem zufolge USA und Iran über ein mehrstufiges Abkommen verhandelten. Brent notierte 3,4 Prozent höher bei 106,60 Dollar.

MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR

HELLA

hat einen Nachfolger für den scheidenden CFO Philippe Vienney gefunden. Wie das unter der Dachmarke Forvia mit dem französischen Partner Faurecia agierende Unternehmen mitteilte, hat der Gesellschafterausschuss Jens Grösch als neues Mitglied in die Geschäftsführung berufen. Ab dem 1. Dezember wird er dort das Finanzressort übernehmen. Grösch hat bereits bis 2023 bei Hella gearbeitet.

OPENAI

KI-Agenten von OpenAI haben Anfang dieses Jahres alltägliche Aufgaben zur Online-Datenerfassung ausgeführt und zu außergewöhnlichen Mitteln gegriffen, um an diese Daten zu gelangen. Neu veröffentlichte Ergebnisse des gemeinnützigen KI-Forschungslabors Transluce sowie der australischen Regierung zeigten, dass mit OpenAI in Verbindung stehende KI-Agenten im Mai und Juni versuchten, in Websites von Universitäten und Regierungen einzudringen, um nach Informationen zu suchen. Die versuchten Hackerangriffe reihen sich in eine wachsende Liste von Vorfällen ein, bei denen KI-Agenten bei der Verfolgung ihrer Ziele außer Kontrolle geraten sind.

HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

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September 25, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

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