DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Deutsche Konsumstimmung sinkt - Vielfältiger Gegenwind für Haushalte
Der Rückgang des deutschen Konsumklimaindex spiegele den anhaltenden Anstieg der Energiepreise, die innenpolitischen Turbulenzen und den jüngsten Sprung der Kraftstoffpreise nach dem Auslaufen der befristeten Steuersenkung wider, schreibt Claus Vistesen von Pantheon Macroeconomics in einer Research Note. Der Stimmungsindikator, der vom Nuremberg Institute for Market Decisions und der GfK veröffentlicht wird, ist im Oktober auf minus 30,6 von minus 26,8 im September gefallen. Die Daten signalisierten einen vorsichtigen deutschen Verbraucher, der sich auf den Aufbau von Ersparnissen konzentriere und sich Sorgen um das zukünftige Einkommen mache, meint Vistesen.
EZB: Kreditvergabe an Unternehmen wächst im August langsamer
Das Wachstum der Kreditvergabe an Unternehmen im Euroraum hat sich im August etwas verlangsamt. Nach einer Mitteilung der Europäischen Zentralbank (EZB) stieg die Buchkreditvergabe an nicht-finanzielle Unternehmen mit einer Jahresrate von 4,2 (Juli: 4,4) Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhte sich die Kreditvergabe um 11 Milliarden Euro, nachdem sie im Vormonat um 22 Milliarden Euro zugelegt hatte.
Morgan Stanley: Euroraum-Inflation steigt auf 3,7 Prozent
Volkswirte von Morgan Stanley erwarten, dass der Inflationsdruck im Euroraum im September deutlich zugenommen hat - auf 3,7 von 3,2 Prozent im August. Auslöser waren nach ihrer Ansicht neben den Energiepreisen auch die Nahrungsmittel- und Kernverbraucherpreise - "hauptsächlich aufgrund idiosynkratischer Faktoren. Hinweise auf breit angelegte indirekte Effekte und Zweitrundeneffekte dürften rar bleiben", schreiben sie in ihrem Ausblick auf die Veröffentlichung der Daten am nächsten Freitag. Die Kerninflation sehen sie bei 2,6 (August: 2,4) Prozent. "Wir betonen jedoch, dass dieser Anstieg nicht primär auf die Weitergabe höherer Energiekosten zurückzuführen ist. Bei Dienstleistungen spiegelt er die Volatilität tourismusbezogener Komponenten wider", schreiben sie weiter.
Bank of England könnte Zinsen zweimal anheben - Hohe Energiekosten belasten
Steigende Energiepreise bedeuten, dass die Bank of England nun auf Kurs zu einer Straffung der Geldpolitik ist, schreiben Bruna Skarica und Fabio Bassanin von Morgan Stanley in einer Research Note. Sie ändern ihre Prognose für die BoE auf zwei vierteljährliche Zinserhöhungen im November und Februar. "Obwohl wir nach wie vor - und mit einiger Überzeugung - der Meinung sind, dass jegliche Anzeichen einer Verbesserung des Angebots an Öl und raffinierten Produkten dazu führen würden, dass die BoE die Zinsen vorerst nicht antasten würde, ist es angesichts der jüngsten Nachrichtenlage aus dem Nahen Osten schwierig, ein längeres Stillhalten als wahrscheinlichstes Szenario beizubehalten," sagen sie. Der einzige Katalysator für eine noch stärkere Straffung wäre ein wesentlich lockerer und inflationärer Haushalt, der nächsten Monat angekündigt wird, sagen sie.
Chinas Wirtschaftstransformation steht noch aus
Der Wandel der chinesischen Wirtschaft habe noch nicht stattgefunden, sagte Fan Gang, Wirtschaftsprofessor an der Universität Peking, auf einer Veranstaltung in Singapur. "Wir sagen schon seit Jahren, dass wir uns nicht so sehr auf den Verkauf von Waren im Ausland verlassen sollten, aber die Exporte stützen immer noch die gesamte Wirtschaft", so Fan. Chinas Handelsüberschuss werde sogar immer größer, merkte er an. Auf einer Podiumsdiskussion beim FutureChina Global Forum sagte er, der schwache Konsum sei nicht nur ein kürzlich aufgetretenes Problem, sondern eines, das schon seit langem bestehe. Verbesserungen bei der Beschäftigung und den Sozialsystemen seien notwendig, damit China eine echte wirtschaftliche Transformation vollziehen könne, fügte Fan hinzu.
Trumps Sorgen über schwachen Yen - Möglichkeit weiterer gemeinsamer Interventionen steigt
Die Äußerungen der japanischen Finanzministerin Satsuki Katayama, wonach Präsident Trump Bedenken hinsichtlich der Schwäche des Yen geäußert habe, erhöhen die Aussicht auf weitere gemeinsame Währungsinterventionen der USA und Japans, schreibt Derek Halpenny von der MUFG Bank in einem Kommentar. Die Kommentare unterstrichen Japans anhaltende Bemühungen, darzustellen, dass es weiterhin bereit sei, die Schwäche des Yen als fortgesetzte gemeinsame Strategie einzudämmen, schreibt er. "Es ist ungewöhnlich, dass die USA mehr als einmal gemeinsam mit Japan handeln, daher wäre ein erneutes gemeinsames Vorgehen eine starke Botschaft an die Märkte."
DJG/DJN/apo
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September 25, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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