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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester mit neuer Hoffnung im Nahostkonflikt

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester mit neuer Hoffnung im Nahostkonflikt

DOW JONES--Europas Börsen haben den Handel am Freitag etwas fester beendet. Etwas Unterstützung erhielt der Markt durch Medien-Berichte über neue diplomatische Bemühungen um eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten. Danach soll der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärt haben, dass sein Land dem Weißen Haus einen neuen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus innerhalb einer Woche vorgelegt habe. Der Vorschlag orientiere sich an dem "Memorandum of Understanding", dass der Iran und die USA im Juni beschlossen hatten.

Brent gab daraufhin leicht nach, notierte mit rund 106 Dollar das Fass aber weiter auf einem für die Börsen sehr hohen Niveau. Die vielbeachtete Rendite der 10-jährigen Treasurys stieg um 5 Basispunkte auf 5,21 Prozent. Die Erholung an den Börsen stand mithin auf tönernen Füßen. Das Gipfeltreffen zwischen den Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping hat aus Marktsicht keine neuen Erkenntnisse gebracht. Bereits zuvor hatte US-Finanzminister Scott Bessent mitgeteilt, dass die USA und China ihre Zollpause bis Mitte Januar verlängern werden.

Der DAX gewann 0,6 Prozent auf 25.409 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,5 Prozent auf 6.303 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt wertete der Yen auf. US-Präsident Trump hat nach Angaben der japanischen Finanzministerin Satsuki Katayama bei seinem jüngsten Treffen mit der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi Bedenken hinsichtlich der Schwäche des Yen geäußert. Das nährte neue Spekulationen über mögliche Interventionen am Markt.

Mit den hohen Renditen waren Banken gefragt. Im DAX ging es für Deutsche Bank und die Commerzbank um je 2,7 Prozent nach oben. In Resteuropa legten Unicredit um 2,2 Prozent zu, BNP Paribas um 0,9 Prozent oder Societe Generale um 3,5 Prozent.

Aktien des Öl- und Gassektors folgten dem Ölpreis nach unten. Hier verloren BP 2,3 und Totalenergies 1,3 Prozent, trotz einer Kaufempfehlung von HSBC für beide Aktien.

Airbus gaben um 1 Prozent nach. Hintergrund war ein Reuters-Bericht zu Qualitätsproblemen beim A321neo. Das Problem, das keine Auswirkungen auf die Sicherheit habe, betreffe 500 Flugzeuge, die sich zu gleichen Teilen auf bereits in Dienst gestellte und in der Produktion befindliche Maschinen verteilen. Die Zahl betroffener Flugzeuge ist laut Jefferies zwar hoch, doch sollten das Fehlen eines Sicherheitsrisikos und das Vorhandensein einer Lösung die potenziellen Auswirkungen auf die Auslieferungen in diesem Jahr begrenzen.

Hellofresh knickten nach einer Gewinnwarnung um 9,8 Prozent ein. Der Kochboxenversender hatte seine Jahresprognose gesenkt, nachdem das vorläufige Ergebnis im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Für das laufende Jahr erwartet Hellofresh nun einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 9 bis 11 Prozent, während Analysten zuletzt ein Minus von 6,9 Prozent erwartet hatten. Das bereinigte EBITDA wird nun auf währungsbereinigter Basis bei 350 bis 370 Millionen und damit ebenfalls unter dem Analystenkonsens von 375,6 Millionen Euro gesehen.

Nach einer Kaufempfehlung der UBS ging es für Cancom 1,8 Prozent nach oben. Cancom sei der fünftgrößte Value-Added-Reseller in der DACH-Region und somit eine Wette auf die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft, hieß es. In den vergangenen fünf Jahren hätten die Aktien eine Underperformance gegenüber den Haupt-Konkurrenten Bechtle und Computacenter gezeigt und seien unter Druck geblieben, da das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 hinter dem organischen Wachstum der börsennotierten Konkurrenten zurückgeblieben sei.

Die Aktien der UBS stiegen um 3,5 Prozent. Die Titel waren an den Tagen zuvor von der Abstimmung des Ständerats für strengere Eigenkapitalvorschriften belastet worden. Nun verwiesen Marktteilnehmer auf einen Bericht von Semafor Business, wonach die UBS sich den geplanten strengeren schweizerischen Regularien durch einen Zusammenschluss mit der US-Bank Morgan Stanley entziehen könnte. Morgan Stanley sei schon lange an der UBS und ihrem Vermögensverwaltungsgeschäft interessiert, so Semafor. Die Nachrichten- und Medienplattform verwies darauf, dass UBS-Verwaltungsratschef Colm Kelleher früher für die US-Bank gearbeitet hat.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.303       +0,5          +8,3 
Stoxx-50        5.353       +0,2          +8,6 
Stoxx-600        639       +0,4          +7,5 
DAX          25.409       +0,6          +3,2 
FTSE-100 London    10.680       +0,1          +7,5 
CAC-40 Paris      8.081       -0,0          -0,8 
AEX Amsterdam     1.107       +0,5         +16,4 
ATHEX-20 Athen     6.774       +0,9         +26,6 
BEL-20 Brüssel     5.671       +0,6         +11,7 
BUX Budapest     151.508       -0,2         +36,5 
OMXH-25 Helsinki    6.518       +0,1         +14,3 
OMXC-20 Kopenhagen   1.523       -0,1          -5,3 
PSI 20 Lissabon    9.685       +0,2         +17,2 
IBEX-35 Madrid    19.573       +0,7         +13,1 
FTSE-MIB Mailand   51.543       +0,6         +14,7 
OBX Oslo        2.012       -0,8         +25,9 
PX Prag        2.724       -0,1          +1,4 
OMXS-30 Stockholm   3.271       +0,7         +13,5 
WIG-20 Warschau   157.174       -0,2         +34,4 
ATX Wien        6.882       +0,9         +29,2 
SMI Zürich      13.906       +0,3          +4,8 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:15 Uhr 
EUR/USD          1,1391  +0,1  0,0012     1,1379     1,1365 
EUR/JPY          179,22  -0,8  -1,5200     180,74    180,6800 
EUR/CHF          0,9441  +0,2  0,0023     0,9418     0,9426 
EUR/GBP          0,8606  -0,0  -0,0001     0,8607     0,8601 
USD/JPY          157,31  -1,0  -1,5200     158,83    158,9800 
GBP/USD          1,3231  +0,1  0,0016     1,3215     1,3211 
USD/CNY          6,7128  +0,0  0,0017     6,7128     6,7125 
USD/CNH          6,7238  +0,1  0,0081     6,7157     6,7166 
AUS/USD          0,7024  +0,2  0,0014      0,701     0,7011 
Bitcoin/USD      83.610,27  -0,9  -738,76    84.349,03   83.863,73 
 
ROHOEL          zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         93,38  -1,3   -1,23      94,61 
Brent/ICE         106,2  -0,4   -0,40     106,60 
 
Metalle         zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.278,90  +0,0   0,92    4.277,98 
Silber           64,09  +0,3   0,19      63,91 
Platin         1.773,87  +1,5   25,37    1.748,50 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/cbr

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September 25, 2026 12:05 ET (16:05 GMT)

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