BERLIN (dpa-AFX) - Höhere Zuzahlungen, geringere Zuschüsse - solche Einschnitte für Kassenpatienten müssen aus Sicht des Chefs der Krankenkasse DAK-Gesundheit, Andreas Storm, auch auf die Beihilfe für Beamte übertragen werden. "Das betrifft alle Leistungsbereiche wie die Einschränkung bei der kostenfreien Mitversicherung für Ehepartner und die Zuzahlungen", sagte Storm der "Rheinischen Post" (Samstag).
Es gehe jetzt darum, mehr gesellschaftliche Akzeptanz für die Reformen zu schaffen, begründete der Kassenchef seine Forderung. "Viele in der Bevölkerung empfinden die Lastenverteilung der Reformen als ungerecht, darum kann die Reform der Beihilfe einen wesentlichen Beitrag für eine größere Akzeptanz schaffen."
Beihilfe von Bund und Ländern
Bei Beamten erstattet in der Regel der Bund oder das Land als Dienstherr einen Großteil der Krankheitskosten. Die restlichen Kosten werden über die private Krankenversicherung abgesichert.
Storm sagte, Kassenpatienten müssten von nächstem Jahr an mehr für Krankenhausbehandlungen und Medikamente zuzahlen, das müsse auch für Beamte gelten. "Auch die geplante Senkung des Zuschusses beim Zahnersatz für Kassenpatienten muss auf die Beamten übertragen werden."
Auch Beamte im Blick
Die Bundesregierung hatte im Sommer ein Milliardensparpaket für die gesetzliche Krankenversicherung auf den Weg gebracht. Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) kündigte im Bundestag an, dass auch Einsparungen bei Leistungen für Beamte in den Blick kommen sollen.
Wie Linnemann erläuterte, gibt es aus den Ländern Forderungen, Maßnahmen aus dem Spargesetz auch auf diejenigen zu übertragen, die Beihilfe bekommen. Dabei gehe es etwa um das Thema Mitversicherung. Für gesetzlich Versicherte kommen nach dem Gesetz Einschränkungen bei der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern./bf/DP/zb
