BERLIN (dpa-AFX) - Soziale Leistungen sollten laut einer neuen Forsa-Umfrage nach der Meinung von mehr als jedem Dritten in Deutschland vom Staat erbracht werden (36 Prozent). Zwölf Prozent bevorzugen gemeinnützige Organisationen wie die Kirchen als Träger, nur ein Prozent private Organisationen. 48 Prozent sprechen sich für eine Mischung aus, nur drei Prozent machten keine Angaben, wie die repräsentative Umfrage der Diakonie zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Weiter finden 68 Prozent es wichtig, dass soziale Träger klaren Werten verpflichtet sind. Für 71 Prozent sind transparente Infos wichtig, für 29 Prozent effiziente Arbeit. Befragt wurden 2.000 Personen ab 18 Jahren, die nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählt wurden.
Für Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch zeigt die Umfrage, dass gemeinnützige Träger und ein handlungsfähiger Staat großes Vertrauen genießen. In Zeiten knapper Kassen und einschneidender Reformen sende die Umfrage zugleich ein Signal an die Bundesregierung für einen starken Sozialstaat. "Reine Spardebatten helfen nicht weiter, wenn es um die Daseinsvorsorge geht." Die Regierungskoalition müsse diese Botschaft ernst nehmen. Die Diakonie ist für die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen zuständig, mit bundesweit rund 687.000 hauptamtlich Mitarbeitenden in rund 34.000 Einrichtungen wie Pflegeheimen und Krankenhäusern./bw/DP/mis
