Bei DEWB klafft weiterhin eine große Lücke zwischen Börsenwert und bilanziertem Eigenkapital. Selbst nach dem jüngsten Kursanstieg auf 2,26 Euro wird die Aktie noch rund 44 Prozent unter dem Eigenkapital je Aktie gehandelt. Dieser Abschlag könnte allerdings zunehmend in den Fokus rücken, denn das Management will in absehbarer Zeit wesentliche Werte aus dem Beteiligungsportfolio realisieren.
Der zeitliche Rahmen ist inzwischen klar umrissen: Spätestens bis Ende 2027 sollen nach den Plänen der Gesellschaft die wichtigsten Beteiligungswerte des heutigen Portfolios gehoben werden. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem LAIQON und Stableton. Beide Unternehmen wachsen weiterhin mit hohem Tempo, was die Voraussetzungen für einen Verkauf sukzessive verbessert.
Gerade deshalb sind die heute veröffentlichten Halbjahreszahlen nur ein Teil der Investmentstory. Ohne größere Beteiligungsverkäufe fehlten im ersten Halbjahr entsprechende Ergebnisbeiträge, so dass die Strukturkosten nahezu eins zu eins im Ergebnis sichtbar waren. Unter dem Strich entstand so ein Verlust von rund 1,0 Mio. Euro. Das Eigenkapital je Aktie verringerte sich dadurch von 4,60 auf 4,01 Euro.
Der Rückgang des Buchwerts relativiert den Bewertungsabschlag etwas, beseitigt ihn aber keineswegs. Entscheidend dürfte vielmehr werden, ob DEWB in den kommenden Quartalen den ersten größeren Nachweis für die im Portfolio enthaltenen Werte liefern kann. Gelingt bei LAIQON oder Stableton eine Transaktion zu einer attraktiven Bewertung, könnte sich die Wahrnehmung der Aktie grundlegend verändern.
(aktien-global.de, erstellt 28.09.26, 10:09 Uhr, veröffentlicht 28.09.26, 10:24 Uhr, bitte beachten Sie unseren Disclaimer zu potenziellen Interessenkonflikten: https://www.aktien-global.de/impressum/)
Originalmeldung: https://www.aktien-global.de/news-cov/newscov_dewb/dewb_hoher_abschlag_trifft_auf_nahende_exits-25094/


