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MÄRKTE EUROPA/Aktien gut behauptet - Ölpreise und Renditen steigen

DJ MÄRKTE EUROPA/Aktien gut behauptet - Ölpreise und Renditen steigen

DOW JONES--Die europäischen Börsen tendieren zum Start in die neue Woche gut behauptet - trotz steigender Ölpreise und Anleihrerenditen. Der DAX notiert 0,2 Prozent höher bei 25.465 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gewinnt ebenfalls 0,2 Prozent auf 6.315 Punkte. Das Barrel Brentöl verteuert sich um 2,6 Prozent auf 107,03 Dollar, nachdem US-Präsident Trump Ieinen iranischen Vorschlag für die Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt hat, zugleich aber neue Verhandlungen in Aussicht stellte.

Der Anstieg des Ölpreises nährt Inflationssorgen, was die Renditen an den Anleihemärkten wegen der damit verbundenen Zinserhöhungsspekulation nach oben treibt. Die viel beachtete Rendite zehnjähriger Treasuries steigt um 3 Basispunkte auf 5,21 Prozent und liegt damit fast wieder auf ihrem jüngsten Hoch, zugleich das höchste Niveau seit 2007. Gleichlang laufende Bundesanleihen rentieren 3 Ticks höher als am Freitag mit 3,63 Prozent, das ist ebenfalls ein Vieljahreshoch.

Mit der Spekulation über weiter steigende Zinsen steht der Goldpreis unter Druck, weil dadurch Anleihen als Anlage an Attraktivität gegenüber dem zinslosen Gold gewinnen. Die Feinunze verbilligt sich um 3 Prozent auf 4.156 Dollar. Der Euro tendiert wenig verändert mit aktuell rund 1,1390 Dollar.

Konjunkturseitig haben die Akteure mit Blick auf die Inflation bereits der Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben in den USA im Blick, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Das zweite Highlight folgt am Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht. Am Berichtstag ist die Agenda der Konjunkturdaten leer. Umso mehr könnten sich die Blicke auf EZB-Präsidentin Christine Lagarde richten und deren Anhörung vor dem EU-Parlament mit möglicherweise wichtigen Signalen für den geldpolitischen Kurs.

Unternehmensnachrichten sind rar. Auf dem Terminkalener stehen Symrise mit Vorabinformationen zum Verlauf des dritten Quartals und Borussia Dortmund mit Zahlen für das Geschäftsjahrs. Symrise gewinnen im Vorfeld 1,0 Prozent, Borussia Dortmund 0,3 Prozent.

Chipaktien und andere Aktien mit KI-Bezug stehen unter Druck, weil wieder Sorgen über eine zu schnelle und unkontrollierbare Entwicklung von Künstlicher Intelligenz umgehen. Hintergrund sind neue Meldungen über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die selbstständig Mittel ergriffen haben sollen, um an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler hat darauf vorläufig das Training der neuesten Modelle gestoppt. Unter anderem OpenAI machte sich zuletzt bereits für eine langsamere KI-Entwicklung stark. Infineon verbilligen sich um 1,1, ASML um 0,9 und BE Semiconductor um 2 Prozent. Siemens Energy verlieren 2,3 Prozent und Aixtron 2,4 Prozent.

Positiv werden die Prognosen und Ziele von Totalenergies aufgenommen, die der französische Ölkonzern zu seinem Kapitalmarkttag veröffentlicht hat. Die Aktie steigt um 0,8 Prozent.

Kurssprünge verzeichnen die Aktien britischer Bauunternehmen, die auf die Errichtung von Eigenheimen spezialisiert sind. nachdem die britische Regierung das Förderprogramm "Help to Buy" wiederaufgelegt hat. Damit soll Erstkäufern der Erwerb von Wohneigentum erleichtert werden. Im Sektor springen Persimmon, Taylor Wimpey, Barratt Redrow und Bellway um bis zu 15 Prozent nach oben. Howden Joinery profitieren mit einem Plus von 5,3 Prozent als Zulieferer von Einbauküchen und Tischlereibedarf indirekt von dem Programm.

Im Baustoffsektor verteuern sich unter anderem Heidelberg Materials um 1,3, Saint-Gobain um 1,5 und Amrize um 1,1 Prozent,

=== 
Index          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      6.314,50  +0,2   11,68    6.302,82      9,0 
Stoxx-50        5.373,55  +0,4   20,15    5.353,40      9,3 
DAX          25.465,46  +0,2   56,82    25.408,64      4,0 
MDAX          31.020,52  -0,0   -10,83    27.039,42      1,3 
TecDAX         3.991,79  +0,4   16,31    3.091,28      10,2 
SDAX          18.198,86  +0,4   74,36    13.062,07      6,0 
FTSE          10.736,35  +0,4   41,10    10.695,25      8,1 
CAC           8.105,79  +0,4   27,99    8.077,80      -0,5 
SMI          14.062,39  +0,8   116,68    13.945,71      6,0 
ATX           6.977,84  +0,5   34,17    6.943,67      31,0 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr 
EUR/USD          1,1381  -0,1  -0,0010     1,1391     1,1395 
EUR/JPY          179,01  -0,1  -0,1200     179,13    179,3600 
EUR/CHF          0,945  +0,2   0,0015     0,9435     0,9443 
EUR/GBP          0,858  -0,2  -0,0019     0,8599     0,8609 
USD/JPY          157,26  0,0   0,0000     157,26    157,3900 
GBP/USD          1,3262  +0,1   0,0013     1,3249     1,3234 
USD/CNY          6,7134  +0,0   0,0006     6,7128     6,7128 
USD/CNH          6,7155  -0,1  -0,0072     6,7227     6,7246 
AUS/USD          0,702  -0,0  -0,0003     0,7023     0,7021 
Bitcoin/USD      82.951,84  -1,9 -1.596,86    84.548,70   83.784,44 
 
ROHOEL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         94,41  +2,2    2,00      92,41 
Brent/ICE         107,03  +2,6    2,71     104,32 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.151,70  -3,1  -134,55    4.286,25 
Silber           61,06  -5,0   -3,22      64,28 
Platin         1.727,44  -2,9   -50,72    1.778,16 
 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 28, 2026 04:28 ET (08:28 GMT)

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© 2026 Dow Jones News
KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

Für Anleger könnte das zum Problem werden. Denn treffen steigende Finanzierungskosten auf Überkapazitäten und enttäuschende Cashflows, geraten gerade hoch bewertete KI-Profiteure schnell unter Druck. Aus den größten Gewinnern der vergangenen Jahre könnten so die größten Verlierer der nächsten Korrektur werden.

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