DJ MARKT USA/Schwache Eröffnung erwartet - Ölpreise und Renditen steigen weiter
Mit Abgaben dürfte die Wall Street in die neue Woche starten. Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden. Friedensvermittler drängen den Iran zu einem Zugeständnis in seinem Atomprogramm, um die Waffenstillstandsgespräche mit den USA wiederzubeleben. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,5 Prozent und für den Nasdaq-Terminkontrakt geht es um 1,0 Prozent nach unten.
Mit dem Ölpreis geht es kräftig nach oben. Ein Barrel Brent verteuert sich um 3,5 Prozent auf 108,01 Dollar. Auch die Renditen am Anleihemarkt legen weiter zu. Im Zehnjahresbereich um 5 Basispunkte auf 5,23 Prozent. Die Durchschnittsrendite eines globalen Anleihebarometers ist erstmals seit 2007 über 4 Prozent gestiegen, was das Ausmaß der globalen Zinsanpassung unterstreicht, sagt Patrick Munnelly, Marktstratege der Tickmill Group. "Dies ist nicht länger nur eine US-Geschichte", ergänzt er. "Höhere Ölpreise, hartnäckige Inflationserwartungen, eine widerstandsfähige Konjunktur und ein hoher staatlicher Finanzierungsbedarf führen dazu, die globalen Zinsssätze in die Höhe zu treiben", so Munnelly.
Der Goldpreis gibt deutlich nach, da steigende Ölpreise die Erwartung verstärken, dass die US-Notenbank die Zinsen im nächsten Monat weiter anheben könnte, heißt es. Ein solcher Schritt würde das zinslose Edelmetall unter Druck setzen. Die Feinunze fällt um 3 Prozent auf 4.155 Dollar. Der "sichere Hafen" Dollar legt dagegen zu, da die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg schwinden. Der Dollar-Index verbessert sich um 0,1 Prozent.
Chip-Werte zeigen sich vorbörslich mit Abgaben. So verlieren Intel 3,5 Prozent und Nvidia büßen 0,2 Prozent ein. Erneut gibt es Befürchtungen in Bezug auf eine zu rasche und nicht kontrollierbare Entwicklung von Künstlicher INtelligenz (KI). Hintergrund sind neue Berichte über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die mit außergewöhnlichen Maßnahmen versucht haben sollen, an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler stoppte in der Folge vorläufig das Training der neuesten Modelle.
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September 28, 2026 05:56 ET (09:56 GMT)
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