DJ ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
IAB-Arbeitsmarktbarometer deutet auf schrumpfende Beschäftigung
Die Perspektiven für die Beschäftigung in Deutschland bleiben nach Aussage des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) negativ. Zwar steigt das IAB-Arbeitsmarktbarometer im September um 0,1 Punkte auf 99,6 Punkte, doch ist der Anstieg allein auf eine Verbesserung der Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit zurückzuführen. Die Beschäftigungsperspektive ist dagegen negativ. Die Komponente zur Vorhersage der Arbeitslosigkeit steigt um 0,4 Punkte auf 99,9 Punkte. Die Beschäftigungskomponente sinkt hingegen um 0,1 Punkte auf 99,3 Punkte. "Die Aussichten für die Beschäftigung sind schwächer als für die Arbeitslosigkeit: Der Arbeitsmarkt schrumpft", ordnet Enzo Weber, Leiter des Forschungsbereichs "Prognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen" am IAB, die Entwicklungen ein.
BoE-Vize Ramsden sieht Argumente für Zinserhöhung bei zunehmendem Inflationsdruck
Der jüngste Anstieg der Renditen von Staatsanleihen wird dazu beitragen, die Auswirkungen höherer Energiekosten auf die Preise in Großbritannien zu begrenzen. Die Bank of England (BoE) müsse jedoch möglicherweise ihren Leitzins anheben, falls der Inflationsdruck zunehme, sagte der stellvertretende Gouverneur Dave Ramsden am Montag. Die BoE hatte ihren Leitzins Anfang des Monats bei 3,75 Prozent belassen, obwohl die Anleger für November mit einer Anhebung auf 4 Prozent rechnen. Ramsdens Äußerungen dürften diese Erwartungen untermauern, da er eines der sechs Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses war, die für eine unveränderte Beibehaltung der Kreditkosten gestimmt hatten.
Märkte rechnen verstärkt mit BOE-Zinserhöhung im November
Anleger spekulieren angesichts steigender Ölpreise verstärkt auf eine Zinserhöhung der Bank of England im November. Das Ausbleiben eines Durchbruchs im Konflikt zwischen den USA und dem Iran lässt die Ölpreise steigen, was die Sorge vor einer hohen Inflation schürt. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent steigt um 2,3 Prozent auf 106,7 US-Dollar je Barrel. Die Märkte preisen nun eine 81-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der BOE auf der nächsten geldpolitischen Sitzung im November ein, nach 62 Prozent vor einer Woche, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.
Teureres Öl wird zum Zinspolitik-Problem
Der sprunghafte Anstieg der Ölpreise entwickle sich zu einem Problem für die Zinspolitik, schreibt Patrick Munnelly von der Tickmill Group in einem Kommentar. Höhere Ölpreise, hartnäckige Inflationserwartungen, eine robuste Konjunktur und ein hoher Finanzierungsbedarf der Staaten trieben die globalen Abzinsungssätze in die Höhe, meint Munnelly. Sollten die Energiepreise hoch bleiben, hätten die Zentralbanken weniger Spielraum für eine Lockerung und mehr Grund, die Inflationsrisiken im Auge zu behalten, sagt er. Die Durchschnittsrendite eines globalen Anleihebarometers sei nun zum ersten Mal seit 2007 über 4 Prozent gestiegen, was das Ausmaß der globalen Zinsanpassung unterstreiche, stellt er fest. "Dies ist nicht länger nur eine US-Geschichte", schreibt er.
Ölpreise bauen Gewinne aus - Patt zwischen USA und Iran
Die Ölpreise bauen ihre Gewinne im Nachmittagshandel aus, da die Verhandlungen zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten festgefahren sind, nachdem Präsident Trump einen vom Iran vorgeschlagenen Waffenstillstand abgelehnt hat. Der am nächstfällige Brent-Rohölkontrakt für November, der am Dienstag ausläuft, verteuert sich um 3,9 Prozent auf 108,40 US-Dollar pro Barrel, während der Kontrakt mit Fälligkeit im übernächsten Monat bei 100,71 US-Dollar pro Barrel gehandelt wird. Die WTI-Futures steigen um 3,9 Prozent auf 96,03 US-Dollar pro Barrel. "Zwei am Wochenende gemeldete Entwicklungen haben direkte Auswirkungen auf die Stimmung: Medienberichten zufolge hat die US-Regierung ihre Überlegungen zu einem Dieselausfuhrverbot wiederbelebt, wenige Tage nachdem sie sich von einem gemeldeten 90-Tage-Plan distanziert hatte, und es wird erwartet, dass in dieser Woche eine weitere Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran stattfinden wird", so die Analysten von Kpler.
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September 28, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)
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