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MÄRKTE USA/Schwächerer Start erwartet - Ölpreise und Renditen legen weiter zu

DJ MÄRKTE USA/Schwächerer Start erwartet - Ölpreise und Renditen legen weiter zu

DOW JONES--Mit Abgaben dürfte die Wall Street in die neue Handelswoche starten. Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden. Friedensvermittler drängen derweil den Iran zu einem Zugeständnis in seinem Atomprogramm, um die Waffenstillstandsgespräche mit den USA wiederzubeleben. Der Future auf den S&P-500 reduziert sich um 0,4 Prozent und für den Nasdaq-Terminkontrakt geht es um 0,6 Prozent nach unten.

Mit dem Ölpreis geht es kräftig nach oben. Ein Barrel Brent verteuert sich um 2,9 Prozent auf 107,37 Dollar. Der Anstieg des Ölpreises nährt Inflationssorgen, was die Renditen am Anleihemarkt wegen der damit verbundenen Zinserhöhungsspekulationen weiter nach oben klettern lässt. Im Zehnjahresbereich geht es um 3 Basispunkte auf 5,21 Prozent aufwärts. Die Durchschnittsrendite eines globalen Anleihebarometers ist erstmals seit 2007 wieder über 4 Prozent gestiegen, was das Ausmaß der globalen Zinsanpassungen unterstreicht, sagt Patrick Munnelly, Marktstratege der Tickmill Group. "Dies ist nicht länger nur eine US-Geschichte", ergänzt er. "Höhere Ölpreise, hartnäckige Inflationserwartungen, eine widerstandsfähige Konjunktur und ein hoher staatlicher Finanzierungsbedarf führen dazu, die globalen Zinsssätze in die Höhe zu treiben", so Munnelly.

Der Goldpreis gibt deutlich nach, da steigende Ölpreise die Erwartung verstärken, dass die US-Notenbank die Zinsen im Oktober weiter anheben könnte, heißt es. Ein solcher Schritt würde das zinslose Edelmetall unter Druck setzen. Die Feinunze fällt um 2,8 Prozent auf 4.165 Dollar.

Der "sichere Hafen" Dollar legt dagegen zu, da die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg weiter schwinden. Der Dollar-Index verbessert sich um 0,1 Prozent.

Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda. Mit Blick auf die Inflation wartet der Markt auf den Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben in den USA, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Daneben steht zum Wochenausklang noch der US-Arbeitsmarktbericht für September an.

Chip-Werte zeigen sich vorbörslich mit Abgaben. So verlieren Intel 2,2 Prozent, Marvell fallen um 1,7 Prozent und Sandisk um 2,7 Prozent. Erneut gibt es Befürchtungen in Bezug auf eine zu rasche und nicht kontrollierbare Entwicklung von Künstlicher INtelligenz (KI). Hintergrund sind neue Berichte über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die mit außergewöhnlichen Maßnahmen versucht haben sollen, an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler stoppte in der Folge vorläufig das Training der neuesten Modelle.

Boeing reduzieren sich um 2,5 Prozent, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass der Flugzeughersteller einen Softwarefehler identifiziert habe, der eine automatische Landefunktion stören könnte. "Unsere Ingenieure arbeiten an einem Software-Update, um das Problem dauerhaft zu beheben", teilte Boeing Barron's mit.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,91 +0,04    4,93      4,89 
5 Jahre           5,04 +0,04    5,07      5,03 
10 Jahre          5,21 +0,03    5,23      5,19 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr 
EUR/USD          1,1376  -0,1  -0,0015     1,1391     1,1395 
EUR/JPY          178,54  -0,3  -0,5900     179,13    179,3600 
EUR/CHF          0,9464  +0,3   0,0029     0,9435     0,9443 
EUR/GBP          0,8576  -0,3  -0,0023     0,8599     0,8609 
USD/JPY          156,95  -0,2  -0,3100     157,26    157,3900 
GBP/USD          1,3262  +0,1   0,0013     1,3249     1,3234 
USD/CNY          6,7103  -0,0  -0,0025     6,7128     6,7128 
USD/CNH          6,7134  -0,1  -0,0093     6,7227     6,7246 
AUS/USD          0,7023  0,0   0,0000     0,7023     0,7021 
Bitcoin/USD      83.324,31  -1,5 -1.224,39    84.548,70   83.784,44 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         94,95  +2,8    2,54      92,41 
Brent/ICE         107,37  +2,9    3,05     104,32 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.164,79  -2,8  -121,46    4.286,25 
Silber           61,54  -4,3   -2,74      64,28 
Platin         1.742,20  -2,0   -35,96    1.778,16 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/apo

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September 28, 2026 08:33 ET (12:33 GMT)

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