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MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle - Öl und Renditen steigen weiter

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen treten auf der Stelle - Öl und Renditen steigen weiter

DOW JONES--Die europäischen Aktienmärkte haben am Montag praktisch unverändert geschlossen. Und das trotz eines kräftigen Anstiegs des Ölpreises und weiter anziehender Renditen. Für Brent ging es 3,1 Prozent nach oben auf 107,54 Dollar das Fass, die vielbeachtete Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen legte um 8 Basispunkte auf 5,26 Prozent zu. Gleichlang laufende Bundesanleihen rentierten zu Börsenschluss mit 3,64 Prozent, das ist ebenfalls ein Vieljahreshoch. US-Präsident Donald Trump hat einen iranischen Vorschlag für die Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt, zugleich aber neue Verhandlungen in Aussicht gestellt.

Der DAX gab um 0,1 Prozent nach auf 25.374 Punkte, der Euro-Stoxx-50 schloss wenig verändert bei 6.301 Punkten. Im Handel wurde die Widerstandsfähigkeit der Börsen als bemerkenswert beschrieben. Hintergrund seien die zuletzt starken Wirtschaftsdaten trotz des Energiepreisschocks. Anders Gold: dem zinslosen Asset machen die weiter steigenden Marktzinsen zunehmend zu schaffen; für das Edelmetall ging es um 3,8 Prozent auf 4.123 Dollar die Feinunze nach unten.

Konjunkturseitig haben die Akteure mit Blick auf die Inflation bereits der Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben in den USA im Blick, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Das zweite Highlight folgt am Freitag mit dem US-Arbeitsmarktbericht. Daneben stehen europäische Preisdaten zur Veröffentlichung an. Am Berichtstag ist die Agenda der Konjunkturdaten leer.

Gesucht waren Ölwerte. Der europäische Subindex der Ölwerte legte um 0,8 Prozent zu. BP gewannen 0,9 Prozent und Repsol 1,8 Prozent. Totalenergies blieben zurück und schlossen unverändert. Der französische Ölkonzern veranstaltete seinen Kapitalmarkttag. Die neue längerfristige Strategie von Totalenergies zeige Konsistenz und Beständigkeit und ermögliche gleichzeitig kurzfristig höhere Renditen, schrieben die Analysten von Jefferies. Offenbar überzeugte dies die Anleger nicht. Die hohen Energiewerte machten Stahlaktien zu schaffen: Salzgitter verloren 1,7 Prozent oder Arcelormittal 0,8 Prozent. Thyssenkrupp büßten 1,1 Prozent ein.

Kurssprünge verzeichnen die Aktien britischer Bauunternehmen, die auf die Errichtung von Eigenheimen spezialisiert sind. nachdem die britische Regierung das Förderprogramm "Help to Buy" wiederaufgelegt hat. Damit soll Erstkäufern der Erwerb von Wohneigentum erleichtert werden. Im Sektor sprangen Persimmon und Taylor Wimpey um fast bis zu 14,6 Prozent nach oben. Howden Joinery profitierten mit einem Plus von 3 Prozent als Zulieferer von Einbauküchen und Tischlereibedarf indirekt von dem Programm.

Im Blick standen zu Wochenbeginn Aktien von Medizintechnikherstellern. Möglicherweise profitierte der Sektor von einem erhöhten Anlegerinteresse anlässlich der zwischen dem 26. und dem 28. September stattfindenden Astro-Krebskonferenz in Boston. Auf dieser präsentieren zahlreiche Forscher und Unternehmen. JP Morgan wies darauf hin, dass auf dieser Siemens Healthineers ihre neue Strahlentherapie-Plattform auf den Markt bringen wird. Siemens Healthineers gewannen 2,3 Prozent. In dem Umfeld ging es auch für Sartorius 0,2 Prozent nach oben. Merck KGaA stellten den Tagesgewinner im DAX mit plus 2,6 Prozent.

Südzucker hat das Ergebnis im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 deutlich gesteigert. Wegen der guten Entwicklung im zweiten Quartal konkretisierte Südzucker die Prognosen für das vom 1. März 2026 bis 28. Februar 2027 reichende Geschäftsjahr 2026/27. Der Konzernumsatz wird nun in einer Bandbreite zwischen 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro gesehen und das operative Konzern-EBITDA zwischen 540 bis 680 (bisher: 480 bis 680) Millionen Euro. Südzucker gewannen 3,1 Prozent.

Um 12,7 Prozent nach oben schossen Redcare nach Anhebung der Prognose für das Gesamtjahr. Für 2026 wird für das Rx-Geschäft (verschreibungspflichtige Arzneimittel) in Deutschland nun ein Umsatz von 730 bis 760 Millionen Euro erwartet, gegenüber der bisherigen Prognose von 680 bis 720 Millionen Euro.

=== 
Index        Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50     6.301       -0,0          +8,8 
Stoxx-50        5.358       +0,1          +8,9 
Stoxx-600        639        0,0          +7,9 
DAX          25.374       -0,1          +3,8 
FTSE-100 London    10.685       -0,1          +7,7 
CAC-40 Paris      8.078       +0,0          -0,9 
AEX Amsterdam     1.116       +0,4         +16,9 
BEL-20 Brüssel     5.685       -0,3         +12,3 
IBEX-35 Madrid    19.600       -0,5         +13,8 
SMI Zürich      13.943       -0,0          +5,1 
* gerundet 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr 
EUR/USD          1,1366  -0,2  -0,0025     1,1391     1,1395 
EUR/JPY          178,84  -0,2  -0,2900     179,13    179,3600 
EUR/CHF          0,9454  +0,2   0,0019     0,9435     0,9443 
EUR/GBP          0,8572  -0,3  -0,0027     0,8599     0,8609 
USD/JPY          157,34  +0,1   0,0800     157,26    157,3900 
GBP/USD          1,3253  +0,0   0,0004     1,3249     1,3234 
USD/CNY          6,7103  -0,0  -0,0025     6,7128     6,7128 
USD/CNH          6,7131  -0,1  -0,0096     6,7227     6,7246 
AUS/USD          0,7018  -0,1  -0,0005     0,7023     0,7021 
Bitcoin/USD      83.350,66  -1,4 -1.198,04    84.548,70   83.784,44 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         94,62  +2,4    2,21      92,41 
Brent/ICE         107,54  +3,1    3,22     104,32 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.122,70  -3,8  -163,55    4.286,25 
Silber           61,05  -5,0   -3,23      64,28 
Platin         1.718,11  -3,4   -60,05    1.778,16 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

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September 28, 2026 12:17 ET (16:17 GMT)

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KI-Euphorie kippt - Bei diesen 5 Aktien droht der Crash!
Drei Jahre lang kannten KI-Aktien fast nur eine Richtung: nach oben. Billionenschwere Investitionspläne von Alphabet, Amazon, Meta und Microsoft haben Halbleiter- und Infrastrukturwerte auf immer neue Höhen getrieben. Doch jetzt bekommt die Erfolgsstory gefährliche Risse.

Steigende Anleiherenditen verteuern die Finanzierung, während die gewaltigen KI-Ausgaben zunehmend nicht mehr aus den laufenden Cashflows bezahlt werden können. Gleichzeitig zeigen günstigere chinesische Modelle, dass leistungsfähige KI womöglich mit deutlich weniger Rechenleistung auskommt. Damit wächst die Gefahr, dass heute für Milliarden errichtete Kapazitäten morgen nicht die erhofften Renditen liefern.

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