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MÄRKTE USA/Steigende Ölpreise und Renditen drücken Wall Street ins Minus

DJ MÄRKTE USA/Steigende Ölpreise und Renditen drücken Wall Street ins Minus

DOW JONES--Weiter steigende Ölpreise und erneut zulegende Renditen sorgen zu Wochenbeginn für Abgaben an der Wall Street. Der Dow-Jones-Index verliert am Mittag (Ortszeit) 0,6 Prozent auf 51.536 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 reduziert sich um 0,7 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,0 Prozent nach unten. Hier belasten vor allem Abgaben bei den Chip-Werten.

Im Iran-Krieg stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation. So hat US-Präsident Donald Trump den Vorschlag des Irans für einen siebentägigen Waffenstillstand abgelehnt. Er habe Beratern erklärt, dass er nach den Zwischenwahlen im November mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen des Irans rechne, sagten US-Beamte. Mit Teherans Vorschlag wären im Gegenzug für die Aufhebung der US-Blockade iranischer Häfen die Straße von Hormus wieder geöffnet und die Atomgespräche wieder aufgenommen worden. Friedensvermittler drängen derweil den Iran zu einem Zugeständnis in seinem Atomprogramm, um die Waffenstillstandsgespräche mit den USA wiederzubeleben.

Die Ölpreise steigen erneut. Für Brent geht es um 2,7 Prozent nach oben auf 107,10 Dollar das Fass. Zwischenzeitlich kam Brent leicht zurück, konnte das Niveau aber nicht behaupten. Der Grund hierfür dürfte gewesen sein, dass wieder signifikante Ölmengen durch die zuletzt beschädigte East-West-Pipeline fließen. Laut Angaben von Bloomberg sollen wieder rund 3,5 Millionen Barrel durch die Pipeline fließen, also etwas die Hälfte der Gesamtkapazität.

Der Anstieg des Ölpreises nährt Inflationssorgen, was die Renditen am Anleihemarkt wegen der damit verbundenen Spekulationen um weitere Zinserhöhungen nach oben klettern lässt. Im Zehnjahresbereich geht es um 7 Basispunkte auf 5,26 Prozent aufwärts. Die Durchschnittsrendite eines globalen Anleihebarometers ist erstmals seit 2007 wieder über 4 Prozent gestiegen, was das Ausmaß der globalen Zinsanpassungen unterstreicht, sagt Patrick Munnelly, Marktstratege der Tickmill Group. "Dies ist nicht länger nur eine US-Geschichte", ergänzt er. "Höhere Ölpreise, hartnäckige Inflationserwartungen, eine widerstandsfähige Konjunktur und ein hoher staatlicher Finanzierungsbedarf führen dazu, die globalen Zinsssätze in die Höhe zu treiben", so Munnelly.

Der Goldpreis fällt deutlich zurück, da steigende Ölpreise die Erwartung verstärken, dass die US-Notenbank die Zinsen im Oktober weiter anheben könnte, heißt es. Ein solcher Schritt würde das zinslose Edelmetall unter Druck setzen. Die Feinunze gibt um 3,8 Prozent auf 4.125 Dollar nach.

Der "sichere Hafen" Dollar steigt, da die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung im Iran-Krieg weiter schwinden. Der Dollar-Index verbessert sich um 0,3 Prozent.

Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda. Mit Blick auf die Inflation wartet der Markt auf den Preisindex der Persönlichen Konsumausgaben in den USA, der am Mittwoch veröffentlicht wird. Daneben steht zum Wochenausklang noch der US-Arbeitsmarktbericht für September an.

Chip-Werte zeigen sich mit Abgaben. So verlieren Intel 6,2 Prozent, Marvell fallen um 3,7 Prozent und Sandisk um 4,4 Prozent. Erneut gibt es Befürchtungen in Bezug auf eine zu rasche und nicht kontrollierbare Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). Hintergrund sind neue Berichte über Vorfälle mit KI-Agenten von OpenAI, die mit außergewöhnlichen Maßnahmen versucht haben sollen, an Daten zu gelangen. Der ChatGPT-Entwickler stoppte in der Folge vorläufig das Training der neuesten Modelle.

Nvidia legen dagegen um 2,7 Prozent zu. Der Konzern hat sein bestehendes Aktienrückkaufprogramm um 150 Milliarden US-Dollar auf 235 Milliarden US-Dollar aufgestockt - der größte Rückkauf in der Geschichte.

Boeing reduzieren sich um 5,0 Prozent, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass der Flugzeughersteller einen Softwarefehler identifiziert habe, der eine automatische Landefunktion stören könnte. "Unsere Ingenieure arbeiten an einem Software-Update, um das Problem dauerhaft zu beheben", teilte Boeing Barron's mit.

=== 
INDEX          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
DJIA          51.535,75  -0,6  -292,87    51.828,62 
S&P-500         7.693,26  -0,7   -50,15    7.743,41 
NASDAQ Comp      26.864,32  -0,8  -204,40    27.068,72 
NASDAQ 100       30.291,11  -1,0  -317,03    30.608,13 
 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,93 +0,07    4,96      4,89 
5 Jahre           5,08 +0,08    5,10      5,03 
10 Jahre          5,26 +0,07    5,27      5,19 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Fr, 17:20 Uhr 
EUR/USD          1,1368  -0,2  -0,0023     1,1391     1,1395 
EUR/JPY          178,82  -0,2  -0,3100     179,13    179,3600 
EUR/CHF          0,9455  +0,2   0,0020     0,9435     0,9443 
EUR/GBP          0,8572  -0,3  -0,0027     0,8599     0,8609 
USD/JPY          157,29  +0,0   0,0300     157,26    157,3900 
GBP/USD          1,3255  +0,1   0,0006     1,3249     1,3234 
USD/CNY          6,7103  -0,0  -0,0025     6,7128     6,7128 
USD/CNH          6,7119  -0,2  -0,0108     6,7227     6,7246 
AUS/USD          0,7019  -0,1  -0,0004     0,7023     0,7021 
Bitcoin/USD      83.524,14  -1,2 -1.024,56    84.548,70   83.784,44 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         94,00  +1,7    1,59      92,41 
Brent/ICE         107,1  +2,7    2,78     104,32 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.125,29  -3,8  -160,96    4.286,25 
Silber           61,15  -4,9   -3,13      64,28 
Platin         1.716,00  -3,5   -62,16    1.778,16 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 28, 2026 12:29 ET (16:29 GMT)

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